Mittwoch, 14. Juli 2010

Sports-and-Funday

Am Montag war es endlich so weit. Alinas Traum wurde wahr und der Sports-and-Funday für die Studenten verwirklicht. Mit minimaler Verzögerung konnte der Event beginnen. Nachdem alle wichtigen Persönlichkeiten auf ihren Stühlen platzgenommen und sich alle Studenten versammelt hatten, konnte der Principal seine Rede halten.

Danach mussten noch einige organisatorische Fragen und Unklarheiten bezüglich der Regeln geklärt werden, bevor dann die ersten Wettkämpfer an den Start gehen konnten. Jeder Student und jede Studentin hatte die Möglichkeit an einer Disziplin teilzunehmen. Zur Auswahl standen verschiedene Lauf- und Wurfdisziplinen, unter anderem Speerwurf und Crosscountry-lauf, der ganze 5,5 Kilometer betrug.

Manchmal schien alles drunter und drüber zu laufen, trotzdem konnte der Zeitplan eingehalten werden und jeder konnte sich in seiner gewählten Disziplin messen. Pünktlich zur Mittagspause wurden dann alle Sportgeräte weggepackt und alle konnten essen gehen.

Leider hatte ich dafür nicht besonders viel Zeit, weil ich noch meinen GrundschulTischlerClub hatte. Mit einem kleinen Haufen Kindern habe ich erneut Kochlöffel hergestellt, weil sie sich das beim letzten Mal gewünscht hatten. Kurz vor der Sports-and-Funday-Preisverleihung habe ich die kleinen dann nach Hause geschickt.

Die Preisverleihung wurde nicht vom Principal, sondern diesmal vom Deputy unter Mithilfe des Expressive Arts Departments geleitet.

Jeder Student hat eine Teilnehmerurkunde bekommen, außer den Treppchenplätzen, die haben Siegerurkunden und ein T-Shirt erhalten. Die Sieger wurden groß gefeiert, aber auch die nicht so erfolgreichen Teilnehmer hatten ihren Spaß. Und für das College war es eine tolle Erfahrung und für uns auch. Wir haben mal wieder gesehen, dass vieles Möglich ist und man sich manchmal nur trauen muss, den ersten Schritt zu machen. Sehr gefreut haben wir und auch darüber, dass alles so gut angenommen worden ist und der Sports-and-Funday auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden soll.

Zum Abschluss des Tages hatte ich dann noch den CarpentryClub mit den Studenten. Wir haben so lange gearbeitet, bis wir die Hand kaum noch vor Augen sehen konnten. Leider geht kein Licht in meiner Werkstatt mehr. Nach ein Bisschen Theorieunterricht habe ich dann alle nach Hause entlassen und habe auch für mich den Feierabend eingeläutet.

Aehm ja, die Fotos muessen noch warten, das Internet ist heute zu langsam und ich habe zu wenig Zeit, Pepani.

Montag, 12. Juli 2010

Graduation

Am Samstag war es endlich für die Studenten so weit. Der ganze Unterricht ist geschafft und deshalb stand ihre Graduation vor der Tür. Natürlich fing wieder alles zu spät an. Am Freitag haben noch die Kinder von der Secondary School ihre Examen in der Hall geschrieben, deshalb war das Decoration-team noch nicht so weit gekommen. Aber wenn wir etwas hier perfektioniert haben, dann ist es Geduld. Nach und nach haben sich dann aber die Stuhlreihen vor der improvisierten Bühne gefüllt und um alles schon anwesenden zu unterhalten wurden Gedichte und Lieder vorgetragen.

Und irgendwann kamen dann auch die guest of honour, natürlich mit großem Tamtam vom Zeremonienmaster angesagt. Nachdem alle vorgestellt und begrüßt worden sind, wurden die Attendance-Certificates vergeben. Das hat dann eine ziemlich lange Zeit in Anspruch genommen, weil in diesem Jahr 733 Studenten das College besuchen. Nach circa zwei Dritteln wurde dann auch erst einmal eine Pause gemacht, damit die guest of honour sich mal kurz hinsetzen konnten. In der Zeit wurden dann wieder ein paar Gedichte und Lieder aufgeführt. Natürlich gab es für die Lecturer wieder Softdrinks gesponsert von der Regierung. Nachdem alle Studenten dann ihre Teilnehmerukrunde erhalte hatten, wurden noch ein paar Reden gehalten. Zum Schluss wurden wir dann in die Hall zum Essen gebeten. Es gab für alle zur Feier des Tages Reis mit Chickenparts. Und danach war erst einmal Entspannungspause.

Die Studenten konnten aber schon in der Hall tanzen, ich bin kurz nach Hause gegangen um nach Peter zu sehen. Die Pause wurde dann künstlich durch einen Stromausfall verlängert. Als wir dann endlich wieder alle elektronischen Geräte wieder benutzen konnten, sind wir erst einmal in den Staff room gegangen und haben dort das Fußballspiel Deutschland gegen Uruguay gesehen. Von ein paar Lecturern wurde uns Bier ausgegeben, dass zur Feier der Graduation ausnahmsweise am College getrunken werden durfte. Und wir hatten dann ja zum Glück auch etwas zum Feiern und dazu nach Geschichte geschrieben. We are blessed.

Und dann waren wir pünktlich zur Fortsetzung der Graduation auch wieder in der Hall. Viele der Lecturer wollten ja zum Glück auch das Fußballspiel sehen und es war mal wieder richtig gute Stimmung unter allen Zuschauern. Bei der Verleihung verschiedener Zertifikate war dann in der Hall auch eine sehr gute Atmosphäre. Es wurden die Studenten mit den besten Zensuren und anderen herausragenden Eigenschaften geehrt. Und danach wurde nur noch getanzt…

Was tut man am Independence Day?

Wir hatten Besuch und wollten ihnen ein paar Highlights von Kasungu zeigen. Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns zu fünft auf den Weg zum Kasungu Mountain gemacht. Nachdem Peter, Alina und ich beim ersten Mal den Weg durch die Dörfer gewählt haben, und damit einen Haufen Kinder hinter uns her gelockt haben, sind wir diesmal einen anderen Weg gegangen. Wir sind am College vorbei zur M1, malawis größtem Verkehrsweg, gelaufen. Die Straße haben wir dann als Fußweg benutzt und uns sind dann tatsächlich auch ein paar Autos begegnet. Wir wundern uns jedes Mal wieder, dass das der Hauptverkehrsweg sein soll. Naja, auf jeden Fall sind wir dann irgendwann in einen kleineren Weg eigebogen, auf dem wir unbehelligt bis zum Mountain gehen konnten, nachdem wir noch Mandasis zur Stärkung gekauft haben.

Die anderen sind dann auf den höchsten Gipfel des Mountains gestiegen, ich bin nur auf einen niedrigeren geklettert, weil ich meine schwere Grippe noch nicht ganz überwunden hatte. Von meinem Berg konnte ich die anderen beim Klettern überwachen und ein kleines malawisches Dorf ausspionieren. Außerdem konnte ich das ganze schöne Kasungu gut von oben sehen und gemütlich auf einem warmen Stein in der Sonne liegen.

Als die anderen von ihrem Gipfel wieder gekommen sind, haben wir uns auf dem kürzesten Weg in die Stadt gemacht und sind beim Engländer eigekehrt. Zu unserer großen Freude gab es endlich wieder Käse und somit ganz leckere Pizza. Unser Besuch war äußerst begeistert, hatte ihnen die Pizza doch besser geschmeckt, als überall sonst in Malawi wo sie welche probiert haben (Mamma Mia natürlich ausgeschlossen).

Die Fotos gibt es spaeter...