Samstag, 24. Oktober 2009

Mua Mission Cultur course 18.10 bis 22.10.2009

Sonntag bin ich früh aufgestanden damit ich den ersten Bus nach Lilongwe nehmen konnte. Um sieben Uhr habe ich dann unser Haus verlassen um eine halbe Stunde später in der Stadt am Busdepot zu sein. Ich habe auch gleich einen Bus gefunden, in dem ich dann noch zwei Stunden darauf warten durfte, bis es endlich los ging. Meine malawischen Mitreisenden wurden auch schon langsam ungeduldig und haben den Busfahrer dazu gedrängt loszufahren. In Lilongwe angekommen musste ich dann erst einmal eine Dreiviertelstunde auf einen Bus warten und dann nochmal zwei, bis er endlich losgefahren ist. Aber so läuft das hier in Malawi, die Busse haben keine festen Abfahrtszeiten, man wartet einfach, bis der Bus voll ist und zwar nicht nur die Sitzplätze, sondern auch die Stehplätze, das heißt, der Mittelgang. Von Lilongwe bin ich nach Salima gefahren und dann weiter mit einem Minibus nach Mua. Zwischenzeitlich saß ich mit 24 Mitfahrern und Gepäck im Bus. Leider hatte irgendjemand Fisch mit, der entsetzlich stank und mir ein Wenig anders wurde. Normalerweise wird der Fisch einfach vorne vorm Kühler am Scheibenwischer befestigt und gar nicht mit ins Innere des Fahrzeugs genommen. Aber so viel Glück hatte ich da nicht. Nachdem ich bei schon stockfinsterer Nacht abgesetzt worden bin, habe ich mich zur Mua Mission durchgefragt und bin noch rechtzeitig zum Abendessen angekommen. Also hatte ich den ganzen Tag auf Reisen im Bus verbracht und war froh endlich am Ziel angekommen zu sein.


Von Montag bis Donnerstag durften wir dann am Cultur course unter der Leitung von Father Bucher teilnehmen. Jeden Tag gab es eine große Menge an Informationen über die malawische Kultur und wir hatten manchmal Probleme damit, alles aufzunehmen. Am letzten Tage durften wir dann endlich bei Gule Wankulu, malawischen Tänzen und Gesängen, zugucken. (Und wie ich heute erfahren habe, soll ich sie Samstag noch mal in realer Umgebung angucken dürfen. Ich bin mal gespannt, ob das klappt …)


Freitag habe ich mich auf den Nachhauseweg. Also hieß es wieder den ganzen Tag im Bus verbringen, nur diesmal die andere Richtung. Mua – Salima – Lilongwe – Kasungu. Und ich habe es tatsächlich an einem Tag geschafft. Im letzten Bus habe ich noch eine nette Malawierin kennengelernt, die auch zum TTC wollte und hier jemanden besucht und ich mich vom Busdepot mit dem Auto mitgenommen hat. Außerdem will sie uns mal zum Essen einladen und mit mir in die Kirche gehen. Auf den Busfahrten kann man echt fast immer nette Leute kennenlernen, aber manchmal möchte man auch einfach nur seine Ruhe haben. Und als Weißer fällt man eben immer auf und es ist schwer sich daran zu gewöhnen.


Aber jetzt bin ich froh, wieder in unserem Haus zu sein und jetzt nach dem Essen will ich eigentlich nur noch schlafen.

Kabaza

Und fuer die Mama, Kabaza-Fotos.

Fotos Kasungu mountain

Heute ist das Internet gaaaanz langsam, deshalb muss ich die Fotos seperat und gaanz vorsichtig hochladen.

Kasungu mountain

Nach anfänglichen Wochenendplanunggschwierigkeiten haben wir doch noch ein paar ordentliche Tage hinbekommen.
Freitag (16.10.09) haben wir uns erst einmal allen neuen Studenten vorstellen lassen. Die Assambly hat auch dann auch nur mit 2 ½ Stunden Verspätung angefangen, wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Somit hatten wir danach auch schon den halben Tag hinter uns gebracht. Den Rest des Tages haben wir dann ganz gemütlich hinter uns gebracht. Alina und ich sind abends noch, eingeladen von einem Japanischen Freiwilligen und einem Malawier, in den ADD-Club hier in der Nähe, gegangen. Eigentlich ist es nur ein Haus mit einem Raum, einer kleinen Bar, einem Billardtisch und einem Fernseher, in dem man sich abends noch treffen kann. Wir saßen ganz gemütlich draußen und sind dann auch recht früh wieder zurück gegangen, weil wir am Samstag ja Großes vorhatten.

Samstag (17.10.09) sind wir dann um 5 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt unsere Sachen gepackt und haben uns dann in Richtung Kasungu-mountain aufgemacht. Die frühe Stunde haben wir gewählt, damit wir bei moderaten Temperaturen den Berg erklimmen konnten. Die Wahl stellte sich als eine gute heraus, auch wenn Alina am Anfang noch einen Pullover übergezogen hat, weil es doch recht kühl war. In der Erwartung, dass es sowieso bald wärmer werden würde, habe ich meinen Pulli zuhause gelassen, was auch die richtige Entscheidung war, denn nach den ersten Schritten bemerkten wir, dass es doch schon warm wurde. Nach circa einer Stunde hatten wir dann den Fuß des Berges erreicht, wobei seit einem Dorf von vielen Kindern begleitet worden sind. Bis zur Bergspitze hielten jedoch nur vier Jungen durch, obwohl die alle mit einer erstaunlichen Leichtigkeit den Berg bezwangen. Und ist aufgefallen, dass der Berg kleiner wird, je dichter man ihm kommt, aber er wird leider auch immer steiler. Alina und ich haben aber die Zähne zusammengebissen und uns bis auf die Spitze vorgewagt, den Peter mussten wir unterwegs auf eigenen Wunsch zurücklassen. Nach nur 1 ½ Stunden hatten wir unser Ziel fast erreicht. Der Zugang zum wirklichen Gipfel wurde uns leider von einem Rastafari, der wohl auf dem Berg wohnt, verwehrt weil wir angezogen waren „like men“. Also heißt es für uns, wir werden das nächste Mal eine Chitenji mitnehmen, denn im Rock den Berg zu erklimmen kommt wohl für uns nicht in Frage. Ein Wenig verwirrt von dem Gerede des Rastafaris haben wir uns dann an einer Stelle ein paar Meter entfernt eine Stunde ausgeruht, bevor wir den auch nicht ganz anstrengungslosen Abstieg gewagt haben. Unterwegs haben wir natürlich den Peter wieder aufgesammelt. Den Rest des Tages haben wir gemütlich verbracht und aus eine Dusche gehofft, die wir dringend nötig hatten, wie man an meinen Beinen gesehen hat.

Leider habe ich, gerade als wir uns auf dem Berg ausgeruht haben, erfahren, dass ich Montag beim Mua-Kurs sein soll. Damit wird unsere nächste Planung mal wieder über den Haufen geworfen. Und das ist auch der Grund, warum ich mich so lange nicht melden konnte oder vom heutigen (17.10.09) Standpunkt aus, melden kann.