Mittwoch, 30. Dezember 2009
Abmeldung
Regenzeit ist Gartenzeit (29.12.09)
Montag, 28. Dezember 2009
Die Garten-Polizei

Heute waren Lilli und ich ganz fleißige Gärtnerinnen. Angefangen haben wir damit, unser Beet von Unkraut zu befreien, denn seitdem unser Gärtner alles umgegraben hat, ist ja schon wieder eine ganze Zeit vergangen. An einigen Stellen ist das Unkraut auch schon wieder ziemlich hoch gewesen, an einigen Stellen konnte man die Erde vor Unkraut kaum noch sehen. Und da in der Regenzeit jetzt alles sehr schnell wächst, muss man seinen Garten ein Bisschen mehr pflegen. Wir konnten sogar schon anfangen einige Pflanzen aus unseren Baby-Beeten in die großen Beete zu verpflanzen. Morgen sollen wir auch noch eine Tür für den Garten bekommen und eine Beschädigung, die gestern ein Transporter verursacht hat, soll auch noch behoben werden. In Rumphi habe ich mir ein neues T-Shirt gekauft, dass ich zur Gartenarbeit angezogen habe und somit zur Garten-Polizei geworden bin. Und wie es sich für richtige Gärtnerinnen gehört haben wir auch tolle Sonnenhüte getragen. Meinen habe ich beim Wichteln bekommen. Leider krümelt der ein Bisschen. Aber nach harter Gartenarbeit ist man ja sowieso dreckig und geht duschen (und jetzt in der Regenzeit haben wir ja auch fast immer Wasser dazu). Wenn ich Zeit finde, werde ich noch kleine Schildchen machen, auf denen wir dann lesen können, was wir angepflanzt haben, denn viele junge Pflanzen sehen relativ gleich aus. Morgen wird weiter gegärtnert, wenn wir Zeit finden.
Und jetzt noch ein Foto von den zwei fleißigen Gärtnerinnen:
Und ein aelteres Foto von mir beim Feuer machen mit unserem tollen Kocher:Einmal Rumphi und wieder zurück! (23. Bis 26.12.09)

Am 24.12. haben wir dann Namen für den Julklapp gezogen. Unsere Aufgabe bestand darin, „hübsche“ Klamotten für jemand anderen zu finden, dazu sind wir dann alle auf den Klamottenmarkt in Rumphi gegangen. Abends durften wir dann alle unsere Geschenke auspacken. Leider habe ich mein richtiges Packet immer noch nicht. Wahrscheinlich kann ich es auch erst im nächsten Jahr aus Lilongwe abholen. Aber Vorfreude ist ja die schönste Freude! Die Wichtel-/ Julklapp-Geschenke waren ein echter Augenschmaus. Mein Kleid war leider ein Wenig zu eng. Die Fotos von dem Abend habe ich leider noch nicht. Vielleicht kann ich später noch ein paar zeigen. Am 24. haben wir dann noch alle zusammen schön gefeiert. Die Weihnachtsstimmung wollte natürlich immer noch nicht so recht aufkommen. Aber das ist ja auch nicht weiter verwunderlich, wenn man die ganze Zeit in kurzen Sachen herumlaufen kann.
Am 25.12 haben wir uns dann alle erst einmal ausgeruht. Viele waren in der Umgebung spazieren. Rumphi sieht auch nochmal ganz anderes aus als Kasungu. In der Nähe des Hauses der Freiwilligen gibt es einen richtigen Dschungel. Ich war mit ein paar anderen an einem Fluss und da haben wir ganz viele Affen in freier Wildbahn gesehen. Leider hatten wir nicht das Glück auch Krokodile sehen zu können. Aber vielleicht sehe ich die ein anderes Mal.
Den 26.12. haben wir dann für die Rückfahrt genutzt. Wir haben sofort einen Bus nach Mzuzu bekommen und auch von da sind wir ganz gut weiter gekommen. Am Nachmittag waren wir dann wieder in Kasungu.
Jetzt ist Weihnachten überstanden!
Dienstag, 22. Dezember 2009
Froehliche Weihnachten
Mit dem Video werde ich mich mal fuer die Weihnachtstage verabschieden, weil ich nicht weiss, ob ich die naechsten Tage wieder ins Internet komme. Ich wuensche alle schoene Weihnachtstage und dann ein frohes neues Jahr!
es waechst

Montag, 21. Dezember 2009
Weihnachten
Besuch aus Lilongwe (19. und 20.12.2009)
Kalipentala-Club (18.12.09)
Heute bin ich mal wieder früh aufgestanden um rechtzeitig zur Assambly in der Demonstration School zu sein. Leider wurde heute die Nationalhymne wieder auf Chichewa gesungen und ich kann sie bis jetzt nur auf Englisch. S wird wirklich Zeit, dass wir wieder Unterricht bekommen, denn sonst habe ich nicht das Gefühl, dass ich viel dazu lerne. Bei der Assambly habe ich mal wieder meinen Tischler-Club ankündigen lassen. Nachdem es am Montag so gut geklappt hatte, hatte ich heute keine Bedenken. Ich habe mich dann aber schon mal vorher erkundigt, wenn die Schüler Schulschluss haben, damit ich nicht wieder so lange warten muss. Kurz vor 13 Uhr habe ich dann meine Mittagspause beendet und bin in meine Werkstatt gegangen. Da habe ich dann alles vorbereitet. Heute wollte ich nochmal alle Werkzeuge wiederholen und gucken, was bei den Kindern so hängen geblieben ist. Und danach sollten sich selbst aktiv mit der praktischen Arbeit anfangen.
Mit ein Bisschen Verspätung trafen dann die ersten Schüler ein. Ein paar waren schon am Montag da gewesen und ein paar waren neu. Im Laufe der Zeit wurden es dann insgesamt 11 Schüler. Diesmal waren sogar zwei Mädchen dabei. Die Theorie klappte ganz gut, die Werkzeuge wurden größten teils erkannt und richtig benannt. Ich war sehr positiv überrascht. Ein wenig irritiert war ich, als zwei Lehrer der Demonstration School auf einmal in meiner Werkstatt auftauchten. Ich mag es nicht besonders gerne, wenn meine Autorität untergraben wird und das Gefühl hatte ich kurzzeitlich. Einer der Lehrer war Mr. Lwinga, der auch länger blieb und mir dann nur noch assistierte und mich den Unterricht leiten lies. Nach der theoretischen Wiederholung durften meine Schülerchen dann anfangen ihre Bretter auszuhobeln und einen Kitchenstick, also einen Löffel zum Nsima kochen, auszusägen. Leider habe ich nicht genug Werkzeug und Platz für alle 11 gehabt. Aber sie haben sich irgendwie ganz schnell arrangiert. Ich glaube, sie sind es hier gewohnt, dass nicht jeder eine Säge oder einen Hobel bekommen kann. Interessant ist auch die Art und Weise, wie hier die Säge gehandhabt wird. So wie ich es gelernt habe, ist es aber auch manchmal nicht einfach, mit diesen Sägen hier umzugehen.
Nach 1 ½ Stunden habe ich dann die Werkzeuge und die angefangenen Werkstücke eingesammelt und den Unterricht beendet. Da ich heute erfahren habe, dass die Ferien doch erst Mitte nächster Woche anfangen, habe ich mit meinen Schülern für nächste Woche Montag wieder verabredet. Eigentlich wollte ich den Club ja immer nur eine Stunde machen, aber heute habe ich festgestellt, dass dann die Zeit ziemlich knapp wird. Deshalb werde ich mal gucken, ob ich ihn auf zwei Stunden ausdehnen kann.
Auf jeden Fall hat es wieder richtig viel Spaß gemacht und Werkstattgeräusche sind wie Musik in meinen Ohren.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Fußball-Club für Mädchen (16.12.09)

Mittwoch, 16. Dezember 2009
Carpentry Club (14.12.2009)
Aber auch das konnte mir meine Vorfreude aufs Tischlern nicht nehmen. Ich habe dann auch die Werkstatt auf den ersten Unterricht vorbereitet. Als erstes wollte ich mit ein bisschen Theorie anfangen, denn man muss ja erst wissen, was man gerade in der Hand hat, bevor man damit arbeiten kann. Ich habe also ein paar Werkzeuge auf einer Hobelbank verteilt und vor längerer Zeit ja auch schon ein paar Bilder gemalt dazu. Um 13:05 Uhr habe ich die Glocke der Demonstration School gehört und mich darauf eingestellt, meine „Klasse“ in Empfang zu nehmen. Die nächste dreiviertel Stunde tat sich aber leider nichts. Gerade als ich mir überlegt hatte, alles Sachen wieder in ihren Kisten zu verstauen kamen die ersten Schüler in meine Werkstatt. Der Unterricht in der Demo ist ausnahmsweise mal länger gegangen. Nachdem ich ein paar der Jungs, die da in meiner Werkstatt standen, nach ihren Namen gefragt habe, wurde mir klar, dass keiner von ihnen auf meiner Liste stand. Also durften sie sich in eine neue Liste eintragen. Danach habe ich tatsächlich mit zehn Schülern, leider alles nur Jungen, ein Bisschen Unterricht gemacht. Außer dem Hammer und dem Schraubendreher waren keine Werkzeuge bekannt. Aber so habe ich wenigstens ganz viel, was ich ihnen beibringen kann *g*. Nach etwas mehr als einer halben Stunde habe ich den Unterricht dann beendet, weil ich das Gefühl hatte, das die Konzentration und Motivation auf beiden Seiten, also bei mir und bei den Schülern, anfing nachzulassen. Leider sind ja ab Freitag erst einmal wieder Ferien, aber ich habe mir überlegt, am Freitag noch eine Stunde Carpentry-Club zu machen. Heute habe ich dafür schon Material vorbereitet. Vielleicht werde ich die zehn Jungs sowieso in zwei Gruppen aufteilen, weil ich nicht so viel Werkzeug und Hobelbänke habe. Ich bin sowieso gespannt, wer beim nächsten Mal dabei ist. Auf jeden Fall hat mir die Arbeit mit den Kindern echt Spaß gemacht. Und ich freue mich schon auf die nächste Stunde.
Montag, 14. Dezember 2009
Garten und Baby-Beete
So langsam nimmt unser Garten Gestalt an. Auf jeden Fall ist unser Gärtner fleißig am Arbeiten. Er ist die letzten Tage dabei gewesen, erst Löcher zu graben und dann die Pfosten für unseren Zaun einzugraben. Meistens klopft er im Laufe des Vormittags bei uns an die Tür um uns Bescheid zu geben, dass es jetzt zu heiß zum Arbeiten wird und er am nächsten Tag wiederkommen wird. Leider warten wir auch immer noch auf das Gras für unseren Zaun. Mein Supervisor hatte sich eigentlich um alle gekümmert. Aber das Gras wurde immer noch nicht zu uns gebracht. Wir rechnen aber jeden Tag damit.
Aber bis jetzt haben wir auch nur kleine Baby-Beete in unserer Küche in alten Dosen und Pötten angelegt. Erst haben wir sie nicht in Erde gesetzt, sondern nur in feuchtes Toilettenpapier. Hier wächst alles rasend schnell. Unsere Bohnen, die wir eigentlich essen wollten, haben einfach über Nacht gekeimt und werden deshalb nicht mehr gegessen, sondern in kleine Baby-Beete gepflanzt. Auch alle anderen Samen, die wir gekauft haben keimen über Nacht. Nach einem Tag konnte man bei vielen Pflanzen schon große Keimlinge sehen.
Jetzt warten wir auf mehr Regen und unser Gras, damit wir alles im Garten aussähen können. Eben sind mal wieder ein paar Tropfen runter gekommen. Nur leider beginnt in Kasungu die Regenzeit recht spät. Also, eigentlich hat sie ja schon angefangen. Nur leider kommt der Regen immer noch nicht so regelmäßig wie erhofft. Aber angeblich ist auch das hier relativ normal. Leider haben aber viele Malawier schon einiges angebaut und haben jetzt nicht genügend Wasser um es zu bewässern.
Ich hoffe, dass der Regen ordentlich einsetzt, wenn unser Gras da ist. Und ich hoffe, dass das Gras bald kommt …
Mittwoch, 9. Dezember 2009
(7.12.09) Ein Name für Baby-Lwinga und sonst so …
Von Sonntag auf Montag hatten wir ein volles Haus. Nur gut, dass wir die Matratzen, die wir für expressive arts gekauft habe, noch bei uns im Haus lagen. So konnten auch die Freiwilligen aus Rumphi ein gemütliches Nachtlager aufschlagen.

Morgen muss ich mal wieder in meine Werkstatt und ein paar Studenten beaufsichtigen, die mit meinem Akkuschrauber arbeiten wollen. In der letzten Zeit kommt es immer mal wieder vor, dass ich ein Wenig Arbeit bekomme. Und Donnerstag sollen wir wieder nach Lilongwe um Material zu besorgen. Bis jetzt haben wir leider nur das Geld für ein paar Sportutensilien. Aber der Principal müsste auch bald Geld für meinen Bereich bekommen und dann kann ich vielleicht tatsächlich richtig loslegen. Und in der Demonstration School sind auch seit heute die Ferien vorbei und deshalb waren wir mal wieder bei der Assambly. Jetzt kann ich auch mit meinem Fußball- und meinem Tischler-Club anfangen. Naja, beim Fußball wird es sich am Mittwoch zeigen, wie viele dann kommen werden und beim Tischlern am Freitag. Ich bin ja ganz gespannt. Diese Woche könnte echt stressig werden. Mein Wochenplan sieht auf jeden Fall danach aus. Morgen bekommen wir auch noch Besuch von den Koordinatorinnen unserer Organisation.
Und zum Abschluss wünsche ich allen noch einen schönen zweiten Advent.
Montag, 7. Dezember 2009
letzte Woche 3. und 5.12.09
Am Mittwoch habe ich spontan vom Principal erfahren, nur weil ich zufällig etwas von ihm wollte, dass wir am Donnerstag car and driver bekommen könnten um nach Lilongwe zu fahren und die ersten Dinge von unserer Bestellliste zu kaufen. Tja, einige Sachen passieren hier eben ganz spontan. Leider konnten wir keine Zeit erfahren, wann es losgehen sollte, aber der driver would be around. Also haben wir uns mit meinem Supervisor für 7:30 Uhr verabredet, weil das TTC um diese Uhrzeit seine Tore öffnet. Zu unserer großen Überraschung saßen wir dann auch schon um 7:45 Uhr im Auto und waren auf dem Weg nach Lilongwe. Nach einer zügigen Fahrt, mit nur kurzen Zwischenstopps für Essen und trinken, sind wir nach knapp zwei Stunden in unserer Zielstadt angekommen. Dort haben wir dann eine Koordinatorin unserer Organisatorin getroffen, der wir unsere Dokumente übergeben konnten und im Gegenzug haben wir dann das Geld für die Beschaffungen ausgehändigt bekommen. Damit sind wir dann durch verschiedene Läden losgezogen und haben alles besorgt, was wir schon bekommen konnten. Leider gab es einige Sportutensilien nicht vorrätig, als haben wir sie erst einmal bestellt. Aus dem Grund müssen wir wohl noch einmal eine Fahr nach Lilongwe unternehmen. Zum Abschluss haben wir noch Obst und Gemüse für uns auf dem Markt eingekauft. Die Auswahl ist um einiges größer als hier in Kasungu. Jetzt haben wir ganz tolle Orangen, Ananas, Wassermelone und Avocado. Ich hoffe ja immer noch darauf, dass wir im Laufe der Regenzeit hier auch eine größere Auswahl an frischen Sachen bekommen.
(5.12.09)
Heute habe ich mich heute von einem Arzt pieken lassen. Hier ist heute Tag der offenen Tür vom „Theatre for a change“. Und aus dem Grund kann man hier im Collage sich kostenlos auf Aids testen lassen. Und das haben wir alle dann auch mal gemacht. Dass ich kein Aids habe, hat mich jetzt nicht besonders verwundert. Ich habe zwar vorher noch keinen Test machen lassen, aber ich glaube, vorm Blutspenden ist das, neben vielen anderen Sachen, auch schon mal mit getestet worden. Und außerdem hatte ich eigentlich nie unprotected sexual intercourse. Und ich gehe aus mal davon aus, dass die Spritzen, die benutz worden sind, wenn mir Blut abgenommen worden ist und so auch in Ordnung waren.
Alina lässt sich heute die Haare von einer Malawierin machen. Leider wird das teurer als erwartet. Ich bin auch immer noch am überlegen, ob ich mal etwas mit meinen Haaren machen lassen soll. Dreads werden es aber wohl nicht werden. Vielleicht lass ich mir Cornrows oder normale Rastas machen, die man wieder entfernen kann, ohne die Haare abschneiden zu müssen. Ich habe nur im Moment noch Angst davor, dass die Haare davon kaputt gehen könnten. Naja, mal sehen. Ich habe ja noch fast neun Monate Zeit.
Dienstag, 1. Dezember 2009
Jetzt aber wirklich …
Gestern war es morgens um sieben Uhr schon drückend heiß und wir waren total durchgeschwitzt, als wir in der Kirche angekommen sind, die wir gestern mit Einheimischen besucht haben. Zwischenzeitlich waren die Temperaturen kaum auszuhalten. Aber der regen hatte sich schon langsam angekündigt. Und als wir dann von der Kirche nach Hause gegangen sind, fielen die ersten Tropfen. Es hat dann fast den ganzen Nachmittag geregnet und wir waren kurz davor, die Regenzeit jetzt offiziell einzuläuten.
Heute Morgen gab es dann wieder strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel. Beim Weg in die Stadt lief dann der Schweiß in Strömen und wir mussten uns eine Erfrischung gönnen, als wir im ersten Shop waren. Mittags wurde der Himmel immer dunkler. Und nachdem ich meine Mittagsstunde beendet hatte, brach ein riesiges Gewitter los und es gab sintflutartige Regenfälle. Nach nur zwanzig Minuten hatte sich um unser Haus ein riesiger reisender Bach gebildet, wo bis gestern noch eine trockene Wasserrinne war. Auch die Shortcuts zum TTC waren kaum noch begehbar. Zum Glück habe ich eine Regenjacke und Gummistiefel, ansonsten wäre ich wohl nicht trockenen Fußes zum Principal gekommen. Tja, das wird wohl jetzt die nächsten Monate so weiter gehen. Aber hier trocknet auch alles immer wieder sehr schnell. So konnte man heute Morgen keine Spuren von dem gestrigen Regen sehen. Und ich glaube, auch morgen wird alles recht schnell wieder trocken sein.
Montag, 30. November 2009
Es weihnachtet sehr
Eigentlich haben wir uns ganz wohl in unserem Haus gefühlt, so wie es war, als wir hier eingezogen sind. Doch irgendwie wollten wir nicht Alles einfach so von unseren Vorgängern übernehmen, also kamen wir vor einiger Zeit auf die Idee, und neu einzurichten. Und heute haben wir unseren Plan in die Tat umgesetzt. Wir haben festgestellt, dass wir im Chaos machen echt unschlagbar sind. Aber wir haben es auch geschafft, alles wieder so herzurichten, dass wir uns jetzt noch viel wohler hier fühlen können. Immerhin verbringen wir so machen Abend in unserem Spaßzimmer. Und da ich vor nicht allzu langer Zeit Weihnachtsdekoration im Schrank entdeckt habe und in einem der letzten Pakete noch einen Adventskranz und einen Räucherelch bekommen habe, wurde es nun Zeit, alles auszupacken und unser neu eigerichtetes Zimmer zu dekorieren. Bis jetzt ist bei uns aber noch nicht so viel Weihnachtsstimmung zu merken, auch wenn in der Stadt vor einem Laden schon ein aufblasbarer Weihnachtsmann gestanden hat, als wir am Donnerstag einkaufen waren. Es ist wohl leicht nachvollziehbar, dass man schwer in Weihnachtsstimmung kommt, wenn man nachts gegen 22 Uhr noch anfängt zu schwitzen, nur weil man vom Computer aufgestanden ist um etwas zu trinken zu holen. Wir haben nämlich immer noch hochsommerliche Temperaturen. Es dürfen wohl so um die 35° C sein, tagsüber. Die Regenzeit hat auch noch nicht richtig angebrochen, auch wenn es heute mal wieder ein Bisschen Gewitter und Regen gab. Naja, mal sehen wie hier die Advents- und Weihnachtszeit so abläuft…

Heute waren wir noch in der Stadt und haben noch ein klein Wenig Weihnachtsdeko gekauft. Irgendwie ist es total surreal in Sommerklamotten schwitzend vor einem Geschaeft zu stehen, aus dem Weihnachtsmusik schallt. Aber wir werden uns schon daran gewoehnen.
Donnerstag, 26. November 2009
busy (25.11.2009)
Später habe ich dann meine Werkstatt auf Vordermann gebracht, indem ich mich auf ganz malawische Art und Weise von meinen Spänen entledigt habe, sie nämlich kurzerhand in zwei Eimern verbrannt habe. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, die Reste wegzufegen, die Arbeit wartet morgen noch auf mich. Ich musste nämlich ganz schnell zum Japanischunterricht, der von dem japanischen Freiwilligen hier gegeben wird und an dem Alina und ich seit heute teilnehmen. Leider haben wir die erste Stunde verpasst, aber ich glaube, so groß ist der Vorsprung der anderen noch nicht. Heute haben wir uns auch neben Begrüßungen und Vorstellung eher mit der japanischen Kultur beschäftigt. Takayoshi hatte eine anschauliche Power Point Präsentation vorbereitet und ein Bisschen zu Fotos erzählt.
Aber der eigentliche Grund, warum ich heute so beschäftigt war, war das Proposal, das wir gestern abgegeben haben. Von unserer Organisation wird ein Teil unserer Wünsche noch für dieses Jahr genehmigt. Das Problem ist nur, dass wir alles in Eigenregie bis zum 15.12.2009 besorgt und abgewickelt haben müssen. Aber das wird schon klappen. Heute hatten wir deshalb mit meinem Supervisor zwei Meeting und auch morgen müssen wir uns wieder treffen und dann auch noch einmal zum Principal. Vielleicht sollte ich später nicht als Tischler arbeiten, sondern in den Managementbereich gehen. Hier habe ich nach diesem Jahr bestimmt schon ganz viele Erfahrungen darin gesammelt. Ein zweites Problem, bei den bewilligten Materialien ist, dass sie alle nicht für mein Department sind, sondern nur für das Expressive Arts Department von Alina. Aber vielleicht können wir bei dem Principal noch ein gutes Wort einlegen, nur bekommt er leider sein Geld für das TTC erst in Dezember. Aber so lange ist das ja auch nicht mehr hin. Die Zeit rennt hier manchmal einfach viel zu schnell. Aber, wenn man so busy ist, wie wir in den letzten Tagen, dann ist das ja auch kein Wunder, oder ?
Mittwoch, 25. November 2009
Fuer Mama
Eigentlich sollte das Video per mail kommen, das hat aber nicht geklappt. Aber, heute war das Internet und mein Blog gnaedig mit mir und siehe da. Hier ein nachtraegliches Geburtstagsgeschenk
neue Fotos Nkhata Bay
Und das war unser Dorm, in dem wir zu zehnt geschlafen haben.
Es ist geschafft (24.11.09)
Heute haben Alina und ich vormittags mit unseren Supervisorn getroffen, nachdem mehrere von uns geplante Meetings mal wieder abgesagt worden sind. Mr. Lwinga hatte tatsächlich alle Preise besorgt und dank unserer guten Vorarbeit ging es dann auch relativ zügig, unser Proposal fast fertig zu stellen. Leider fehlten noch ein paar Kleinigkeiten. Also haben wir noch ein Treffen für den frühen Nachmittag verabredet, bis zu dem wir die restlichen Preise besorgen wollten. Und wir haben auch das tatsächlich heute geschafft. Da der Principal dann zur erwarteten Zeit noch nicht in war, hatten wir auch noch genügend Zeit alles in unser Dokument einzufügen und es auszudrucken. Leider kam der Principal so spät wieder, dass Alina und ihr Supervisor nicht dabei sein konnten, als wir dem Principal unser Proposal vorgestellt haben. Aber mein Supervisor und ich haben das auch ganz gut zu zweit hinbekommen. Der Principal hat alles abgesegnet und jetzt heißt es für uns wieder warten, denn jetzt muss alles noch von unserer Organisation genehmigt werden. Das Geld für alles fällt ja leider nicht vom Himmel. Aber bin mal ganz vorsichtig zuversichtlich. Bitte drückt uns alle die Daumen, dass alles so läuft, wie wir es uns erhoffen.
Außerdem habe ich heute noch den Studenten vom „Theatre for a change“ beim Erstellen für e-mail-Adressen für den Online-exchange mit der Universität in Aberdeen, Schottland geholfen. Das war zwar ein Wenig anstrengend, doch hat auch viel Spaß gemacht. Morgen werde ich dabei noch einmal assistieren. Immerhin habe ich schon ein paar Erfahrungen mit dem Umgang mit Computern. Bei einigen Studenten hat man nämlich das Gefühl, dass sie zum ersten Mal die Möglichkeit haben, einen Computer zu benutzen. Aber solche Menschen gibt es ja auch in Deutschland, nicht wahr? Ich nenne hier mal keine Namen *gg*. Heute Nachmittag war dann auch wieder ein Treffen des „Theatre for a change“ und ich hatte wieder sehr viel Spaß. So langsam lerne ich auch immer mehr Studenten kennen und kann mir auch Namen und die dazugehörigen Gesichter merken. Und die Activities sind auch immer total lustig. So langsam wird auch die Verbindung zur HIV- und Aidsprävention hergestellt, worüber man ja auch nie genug wissen kann. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf morgen und auf die nächste Woche.
Es ist zwar ein Bisschen schade, dass ich so wenig Sachen im Tischler-Bereich machen kann, aber auch mit den anderen Sachen bin ich gut beschäftigt. Und wenn alles mit dem Proposal klappt, bin ich ja auch hier in Kasungu bald als Tischler unterwegs.
Montag, 23. November 2009
Malaria oder Bilharziose ???

Am Samstag haben wir dann viel Zeit am Strand verbracht und uns auch Nkhata Bay angesehen. Beim Baden haben wir auch versucht mit den hier typischen Einbaum-Kanus zu fahren. Bei den Einheimischen sieht das so leicht aus, aber als wir dann auf dem Stamm saßen, mussten wir feststellen, dass man doch einiges an Balance braucht um auch sitzen zu bleiben. Aber ich habe es tatsächlich geschafft. Kathi und ich sind, als wir mit anderen Freiwilligen in der Stadt waren, von einer Bucht in die Bucht von unserer Lodge geschwommen, während die anderen unsere Sachen mitgenommen und zu Fuß zurück gegangen sind. Den Abend habe ich dann mit ein paar anderen ganz ruhig verbracht.
Sonntag Morgen ging es dann zurück. Nach einem großen Frühstück mit Chips, Salat, Toast und Omelette haben wir uns dann mit den Chipunga-Leuten in einen Minibus gesetzt, der und dann nach einer knappen Stunde Warten nach Mzuzu zurück gebracht hat. Hier haben wir Kasungus plus Ayla gleich einen großen Bus bestiegen. Leider mussten wir 3 ½ Stunden darauf warten bis der Bus endlich losfuhr. Und dann waren wir nach 3 ¾ Stunden Fahrt, einem kurzen Fußweg und in stockfinsterer Nacht angekommen.
Meine Füße sind jetzt total kaputt, viele rote Punkte. Entweder das waren Mücken oder Bilzharziose-Viecher. Aber ich bleibe trotzdem gesund!!! Und notfalls gibt es ja noch das Karantaenezimmer zuhause ... Das Foto ist von den Farben ein Wenig schlecht, weil ich das noch gestern Nacht gemacht habe, aber die ganzen Punkte kann man ja gut erkennen.

Freitag, 20. November 2009
Abmeldung
Fotos
Das Foto zeigt eine Gruppe bei der malawischen Nacht, leider habe ich kaum gute Fotots davon, weil sowohl Alinas, als auch meine Kamera noch ein paar Minuten auf Grund von Akku-shortage nicht mehr benutzt werden konnten ...
Hier ist nochmal ein Foto von unserem Kasungu-mountain-Tag. Links vor der Besteigung und rechts danach. Und fuer Otte: das in der Mitte ist die Alina
Und hier ein Raetselfoto, dass ich nach dem Schlossaustauschen aufgenommen habe. Wo liegt der Unterschied dieser beiden Schloesser, wenn man mal von der Farbe absieht ? Und wer den Unterschied gefunden hat, wird vielleicht auch wissen, warum ich so viel Spass (*Achtung Inronie !!*) beim Austauschen der Schloesser hatte.Donnerstag, 19. November 2009
Arbeit und malawische Nacht
Gestern Morgen haben wir endlich unsere Verstaerkung, in Form von Lilly, einer weiteren deutschen Freiwilligen bekommen. Eigentlich wollte sie nach Mali, doch weil es da zu gefaehrlich fuer Deutsche ist, konnten die Freiwilligen nicht dorthin ausreisen. Und da hier noch eine Stelle frei war, ist Lilly zu uns gekommen. Wir haben ihr hier dann hier die ersten Sachen gezeigt und abends sind wir zu einer malawischen Nacht gegangen, die fuer Besucher aus Norwegen und das TTC in der Assambly Hall veranstaltet wurde. Wir haben uns die Taenze, Poems und Lieder angeguckt und viel Spass gehabt. Auch dazu kann ich vielleicht noch spaeter ein paar Fotos zeigen. Leider hat Alina die ganzen Fotos noch auf der Camera. Aber vielleicht komme ich in den naechsten tagen dazu euch ein paar zu zeigen.
Dienstag, 17. November 2009
Theater for a change
Samstag, 14. November 2009
Gender-Workshop 13. und 14.11.09
An allen staatlichen TTCs werden zur Zeit Gender-Workshops angeboten um die Chancen von Frauen und Männern anzugleichen und auf Gender issues aufmerksam zu machen. Und da Alina und ich zur Zeit zu den members of staff vom TTC Kasungu gehören und hier gestern und heute so ein Workshop stattfindet, dürfen wir daran teilnehmen. Da wir von dem anderen Workshop vorgestern ein wenig enttäuscht waren, sind wir mit geringen Erwartungen zu dem Workshop gestern gegangen. Aber auch gestern wurden unserer Erwartungen nicht erfüllt, sie wurden übertroffen. Bis zum Mittag war das Programm äußerst interessant und informativ. Und es bestand auch nicht aus einem langen Vortrag, sondern wir konnten in kleinen Gruppen alles selbst erarbeiten. So muss ein Workshop sein. Nach dem Mittag fiel uns dann die Partizipation ein wenig schwerer, weil wir uns gerne noch ausgeruht hätten, aber es wäre schade gewesen, wenn wir etwas verpasst hätten, außerdem wäre das ziemlich aufgefallen *gg*. Es ist schon interessant, wenn Lehrer unter sich sind, wobei mir aufgefallen ist, dass es kaum Unterschiede zu einer deutschen Schulveranstaltung gibt. Sobald Lehrer unter sich sind, kann die Atmosphäre auch mal wie in einer Schulklasse voller Schüler werden. Aber wir hatten auch unseren Spaß.
Heute war dann der zweite Teil. Nachdem eine ausfuehrliche Zusammenfassung von den Ereignissen gestern gegeben worden ist, haben wir uns heute mit den Stereotypen in Aufgabenstellungen in Shulbuechen auseinander gesetzt und spaeter einen Workplan erstellt, mit dem die Gender-issues hier im TTC bekaempft werden sollen. Da wir die Mittagspause ausfiel, durften wir frueher gehen und haben so noch ganz viel vom Wochenende ueber.
Freitag, 13. November 2009
Alinas Geburtstagsparty (11.11.09) und Workshop (12.11.09)
Am Donnerstag durften wir an einem Workshop zum Thema “School health & nutrition” teilnehmen. Leider haben wir nur die Hälfte verstanden, weil das meiste auf Chichewa war. Aber die englischen Handouts waren auch schon sehr informativ. Wir müssen unbedingt an unseren Chichewa-Kenntnissen arbeiten. Um ein paar praktische Sätze zu lernen, hängen wir jetzt ganz viele Zettelchen in unsrem Haus auf. Und es funktioniert tatsächlich. Mein längster Satz auf Chichewa ist wohl “Ayi sindine wokwatiwa koma ndili ndi chibwenzi dzina lake Ove”. Und jetzt dürft ihr mal raten, was das bedeutet !
Am Freitag und Samstag haben wir dann noch einen Workshop zum Thema “Gender”, der hoffentlich auf Englisch sein wird. Ansonsten könnte die Zeit von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags für uns ziemlich lang und anstrengend werden.
Donnerstag, 12. November 2009
Alinas Geburtstag
Montag, 9. November 2009
Regenzeit
Samstag, 7. November 2009
Carpentry Club (6.November 2009)
Erstmal möchte ich mich für meine Schreibfaulität entschuldigen. Manchmal überfällt sie auch mich *gg*.
Nachdem ich die letzten Tage dazu genutzt habe, meine Werkstatt auf Vordermann zu bringen, sollte es heute endlich so weit sein. Ich habe mich auf meine erste Unterrichtsstunde vorbereitet, indem ich ein paar Werkzeuge gezeichnet habe und mir überlegt habe, womit man denn am besten anfängt. Von Hanna hatte ich erfahren, dass es ganz sinnvoll wäre mit Sägeübungen und so weiter anzufangen, also habe ich Material dafür vorbereitet.
Der Tag hätte heute so schön werden können. Die Sonne schien schon, als ich aufgestanden bin und ich konnte in kurzen Sachen zur Demonstration School zur Assambly gehen. Ach ja, ist ja immer so, ich bin ja in Afrika und wir haben noch Trockenzeit… Bei der Assambly wurde noch mal daran erinnert, dass heute der Carpentry-Club starten würde und dass ich in der ersten Pause kommen würde, damit alle Interessierten sich in meine Liste eintragen können. Überpünktlich saß ich dann auch wieder in der Schule und habe mir schon Gedanken gemacht, ob es wieder so viele werden würden, wie beim Fußball. Aber jetzt hatte ich ja die Klassen eingeschränkt. Ich wollte nur welche aus Standard seven and eight. Der Headteacher hat daraus leider six and seven gemacht. Trotzdem war ich noch guter Dinge, denn bei Hanna hatten sich auch nur insgesamt 15 Schüler und Schülerinnen gemeldet. Aber …. Zu früh gefreut. Mein platz in der Liste reichte nicht aus. Zum Schluss hatte ich 44 Namen notiert (immerhin nicht so viele wie beim Fußball *g*). Dann habe ich mit ein paar Schülern zusammen die Werkzeugkisten in meine Werkstatt gebracht. In “nur“ zwei Stunden habe ich es geschafft, alles einmal aus- und wieder sortiert einzuräumen und eine Werkzeugliste anzulegen. Dann habe ich erst einmal Mittagspause gemacht um mich zu stärken und zu erholen.
Leider konnte ich nicht richtig abschalten, denn ich hatte ja das Problem mit den vielen Schülern noch nicht gelöst. Theoretisch ist für zwölf Leute Platz an den Hobelbänken in der Werkstatt, für ungefähr sechs gibt es dann auch genug Werkzeug. Also habe ich beschlossen, nur die Standard seven Schüler zu “unterrichten”, denn das sind neun und das wird schon irgendwie klappen. Also hätte ich die anderen 35 Schüler davon überzeugen müssen, nach Hause zu gehen und sie auf später vertrösten.
Aber, weil ich ja hier in Malawi bin, kam natürlich alles ganz anders. Ich bin extra früher in die Werkstatt gegangen und habe schon mal die Werkzeuge und Material rausgesucht. Und wie passen jetzt 44 Schüler in meine kleine Werkstatt? Ganz einfach, indem sie nicht kommen. Nachdem ich vergebens eine ¾ Stunde gewartet habe, bin ich lieber nach Hause gegangen. Man gut, ich habe zwei mal den Club in der Demonstration School ankündigen lassen *g*. Vielleicht wird es ja nächste Woche etwas.
Zwei interessante Sachen sind heute noch passiert. Ich habe den Tischler des TTCs kennengelernt. Ja, ihr lest richtig, es gibt tatsächlich einen. Er wohnt in Kasungu und kommt nur her, wenn es Arbeit gibt. Ist ja auch schön, dass ich baden nach zwei Monaten mal kennenlerne. Aber ab nächster Woche werden wir wohl zusammen arbeiten. Und das Material muss ich, laut ihm, besser selber besorgen oder über den DED besorgen lassen, denn beim Principal kann man ewig darauf warten.
Und das zweite Neue ist, dass es heute geregnet hat. Heute Morgen dachte ich schon, dass es nach Regen aussieht. Natürlich habe ich das eher mit einem Schmunzeln gedacht, den immerhin bin ich in Afrika. Aber als ich heute Mittag dann in die Werkstatt gegangen bin, kamen tatsächlich ein paar Regentropfen vom Himmel und außerdem hört man die ganze Zeit lautes Donnergrollen. So langsam kommt wohl die Regenzeit. Ich freue mich ja schon riesig darauf, endlich zu erfahren, wie das ist.
Dienstag, 3. November 2009
Geld
Vorhin war ich schon beim Principal um das Geld fuer meine Werkstattschloesser wieder zu bekommen. Leider habe ich die Rechnung zuahuse vergessen. Also werde ich morgen einen neuen Versuch starten, um an mein geld zu kommen. Immerhin wurde mir das Geld schon bewilligt.
Geld hier in Malawi ist sowieso ein interessantes Thema. Mein Supervisor hat ein Bett fuer die neue Freiwillige, die in zwei Wochen zu uns kommt gebaut. Das Bett hat 4650 malawische Kwacha gekostet, was umgerechnet ungefaehr 23,25 € entspricht. In Deutschland koennte man damit ungefaehr eine halbe Gesellenstunde oder eine Lehrlingsstunde bezahlen (auf jeden Fall haben wir so immer in der Berufsschule kalkuliert). Aber wir haben festgelstellt, dass es hier eigentlich nicht viel bringt, in Euro umzurechenen. Es ist viel sinnvoller zu gucken, was man fuer 4650 Kwacha sonst bekommen koennte.
So bezahlt man zum Beispiel:
- eine Packung Kippen fuer K 200 (1 €)
- einen zwei Meter langen Stoff fuer K 400 (2 €)
- eine grosse Schale voll Kartoffeln fuer K 200 (1 €)
- zwei Haende voll Ocra fuer K 60 (0,30 €)
- eine Kabazafahrt in die Stadt oder zureueck K 70 (0,35 €)
- ein Brot K 100 (0,50 €)
- ein Ei K 30 (0,15 €)
(Wenn ich Zeit und Lust habe, wenn ich zuhause bin, werde ich Mal Fotos von den Mengen machen, die man fuer bestimmte Preise bekommt)
In Deutschland wird meist darauf geachtet, dass man anderen Leuten nicht zeigt, wie viel Geld man hat oder gerade bei sich traegt. Hier in Malawi sieht man oefter Leute mit ganzen Buendeln Geldscheinen in der Hand herumlaufen. Das ist ja aber auch kein Wunder, denn man bezahlt ja auch immer hohe Betraege. So kommt es schon haeufiger vor, dass man im Supermarkt an der Kasse mal ueber 2000 Kwacha bezahlen muss. Viele Sachen, die man in Supermaerkten kauft, kommen nicht aus Malawi, sondern sind importiert aus Suedafrika oder anderen afrikanischen Laendern und deshalb entsprechend teuer. Wie verziechten hier zwar auf viel, aber von einigen „Luxusguetern“ moechte man doch nicht die Finger lassen. Die „Luxusgueter“ sind in unserem Fall echte Milch (kein Milchpulver, das aber auch nicht gerade billig ist), Nudeln (die wir aber relativ selten essen) und Ketchup (auf den wir allerdings auch mittlerweile haeufiger verzichten).
Montag, 2. November 2009
Essen in Malawi 1.11.2009
In Deutschland war ich zugegebenermaßen ein ziemlicher Fast-Food-Junkie, was hier in Malawi, und vor allem in Kasungu, (leider) nicht möglich ist. Seitdem wir unser Haus bezogen haben, sieht man mich täglich in der Küche stehen und kochen. Meistens teile ich mir die Arbeit mit Alina, mit der ich mich jetzt richtig gut verstehe, doch da sie diese Woche in Mua ist, bin ich ganz allein. Es bringt echt Spaß hier zu kochen und außerdem ist es die billigste Variante, sich selbst zu versorgen und abwechslungsreicher als jeden tag nur Brot zu essen. Aber, ob ich in Deutschland täglich am Herd stehen werde, ist fraglich…
Und jetzt zum veränderten Geschmack. In Deutschland habe ich Tomaten nur ungern gegessen, Käse nur, wenn er geschmolzen auf Pizza war und mit Bananen konnte man mich jagen. Mittlerweile gehören Tomaten zu meinem Lieblingsessen und jeden Tag mit auf den Teller und das nicht in Form von Ketchup, wie ich es gerne in Deutschland bis zum Umfallen zelebriert habe. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Tomaten hier richtig frisch sind und auf jeden Fall viel besser schmecken, als in Deutschland.
Der Grund, warum ich hier voll auf Käse abfahre, kann aber nicht der gleiche sein, denn Käse und auch Milch sind hier schwer zu bekommen und recht teuer, was zum einen wohl an der weitverbreiteten Lactoseintoleranz der Malawier liegt und zum anderen daran, dass es hier kam Milchkühe gibt. Ich glaube eher, das liegt daran, dass Milchprodukte hier so schwer zu bekommen sind und man sie deshalb viel mehr schätzt. Und mit Käse verbinde ich auch hier hauptsächlich Pizza. Und die könnte ich gut mal wieder essen.
Und jetzt zu den Bananen. In Deutschland hatte ich eine akute Bananenintoleranz. Nicht einmal getrocknet im Müsli habe ich sie gegessen. Schon vor dem Geruch und der Konsistenz habe ich mich geekelt. Dann habe ich hier aus versehen Bananenkuchen gegessen und die Bananen nicht heraus geschmeckt. Und jeder hier behauptet, dass die Bananen in Malawi ja auch viel besser schmecken würden, als sonst wo. Und dann am Donnerstag, als wir mit Mr. Lwinga erst bei der Tischlerei und dann in der Stadt waren, hat Alina sich überreden lassen, Bananen zu kaufen. Bis heute lagen die Bananen bei uns in der Küche auf der Arbeitsplatte und Alina will sie nicht essen, weil sie genauso wenig wie ich, Bananen mag. Jetzt ist Alina für eine Woche weg und ich werfe nicht gerne Essen weg und ich weiß nicht, ob sich die Bananen eine Woche lang halten (sie sehen schon jetzt nicht mehr gut aus). Naja, und da ich ja von meinem veränderten Geschmacksinn gesprochen habe, liegt wohl nahe, dass ich eine Banane probiert habe und sie nicht ganz so abstoßend fand, wie ich gedacht habe. Tja, das wird bestimmt nicht mein Lieblingsessen, aber eine halbe Banane kann ich schon mal essen…
Und jetzt noch eine Sache, die nicht unbedingt nur was mit Verhalten oder Geschmack zu tun hat, sondern eher mit Überzeugung. Seitdem ich in Kasungu bin, bin ich Vegetarier. Ich habe zwar noch ein Mal Fisch gegessen und würde es in der gleichen Situation eventuell auch noch mal machen, denn ich wurde von einer Lehrerin hier eingeladen und hätte es als zu unhöflich gefunden, wenn ich abgelehnt hätte. Nicht jeder Malawier wurde schon mal mit einem Vegetarier konfrontiert und manchmal ist es schwer zu erklären, warum man keine Tiere isst. Ich finde es ethisch nicht korrekt, andere Lebewesen zu essen. Auch möchte ich nicht daran Schuld sein, dass andere Lebewesen getötet oder schlecht gehalten werden. Konsequenter Weise müsste ich mich also vegan ernähren, was aber in der Praxis nicht immer einfach umzusetzen ist. Hier in Malawi werden aber wohl fast alle Tiere artgerecht gehalten. Immerhin laufen die Hühner hier frei rum. Und mit frei ist hier fast komplett frei gemeint, denn wenn sie wollen, könnten sie mich sogar in unserem Haus besuchen… Uns so viele andere tierische Produkte nehmen wir hier gar nicht zu uns, wenn man mal von der Milch und den Eiern im Brot absehen.
Tja, Kreske, ich glaube, ich werde somit wohl genauso intolerant wie du. Dann können wir ja, wenn ich dich besuchen komme, gemeinsam Sambal-Olek-Brot essen :-).
Trip to Salima 30.10.2009
Endlich am See angekommen, wurde dieser erst einmal bestaunt, weil viele Kinder noch nie da gewesen sind, und dann zu Mittag gegessen. Alina und ich hatten uns natürlich nicht genug eingepackt. Wir haben auch nicht geahnt, dass wir ein ganzes Menü hätten mitbringen sollen. Aber wir hatten schon auf der Busfahrt Chips (Kartoffeln) und Salat gekauft und gegessen, also hatten wir sowieso keinen Hunger. Danach durften die Kinder und wir dann baden gehen.
Nachdem alle Kinder wieder eingesammelt worden waren, ging es wieder zurück nach Kasungu. Die Rückfahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Und als wir ankamen war schon halb 9. Eigentlich hätten wir zwei Stunden früher zurück sein sollen. Aber das ist eben Malawi.
Der Mond und ich
Tischler - Kirche
Vom Krankenhaus sind wir an einer Kirche vorbei zu einem Father nach Hause gegangen. Er hat eine Tischler-Schule aufgebaut, die mir Mr. Lwinga zeigen wollte. An den ersten Maschinen, die ich gesehen habe, würde ich nicht unbedingt freiwillig arbeiten. Sie sahen eher aus, wie aus dem vorletzten Jahrhundert. In der Ausbildungswerkstatt sah es dann schon besser aus und dort wurde auch gearbeitet. Ich habe mich gleich zuhause gefühlt, als ich den Dickenhobel und die Kreissäge gehört habe J. Man hätte mich gerne gleich dabehalten zum arbeiten. Aber wir wollten noch in den Heilpflanzengarten, der zum Krankenhaus der Kirche des Fathers (na, mitgekommen ?*gg*) gehört. Hier wurde uns dann einiges über die Pflanzen und ihre heilende Wirkung erzählt. Es war auch alles sehr interessant, nur leider wurde unsere Zeit knapp, weil Alina zum Unterricht ins TTC musste. Wir haben uns dann ganz schnell Kabazas geschnappt und haben uns auf den Weg gemacht. Der Rest des Tages war dann nicht mehr so spektakulär.
Ich bin tatsächlich mit meinen Planungen ein Wenig weiter gekommen und habe heute gesehen, dass es fünf statt zwei Fußbällen gibt. Und heute Abend haben wir wieder mit unserem Kohle-Kocher gekocht, nachdem mitten beim Kochen der Strom mal wieder weg war. Mittlerweile brauche ich keine fünf Minuten mehr, bis der Kocher einsatzbereit ist. Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich auch nur noch mit Kohle kochen. Das bringt richtig viel Spaß.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Gule Wankulu 27.10.2009
Oh Wunder, wir waren tatsächlich bei echten Gule Wankulu-Tänzen. Nachdem wir mehrfach versetzt worden waren haben wir es am 27.10.2009 wirklich geschafft. Pünktlich standen wir vor Mr. Lwingas Haus, der leider nicht da war, aber, oh Wunder, gerade zurück kam. Wir konnten es kaum glauben, dass endlich der lang ehrsehnte Tag gekommen sein sollte. Freudig haben wir uns dann zu dritt (Mr. Lwinga, Alina und ich) auf den Weg zu einem Dorf, direkt vor den Toren unseres Campus, gemacht. Nachdem wir vorgestellt worden sind, durften wir uns zu den Zuschauern gesellen und sogar Fotos machen. Wir konnten es kaum erwarten, dass es losgehen sollte.
Bei dem Fest, dem wir beigewohnt haben, wurden drei neue Chiefs in ihr Amt eingeführt. In Malawi wird sowas noch sehr traditionell mit Tänzen und Gesang begleitet. Wir hatten sehr viel Spaß dabei, an der Zeremonie teilzunehmen und ich habe auch einige Sachen, die ich letzte Woche in Mua gelernt habe, wieder erkannt und konnte einen Teil meines Wissens an Alina weitergeben. Und wir waren nicht nur Zuschauer, wir habe auch, wie es hier üblich ist, den Chiefs und Tänzern Geld gespendet. Die Masken waren größtenteils ziemlich einfach, aber gut gemacht. Leider kannten wir nicht alle Bedeutungen des Dargestellten. Als alles vorbei war haben wir uns noch mit ein paar Malawiern unterhalten und waren noch ein Bisschen im Dorf unterwegs. Leider war diese Feier nur eine ganz kleine (aber fein) und wir hoffen darauf, dass wir nochmal bei einer größeren dabei sein können. Wir sind ja noch zehn Monate hier …
Ansonsten habe ich jetzt angefangen meine Werkzeuge in meine Werkstatt zu bringen und mich einzurichten. In den nächsten Tagen werde ich da mal ordentlich aufräumen und alles herrichten. Außerdem werde ich mit meinem Supervisor zusammen ein Bett für die neue Freiwillige bauen. Und morgen sollen wir uns eine Kirche und Tischlerei in der Stadt angucken und das frischgeborene Baby von Mr. Lwinga und seiner Frau. Die nächste Zeit werde ich ganz viel Organisatorisches erledigen, damit ich dann arbeiten kann. Auch mein Fußballclub soll ab Montag starten, wenn dann die Liste endlich raus ist. Und Freitag sollen wir mit einer Schulklasse der Demonstration School einen Ausflug nach Salima machen. Wir freuen uns schon auf alles und hoffen, dass auch alles klappt, so wie es geplant ist.
Und an dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die meinen Blog lesen und bei denen, die mir Mails schreiben. Und ich würde mich echt freuen, wenn ich noch von ein paar Leuten mehr hören würde. Ich möchte hier ja keine Namen nennen, nicht wahr Herr Schwabenprinz *g*.
Montag, 26. Oktober 2009
Kasungu Nationalpark 25.10.09
Später sind wir noch auf deutsche Studenten getroffen. So gegen Mittag sind wir dann zurück zu unserem Ausgangspunkt gegangen und haben es uns auf der Terrasse in der Sonne gemütlich gemacht. Und wie versprochen sind die Elefanten aufgetaucht. Erst waren nur zwei Bullen zu sehen und einige Minuten später kamen noch zwei Kühe mit Kleinen. Jetzt haben wir tatsächlich unsere ersten wilden Tiere in freier Wildbahn gesehen. Es ist schon ein Wenig unwirklich so nah an (relativ) freilaufenden Elefanten und Hippos zu sein.
Und wir hatten auch zuhause mal wieder tierischen Besuch. Diesmal war es ein zweischwaenziger Gekko, der unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Uns so sah er aus.

Ich habe Feuer gemacht!
@ Otte: Man gewöhnt sich an alles. Das Getier wird einfach unter Schalen und Dosen eingesperrt oder mit DOOM unschädlich gemacht. Nachts bekomm ich von ihnen nicht viel mit, nur wenn man mal übern Flur läuft. In meinem Zimmer hatte ich noch keine Kakerlake, aber eine Ameisenstraße im Schrank. Nerviger als die kleinen Tiere sind die Hühner und Hunde. Die Hühner wecken einen gerne mal so gegen 5 Uhr, wohingegen die Hunde die ganze Nacht durch heulen, bellen und knurren. Sie klingen meistens nicht ihrer Größe entsprechend laut, sondern zehn Mal größer und gefährlicher. Und letztes Jahr wurde hier ja auch schon eine Freiwillige von einem Hund gebissen. Nachts sollte man immer Steine dabei haben, um Hunde abzuwehren.
Die Hühner gehen nachts in ihre Häuser schlafen, sind aber sehr früh schon wieder unterwegs. Hute morgen saß ein Hahn direkt vor meinem Fenster und war lauter als mein Hörspiel, dass ich angemacht hatte um noch ein Wenig Schlaf zu bekommen. Als ich mein Hörspiel wegen dem Hahn nicht verstehen konnte, bin ich hinaus gegangen um das Sch***-Vieh zu vertreiben.







