Donnerstag, 25. Februar 2010

Es ist kalt !

Nicht nur in Deutschland ist es gerade kalt. Man mag es kaum glauben, auch wir frieren hier manchmal. Aber eigentlich ist es gar nicht sooo kalt, wir sind wohl einfach nur total verweichlicht. Die letzten Tage haben wir tatsaechlich Pullis getragen und nachts ueberlegt, ob wir zum Schlafsaeck nicht doch besser noch Wolldeckenen mit ins Bett nehmen. Morgens ziehen wir uns inspiriert von der Zwiebel in vielen Schichten an und zu jeder erdenklichen Moeglichkeit mache ich mir warmen Tee. Ja, das warme Herz Afrikas kann manchmal echt kalt sein.
Und jetzt die Ueberaschung: Seit Montag habe ich ein Thermometer. Nochmal danke an meine liebe Mama fuer das tolle Packet. Und das Thermometer zeigt an den letzten Tagen immer zwischen 22Grad und 25 Grad an in meinem Zimmer. Ja, es ist richtig kalt !!!

Mittwoch, 24. Februar 2010

Und noch ein Schritt und noch ein Schritt …

Nachdem ich es gestern tatsaechlich geschafft habe den Principal zu treffen, geht es in kleinen Schritten voran. Mein Anliegen wurde angehoert. Mehrere Antraege wurden unterstuetzt und unterzeichnet. Und auch be idem Material fuer die Betten fuer die Hostels, die ich bauen soll, wurde mir die finanzielle Hilfe zugesichert.
Frohen Mutes bin ich dann gestern Nachmittag noch einmal zum Principal gegangen. Nach einer minimalen Wartezeit wurde ich mit grossem Erfolg und vielen Kwacha gesegnet. Und auch ein Gefaehrt sollte mir zur Verfuegung gestellt werden. Ja, ich war schon fast auf Wolke sieben.
Das Hochgefuehl hat dann auch noch den ganzen Rest des Tages angehalten, was aber auch noch einen anderen Grund hatte *gg*. Und der Grund waere hiermit ganz lieb gegruesst. Es war gestern definitiv die richtige Entscheidung *g*.

Heute morgen ging die Erfolgsstory dann weiter. Nachdem wir uns von Alina verabschiedet haben, die mal wieder zum Arzt nach Lilongwe gefahren ist, haben Lilli und ich uns ein Wenig zu gemuetlich fertig gemacht, denn unser Fahrer hat uns schon angerufen und vermisst. Aber eigentlich waren wir gar nicht zu spaet, den es war gar keine Zeit abgemacht. Trotzdem kam dann ganz schnell Leben bei uns in die Bude und wir sind ganz schnell zum TTC gegangen. Dort wurde es dann wieder gemuetlicher. Wir haben meinen Supervisor getroffen, der doch leider nicht mit uns in die Stadt fahren konnte. Und zwei Deutsche haben das TTC besucht, denen wir uns auch noch vorstellen durften. Kurze Zeit spaeter sind wir dann tatsaechlich nach Kasungu gefahren. Ich habe auch fast alle Materialien bekommen. Und den Rest kaufen wir dann spaeter. Und somit kann ich tatsaechlich demnaechst anfangen die Betten zu bauen.
Heute Mittag habe ich nochmal meinen Supervisor getroffen und morgen geht es wohl dann los. Er hat ja jetzt auch Ferien und deshalb Zeit, sich um mich zu kuemmern. Ich bin schon ziemlich gespannt darauf, wie die Zusammenarbeit beim Bauen der Betten wird.

Dienstag, 23. Februar 2010

Fotos Nachtrag

Und jetzt noch endlich zwei Fotos, die lange ueberfaellig sind.
plain Nsima:
die Kerzen:

Schlafanzug

Und ein Highlight, das ich euch auch nicht vorenthalten möchte, ist mein neuer Schlafanzug. Ich hatte drei Stoffe gekauft, weil ich nicht wusste, wie viel der Schneider brauchen würde. Leider hat mich unser Taylor dann nicht richtig verstanden und aus jedem Stoff einen gemacht. Uns kam es vorher schon komisch vor, warum er meinte, dass es zu wenig sei und er kurze Ärmel machen müsse. Aber als wir dann das Ergebnis gesehen haben, wurde es uns ziemlich schnell klar. Es ist echt schon ziemlich toll, was die Schneider hier so zustande bringen. Wenn man eine Vorlage, eine Zeichnung oder ein Foto hat, bekommen sie fast alles hin. Und wenn es beim ersten Mal nicht passen sollte, dann wird es ohne Probleme umgenäht. Und die Schneider schaffen es sogar, zu enge und zu kleine Teile größer zu machen. Ich bin echt begeistert. Und die Preise sind auch meistens okay. Man muss eben gut handeln können.

Secondhandmarkt, das Paradies.


Wie ich schon erzählt habe, war ich am Sonntag mal wieder auf dem Secondhandmarkt. Es ist echt unglaublich, was man da für Sachen findet. Normalerweise gehe ich ja nicht besonders gerne Shoppen, aber hier macht es echt riesig Spaß. Es ist ja auch ganz anders als in Deutschland, es ist ja eher, wie auf den Flohmarkt zu gehen und das mache ich ja ziemlich gerne. Es macht richtig viel Spaß zu handeln, vor allem weil wir mittlerweile ganz gut wissen, welche Preise normal und welche Preise Special-Azungu-Preise sind. So leicht lassen wir uns nicht mehr übers Ohr hauen. Aber hier in Kasungu sie die meisten Leute auch ziemlich fair. An Orten, wo mehr Touristen sind, werden oft auch Touristenpreise verlangt. Ich möchte euch jetzt auch mal ein paar meiner Errungenschaften zeigen. Mein Outfit für die Bad-Taste-Party gibt es natürlich erst nach den Festivitäten. Aber ein paar der anderen Sachen möchte ich euch nicht vorenthalten. Und wo ich die Preise noch weiß, werde ich sie mal in €uro und Kwacha dazu setzen. Komplettes Outfit zum gemuetlichen rumhaengen fuer K 100 = 50 Cent

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich gar nicht so viele Fotos von Klamotten gemacht habe. Also muesst ihr euch mit dem einen zufrieden geben *gg*.

Ich, mein Held des Tages

Wir haben ein Problem! Gestern Morgen ist ein Auto neben unser Haus gefahren. Das ist noch kein Problem gewesen, hat uns aber einen Schreck eingejagt, denn es war das ESCOM-Auto und wir haben diesen Monat unsere Rechnung noch nicht bezahlt. Aber scheinbar hat das Befahren unsers Rasens vor unserem Haus dazu geführt, dass eine Wasserleitung geplatzt bzw. gebrochen ist. Auf jeden Fall sprudelt jetzt gerne mal das Wasser in einer hohen Fontäne aus dem Rohr vor unserem Haus und unsere Leitungen im Haus bleiben leer. Zum Glück ist der Bruch vor dem Wasserzähler, so dass wir nicht für das Wasser bezahlen müssen. Aber leider konnte der Schade bis jetzt noch nicht behoben, sondern nur notdürftig geflickt werden. Und ich habe deshalb heute schon drei Mal kostenlos in unserem Garten geduscht. Wir haben nämlich versucht ganz viel Wasser aufzufangen. Jetzt sind alle unsere Wassereimer und die Badewanne randvoll Wasser. Eigentlich sollen wir heute noch in die Stadt fahren um Waterboard den Schaden zu melden und jemanden zu bekommen, der unser Problem beseitigt. Aber noch warten wir …


Eine Sache, die ich in Deutschland schon gut konnte und hier perfektioniert habe, ist meine Geduld und Beharrlichkeit. Ich war heute nicht ein oder gar zwei Mal beim Sekretär des Principals, nein, ich war drei Mal da. Beim ersten Mal wurde ich auf die nahe Zukunft vertröstet und es wurde mir noch in Aussicht gestellt, den Principal zu treffen. Beim zweiten Mal sollte er any minute from now kommen, also habe ich mein Buch durchgelesen und Tagebuch geschrieben. Nachdem ich damit durch war, war ich noch kurz im Computerraum bis zu meinem dritten Besuch. Da wurde mir dann die Hoffnung auf ein heutiges Treffen mit dem Principal genommen. Es wusste zwar niemand, wo er gerade steckte, aber ich solle doch nach Hause gehen und bitte erst morgen wieder kommen. Okay, der Plan, den Principal zu treffen, ist ein weiteres Mal gescheitert. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.



Trotz widriger Umstände konnte ich heute dann doch noch jemanden mit meiner Arbeit glücklich machen. Durch die stille Freiwilligenpost wurde mir übermittelt, dass es bei einer Lehrerin ein Problem mit einem Schloss geben würde. Also habe ich auf dem Weg nach Hause meine Werkzeugkiste mitgenommen und habe mich umgezogen. Ich arbeite nämlich nicht so gerne im Rock, den ich extra für den Besuch beim Principal angezogen hatte. Dann habe ich mich auf den Weg zum Problemfall gemacht. Hier in Malawi werden die Türschlösser oft mit einem Lock-Blocker gesichert, für den man auch noch einen Schlüssel braucht. Und bei der Lehrerin war der Schlüssel leider im Lock-Blocker abgebrochen. Und ich sollte nun die Tür aufbrechen. Tja, wenn ich in Deutschland keine Arbeit finde, dann werde ich wohl Einbrecher. Ich glaube nämlich, dass ich dafür schon ein Bisschen Talent habe. Auf jeden Fall habe ich es tatsächlich ohne Spezialwerkzeug geschafft, die Tür zu öffnen. Und sie ist auch weiterhin benutzbar, ich habe sie also nicht zerstören müssen. Scheinbar war meine Ausbildung doch zu etwas gut und ich habe auch tatsächlich etwas gelernt von meinen Lieblingsgesellen *gg*.


Montag, 22. Februar 2010

Wo ist Harry ???

Die Suche geht weiter. Nachdem ich an den letzten drei Arbeitstagen vergeblich versucht habe, mit dem Principal zu sprechen, bin ich auch heute noch nicht erfolgreich gewesen. Ich bin extra frueh aufgestanden und zum TTC gegangen. Am Freitag hatte ich ihn ja nur um ein paar Minuten verpasst und das sollte mir heute nicht passieren. Tja, bis jetzt ist er aber noch nicht in seinem Office aufgetaucht und es kann mir auch niemand sagen, wann oder ob er euberhaupt kommt. Ich werde die naechste Zeit in circa viertelstuendingen Abstaenden zum Buero gehen und nach ihm sehen. Vielleicht habe ich ja mal Glueck. Wir werden sehen. Angeblich passieren ja manchmal Zeichen und Wunder ...

zwei Wochen Ferien

Die letzte Woche war relativ ereignislos. Ich habe mehrfach versucht mit dem Principal zu reden, nur leider habe ich ihn nie erwischt. Trotzdem habe ich es am Mittwoch (18.02.2010) geschafft, die Bohlen für die Betten für die Hostels aus der Stadt abzuholen. Vorläufig sind sie in meiner Werkstatt gelagert, bis es weiter gehen kann. Ich habe festgestellt, dass Malawier manchmal ziemlich wasserscheu sind. Naja, es hat auch geschüttet, wie aus Eimern, als wir die Bohlen im TTC ausgeladen haben und ich war durchnässt bis auf die Haut. Da konnte ich schon ein Bisschen verstehen, dass wir noch ein Bisschen auf das Nachlassens des Regens gewartet haben, bevor wir aus der Werkstatt nach Hause gefahren wurden. Weil es so doll geregnet hat, wurden die Kinder der Demonstration School früher nach Hause geschickt, weswegen der Fußball-Club für Mädchen ein weiteres Mal ausfallen musste. Naja, ansonsten wäre er wohl auch ziemlich ins Wasser gefallen.

Am Donnerstag (18.02.2010) und Freitag (19.02.2010) habe ich das Büro des Principals besucht, ihn aber beide male nicht angetroffen. Ich habe dann ein Bisschen in meiner Werkstatt herum gewerkelt. Leider gehen mir demnächst die Schrauben für die Stühle aus, so dass ich damit nicht weiter machen kann. Ich habe mich zwar schon darum bemüht hier in Kasungu neue zu bekommen, aber diese Sorte bekommt man wohl leider nur in Lilongwe. Außerdem muss ich sie erst einmal beim Principal beantragen. Aber das werde ich am Montag machen, denn da muss ich sowieso noch einiges mit ihm besprechen. Weil am Freitag der letzte Schultag vor den zweiwöchigen Ferien in der Demonstration School war, wurden die Schüler früher nach Hause geschickt und deshalb musste der Tischler-Club mal wieder ausfallen. Die nächsten zwei Wochen wird es also keine Clubs geben und ich werde ganz viel Zeit haben, die Betten für die Hostels zu bauen und organisatorische Dinge zu regeln.

Am Samstag (20.02.2010) haben wir mal wieder Besuch von einer anderen Freiwilligen aus Karonga bekommen, die auf der Durchreise ist, weil sie in Lilongwe zum Arzt soll. Nachdem wir in der Stadt einkaufen waren, wollten wir dann zu fünft um Lillis Geburtstag noch einmal zu würdigen, Pizza essen gehen. Leider haben wir im Restaurant erfahren, dass hier in Kasungu Käse gerade Mangelware ist, deshalb mussten wir uns mit anderen Gerichten, die zugegebenermaßen auch ziemlich lecker waren, zufrieden geben. Aber wir werden diesen Monat dann wohl noch einen erneuten Versuch starten, um an unsere Pizza zu kommen. Nachdem wir, wie immer in diesem Restaurant, etwas mehr als eine Stunde auf unser Essen gewartet haben und dann alles ganz schnell verputzt haben, wollten wir eigentlich bezahlen und gehen. Doch unsere Pläne wurden von einem Malawier, dem Neffen der Chefin des Restaurants, über den Haufen geworfen. Er wollte uns unbedingt noch Drinks ausgeben und so haben wir uns noch einmal in den Garten gesetzt, es uns gemütlich gemacht und uns mit unserem neuen Freund unterhalten. Irgendwann mussten wir dann aber doch gehen, aber es war ein echt lustiger Ausflug.

Heute (21. Feb. 2010) gab es mal wieder ganz leckere Croissants mit heißer Schokolade von unserem Bäcker zum Frühstück. Danach habe ich mich mit Clara, der Karonga TTC-Freiwilligen, auf den Weg zum Second Hand Markt gemacht. Wir hatten mal wieder Glück und haben einen Lift in die Stadt bekommen. Und dann haben wir alle Stände durchwühlt und sind nicht nur für die geplante Bad-Tast-Party fündig geworden. So langsam wird mein Kleiderschrank ziemlich voll. Aber man braucht ja auch mal Klamotten zum wechseln. Und leider leiden die Stoffe auch oft ziemlich unter dem Handwaschen. Viele Sachen werden wohl Deutschland nicht wieder sehen. Nachdem wir aus der Stadt zurück gekommen sind, haben wir uns einen ruhigen Tag gemacht. Zum Abendessen gab es mal wieder Nsima. Diesmal mit leckerer Kürbiscreme und Tomatensauce. Obwohl mal wieder Stromausfall war, ist das Essen sehr gut geworden. Mr. Lwinga hat uns auch mal wieder besucht und uns zu seinem Garten mitgenommen. Bald ist es so weit, dass wir die G-Nuts ernten können, wobei wir ihm helfen dürfen.