Donnerstag, 7. Oktober 2010

Sneak "Twelve"

Yuhuu, endlich wieder Kino. Gestern war es endlich wieder so weit. Nachdem ich ein Jahr aufs Kino und insbesondere auf die Sneak verzichten musste, habe ich mich gestern mit meinem Freund in Richtung Kino aufgemacht. Wir hatten vorher schon mal geguckt, was denn in der nächsten Zeit so für Filme anlaufen würden und hatten keine Assoziationen zu den Titeln, also sind wir ganz ohne Vorstellungen ins Kino gegangen.

Der Saal war voller als wir gedacht haben und so saßen wir ziemlich weit vorne und ganz am Rand, aber sehen konnten wir trotzdem einigermaßen. Und dann, nach der langweiligen, nervigen Werbung, fing endlich der Hauptfilm an.

Und es kam „Twelve“. Wie gesagt, wir hatten keine Ahnung, was sich hinter dem Titel verbirgt, aber dafür waren wir ja da, um das dann herauszufinden. Und damit ihr vorher überlegen könnt, ob ihr den Film wirklich sehen wollt, erzähl ich mal ganz kurz, worum es ging:

Die Hauptperson ist White Mike, ein 17-jähriger Junge, der nach dem Krebstod seiner Mutter die Schule geschmissen hat und stattdessen mit Drogen dealt. Seine Kundschaft ist die Jugend der priviligierten Upper East Side. Es ist gerade eine neue Droge auf den Markt gekommen, mit dem tollen Namen „Twelve“. Das Zeug soll eine Mischung aus Koks und Ecstasy sein. Mike verkauft den Kram aber nicht, sondern ein anderer Dealer, gespielt von 50 Cent. Der Cousin von White Mike wird bei dem Versuch, sich das Zeug zu besorgen ermordet und ein Freund von White Mike gerät unter Mordverdacht. Was mit dem armen Typen bei der Polizei passiert, wird übrigens nicht aufgeklärt. Und dann ist das noch Molly, eine alte Freundin von White Mike, die auf ihn steht. Er ist sich über seine Gefühle aber nicht ganz so klar. Naja und zum Schluss gibt’s auf einer großen Party eine große Schießerei. Ach ja, dafür ist der Bruder des Partyveranstalters verantwortlich.

Tja, irgendwie fehlt der ganzen Geschichte so ein richtiger roter Faden. Und das Thema Drogenmissbrauch unter jugendlichen und die Probleme der reichen Kinder sind jetzt auch nicht neu und dafür ziemlich oberflächlich behandelt. Der Film ist zwar zeitweise ganz witzig, aber ohne tieferen Sinn. Auch die Lebensweisheiten und Einsichten (wie man sie auch öfter mal auf Partys nach einer Hand voll Bieren hatte), die von der Stimme aus dem Off dahingesäuselt werden, machen das Ganze auch nicht spannender oder glaubwürdiger.
Also, der Kinoabend war ganz nett, aber der Film wird nicht zu meinen neuen Lieblingen gehören. Aber gerade für so etwas gehe ich ja in die Sneak… und die Pita danach war richtig gut *gg*.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Wikingermarkt in Haithabu

Eigentlich wollte ich am Sonntag, in alter Tradition, die Flohmärkte in der Umgebung zusammen mit meiner Mutter unsicher machen. Da sie aber von keinem gelesen hatte, aber auf den Wikingermarkt in Haithabu bei ihren Recherchen gestoßen war, sollte es dorthin gehen.
Ich bin wohl seit meiner Grundschule nicht mehr in dem Wikingermuseum gewesen. Der Markt fand innerhalb des Halbkreiswalles von Haithabu statt, wo an historischer Stelle ein Siedlungsausschnitt des wikingerzeitlichen Handelsplatzes rekonstruiert worden ist. Es befinden sich insgesamt sieben Häuser in dem Areal, durch die die frühstädtische Siedlung dargestellt und begreifbar gemacht werden soll. Vorherrschend wird hier das Handwerk dargestellt. Aus Schweden, Dänemark und Holland kamen und kommen die Händler, die ihre Waren zum Kauf anboten/ anbieten. Nicht nur die Waren werden zeitgetreu präsentiert, sondern auch die Händler tragen traditionelle Kleidung und vielen kann man bei ihrer Arbeit auch über die Schulter gucken.

Besonders viel Spaß hatte ich in dem Gebäude, in dem man Brot, Honig, Käse und Wurst kaufen und probieren konnte. Der Ziegenkäse war zwar nicht so nach meinem Geschmack (vor allem, weil ich nach einer Pickup-fahrt keinerlei Ziegenprodukte mehr genießen kann), aber das Brot war richtig gut und davon wollte ich dann auch mehr haben, als nur das Probierstückchen, ich hatte ja auch nicht gefrühstückt.

Nachdem alle Stände, Häuser und Wikinger begutachtet worden sind (gekauft habe ich nichts), bin ich mit meiner Mutter noch ins Museum gegangen.

Das Wikinger Museum Haithabu gehört zu den bedeutendsten archäologischen Museen in Deutschland. Am Rande der ehemaligen Handelsmetropole der Wikinger präsentiert die seit 2010 vollkommen neue Ausstellung spektakuläre archäologische Funde und stellt diese in den historischen Kontext der Zeit vor 1000 Jahren. Besonders groß ist es nicht, aber es gibt viele interessante Dinge zu begutachten. Am besten fand ich das königliche Schiff aus dem Hafen von Haithabu, dass einst das schnellste Schiff auf der Ostsee war und das im Zentrum der großen Schiffshalle steht, in dem man viel über das frühmittelalterliche Hafenleben erfahren kann. Hier, das Böötchen:
Und nachdem wir auch das Museum komplett durchstreift hatten, ging es wieder nach Hause, leider ohne irgendetwas tolles Wikingerisches erworben zu haben. War aber trotzdem schön. Vielen Dank Mama, für die Einladung.