Donnerstag, 25. Februar 2010
Es ist kalt !
Mittwoch, 24. Februar 2010
Und noch ein Schritt und noch ein Schritt …
Frohen Mutes bin ich dann gestern Nachmittag noch einmal zum Principal gegangen. Nach einer minimalen Wartezeit wurde ich mit grossem Erfolg und vielen Kwacha gesegnet. Und auch ein Gefaehrt sollte mir zur Verfuegung gestellt werden. Ja, ich war schon fast auf Wolke sieben.
Das Hochgefuehl hat dann auch noch den ganzen Rest des Tages angehalten, was aber auch noch einen anderen Grund hatte *gg*. Und der Grund waere hiermit ganz lieb gegruesst. Es war gestern definitiv die richtige Entscheidung *g*.
Heute morgen ging die Erfolgsstory dann weiter. Nachdem wir uns von Alina verabschiedet haben, die mal wieder zum Arzt nach Lilongwe gefahren ist, haben Lilli und ich uns ein Wenig zu gemuetlich fertig gemacht, denn unser Fahrer hat uns schon angerufen und vermisst. Aber eigentlich waren wir gar nicht zu spaet, den es war gar keine Zeit abgemacht. Trotzdem kam dann ganz schnell Leben bei uns in die Bude und wir sind ganz schnell zum TTC gegangen. Dort wurde es dann wieder gemuetlicher. Wir haben meinen Supervisor getroffen, der doch leider nicht mit uns in die Stadt fahren konnte. Und zwei Deutsche haben das TTC besucht, denen wir uns auch noch vorstellen durften. Kurze Zeit spaeter sind wir dann tatsaechlich nach Kasungu gefahren. Ich habe auch fast alle Materialien bekommen. Und den Rest kaufen wir dann spaeter. Und somit kann ich tatsaechlich demnaechst anfangen die Betten zu bauen.
Dienstag, 23. Februar 2010
Fotos Nachtrag
Schlafanzug
Secondhandmarkt, das Paradies.
Wie ich schon erzählt habe, war ich am Sonntag mal wieder auf dem Secondhandmarkt. Es ist echt unglaublich, was man da für Sachen findet. Normalerweise gehe ich ja nicht besonders gerne Shoppen, aber hier macht es echt riesig Spaß. Es ist ja auch ganz anders als in Deutschland, es ist ja eher, wie auf den Flohmarkt zu gehen und das mache ich ja ziemlich gerne. Es macht richtig viel Spaß zu handeln, vor allem weil wir mittlerweile ganz gut wissen, welche Preise normal und welche Preise Special-Azungu-Preise sind. So leicht lassen wir uns nicht mehr übers Ohr hauen. Aber hier in Kasungu sie die meisten Leute auch ziemlich fair. An Orten, wo mehr Touristen sind, werden oft auch Touristenpreise verlangt. Ich möchte euch jetzt auch mal ein paar meiner Errungenschaften zeigen. Mein Outfit für die Bad-Taste-Party gibt es natürlich erst nach den Festivitäten. Aber ein paar der anderen Sachen möchte ich euch nicht vorenthalten. Und wo ich die Preise noch weiß, werde ich sie mal in €uro und Kwacha dazu setzen. Komplettes Outfit zum gemuetlichen rumhaengen fuer K 100 = 50 Cent
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich gar nicht so viele Fotos von Klamotten gemacht habe. Also muesst ihr euch mit dem einen zufrieden geben *gg*.
Ich, mein Held des Tages
Eine Sache, die ich in Deutschland schon gut konnte und hier perfektioniert habe, ist meine Geduld und Beharrlichkeit. Ich war heute nicht ein oder gar zwei Mal beim Sekretär des Principals, nein, ich war drei Mal da. Beim ersten Mal wurde ich auf die nahe Zukunft vertröstet und es wurde mir noch in Aussicht gestellt, den Principal zu treffen. Beim zweiten Mal sollte er any minute from now kommen, also habe ich mein Buch durchgelesen und Tagebuch geschrieben. Nachdem ich damit durch war, war ich noch kurz im Computerraum bis zu meinem dritten Besuch. Da wurde mir dann die Hoffnung auf ein heutiges Treffen mit dem Principal genommen. Es wusste zwar niemand, wo er gerade steckte, aber ich solle doch nach Hause gehen und bitte erst morgen wieder kommen. Okay, der Plan, den Principal zu treffen, ist ein weiteres Mal gescheitert. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.
Trotz widriger Umstände konnte ich heute dann doch noch jemanden mit meiner Arbeit glücklich machen. Durch die stille Freiwilligenpost wurde mir übermittelt, dass es bei einer Lehrerin ein Problem mit einem Schloss geben würde. Also habe ich auf dem Weg nach Hause meine Werkzeugkiste mitgenommen und habe mich umgezogen. Ich arbeite nämlich nicht so gerne im Rock, den ich extra für den Besuch beim Principal angezogen hatte. Dann habe ich mich auf den Weg zum Problemfall gemacht. Hier in Malawi werden die Türschlösser oft mit einem Lock-Blocker gesichert, für den man auch noch einen Schlüssel braucht. Und bei der Lehrerin war der Schlüssel leider im Lock-Blocker abgebrochen. Und ich sollte nun die Tür aufbrechen. Tja, wenn ich in Deutschland keine Arbeit finde, dann werde ich wohl Einbrecher. Ich glaube nämlich, dass ich dafür schon ein Bisschen Talent habe. Auf jeden Fall habe ich es tatsächlich ohne Spezialwerkzeug geschafft, die Tür zu öffnen. Und sie ist auch weiterhin benutzbar, ich habe sie also nicht zerstören müssen. Scheinbar war meine Ausbildung doch zu etwas gut und ich habe auch tatsächlich etwas gelernt von meinen Lieblingsgesellen *gg*.
Montag, 22. Februar 2010
Wo ist Harry ???
zwei Wochen Ferien
Die letzte Woche war relativ ereignislos. Ich habe mehrfach versucht mit dem Principal zu reden, nur leider habe ich ihn nie erwischt. Trotzdem habe ich es am Mittwoch (18.02.2010) geschafft, die Bohlen für die Betten für die Hostels aus der Stadt abzuholen. Vorläufig sind sie in meiner Werkstatt gelagert, bis es weiter gehen kann. Ich habe festgestellt, dass Malawier manchmal ziemlich wasserscheu sind. Naja, es hat auch geschüttet, wie aus Eimern, als wir die Bohlen im TTC ausgeladen haben und ich war durchnässt bis auf die Haut. Da konnte ich schon ein Bisschen verstehen, dass wir noch ein Bisschen auf das Nachlassens des Regens gewartet haben, bevor wir aus der Werkstatt nach Hause gefahren wurden. Weil es so doll geregnet hat, wurden die Kinder der Demonstration School früher nach Hause geschickt, weswegen der Fußball-Club für Mädchen ein weiteres Mal ausfallen musste. Naja, ansonsten wäre er wohl auch ziemlich ins Wasser gefallen.
Am Donnerstag (18.02.2010) und Freitag (19.02.2010) habe ich das Büro des Principals besucht, ihn aber beide male nicht angetroffen. Ich habe dann ein Bisschen in meiner Werkstatt herum gewerkelt. Leider gehen mir demnächst die Schrauben für die Stühle aus, so dass ich damit nicht weiter machen kann. Ich habe mich zwar schon darum bemüht hier in Kasungu neue zu bekommen, aber diese Sorte bekommt man wohl leider nur in Lilongwe. Außerdem muss ich sie erst einmal beim Principal beantragen. Aber das werde ich am Montag machen, denn da muss ich sowieso noch einiges mit ihm besprechen. Weil am Freitag der letzte Schultag vor den zweiwöchigen Ferien in der Demonstration School war, wurden die Schüler früher nach Hause geschickt und deshalb musste der Tischler-Club mal wieder ausfallen. Die nächsten zwei Wochen wird es also keine Clubs geben und ich werde ganz viel Zeit haben, die Betten für die Hostels zu bauen und organisatorische Dinge zu regeln.
Am Samstag (20.02.2010) haben wir mal wieder Besuch von einer anderen Freiwilligen aus Karonga bekommen, die auf der Durchreise ist, weil sie in Lilongwe zum Arzt soll. Nachdem wir in der Stadt einkaufen waren, wollten wir dann zu fünft um Lillis Geburtstag noch einmal zu würdigen, Pizza essen gehen. Leider haben wir im Restaurant erfahren, dass hier in Kasungu Käse gerade Mangelware ist, deshalb mussten wir uns mit anderen Gerichten, die zugegebenermaßen auch ziemlich lecker waren, zufrieden geben. Aber wir werden diesen Monat dann wohl noch einen erneuten Versuch starten, um an unsere Pizza zu kommen. Nachdem wir, wie immer in diesem Restaurant, etwas mehr als eine Stunde auf unser Essen gewartet haben und dann alles ganz schnell verputzt haben, wollten wir eigentlich bezahlen und gehen. Doch unsere Pläne wurden von einem Malawier, dem Neffen der Chefin des Restaurants, über den Haufen geworfen. Er wollte uns unbedingt noch Drinks ausgeben und so haben wir uns noch einmal in den Garten gesetzt, es uns gemütlich gemacht und uns mit unserem neuen Freund unterhalten. Irgendwann mussten wir dann aber doch gehen, aber es war ein echt lustiger Ausflug.
Heute (21. Feb. 2010) gab es mal wieder ganz leckere Croissants mit heißer Schokolade von unserem Bäcker zum Frühstück. Danach habe ich mich mit Clara, der Karonga TTC-Freiwilligen, auf den Weg zum Second Hand Markt gemacht. Wir hatten mal wieder Glück und haben einen Lift in die Stadt bekommen. Und dann haben wir alle Stände durchwühlt und sind nicht nur für die geplante Bad-Tast-Party fündig geworden. So langsam wird mein Kleiderschrank ziemlich voll. Aber man braucht ja auch mal Klamotten zum wechseln. Und leider leiden die Stoffe auch oft ziemlich unter dem Handwaschen. Viele Sachen werden wohl Deutschland nicht wieder sehen. Nachdem wir aus der Stadt zurück gekommen sind, haben wir uns einen ruhigen Tag gemacht. Zum Abendessen gab es mal wieder Nsima. Diesmal mit leckerer Kürbiscreme und Tomatensauce. Obwohl mal wieder Stromausfall war, ist das Essen sehr gut geworden. Mr. Lwinga hat uns auch mal wieder besucht und uns zu seinem Garten mitgenommen. Bald ist es so weit, dass wir die G-Nuts ernten können, wobei wir ihm helfen dürfen.