So, meine lieben Leser, viele von euch mögen sich fragen, was ich so die letzten Tage gemacht habe. Und deshalb werde ich euch mal ein Bisschen von den letzten Tagen erzählen. Nachdem die letzte Woche relativ ruhig verlaufen ist, weil die Demo spontan Ferien gemacht hat, war diese Woche mehr zu tun.
Den Montag habe ich mit meinem üblichen Gang zum Principal begonnen. Ja, ich brauche mal wieder Geld und angeblich sollte es am 12. April da sein. Aber hier habe ich nicht umsonst den Konjunktiv benutzt, denn das Geld war natürlich nicht da. Also muss die Instandsetzung der Hostels noch verschoben werden. Aus diesem Grund habe ich mich dann anderen Arbeiten gewidmet. Ich habe mit und ohne Lilli den größten Teil der Bücherei der Demonstration School aufgeräumt. Jetzt sind wenigstens schon mal alle Bücher und Heftchen an ihrem Platz. Ein großer Haufen an kaputten Exemplaren haben wir wieder mit nach Hause genommen. Jetzt haben wir für die langweiligen Abende ein Bisschen was zu tun. Ähm, naja, da wir keine langweiligen Abende haben, müssen wir das irgendwie mal sehen, wann es den Büchern an den Kragen geht.
Ansonsten haben wir uns zwei mal Studenten beim Unterrichten üben angesehen. Bei einigen klappt es schon ganz gut, anderen sollte man vielleicht doch dann einen anderen Beruf vorschlagen. Aber ein Bisschen Zeit haben sie ja noch, um sich zu verbessern.
Und Freitag waren wir kann richtig busy. Morgens bin ich in die Demonstration School gegangen und war bis 11 Uhr in der Bücherei beschäftigt. Danach hatten wir ein Meeting mit unserer Koordinatorin. Erstmal haben wir dann aber zusammen gegessen und alles ganz locker angefangen. Eigentlich hätten wir uns später noch mit unseren Supervisorn und dem Principal treffen sollen, aber der zuletzt genannte hat sich mal wieder aus dem Staub gemacht. Seit Mittwoch ist er wohl in Norwegen. Und er hat uns mal wieder nicht Bescheid gesagt, obwohl das Meeting vor einer Woche angekündigt worden ist. Naja, T I M (=This is Malawi).
Nach dem Meeting war mein Tag noch lange nicht vorbei. Ich war kurz im Internet und habe versucht noch ein paar Informationen für meine Tischler Clubs zu finden. Und dann habe ich einen zweiten Versuch mit dem Club für die Studenten gestartet. Und siehe da, ich hatte Erfolg. Mit ein Bisschen Verspätung sind die ersten Studenten in meiner Werksatt eingetrudelt. Nachdem wir geklärt hatten, was wir uns von der Zusammenarbeit erwarten, habe ich ihnen unser erstes Werkstück vorgestellt. Sie sollen ein langes Holzlineal bauen, dass sie dann später im Unterricht benutzen können. Die meisten Studenten haben noch nie im tischlerischen Bereich gearbeitet, deshalb müssen sie erst einmal die Grundlagen lernen und dazu ist so ein Lineal gut geeignet. Man muss nur sägen und hobeln. Und das hat dann auch schon einigermaßen funktioniert. Da der Tischler Club erst nach dem Unterricht stattfinden kann, war es schon spät und wurde dann auch bald dunkel und natürlich ließ der Stromausfall nicht lange auf sich warten. Und damit mussten wir den Club dann auch beenden. Obwohl tischlern bei Kerzenschein auch mal ganz interessant wäre.
Am Samstag stand ich dann wieder alleine in der Werkstatt. Naja, so hatte ich dann schon früher Wochenende.
Ja, das Foto von der aufgeraeumten Werkstatt kommt ein anderes Mal. Leider ist das Internet gerade so langsam, dass es mir viel zu lange dauert ein Foto hochzuladen.