Mittwoch, 30. Dezember 2009

Abmeldung

So, da ich es eben vergessen habe:
ich fahre fuer die naechsten Tage nach Lilongwe. Geplant ist eigentlich, dass ich am 1.1. wieder zurueck bin. Also wuensche ich jetzt schon mal allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alle Gute !!!

Foto Rumphi


Regenzeit ist Gartenzeit (29.12.09)

Hier in Malawi hat fast jeder seinen eigenen Garten, in dem Obst, Gemüse und alles was es so gibt, angebaut wird. Auch wir gehören ja zu den stolzen Besitzern eines kleinen Gärtchens. Und seit ein paar Tagen sind wir auch fleißige Gärtnerinnen. Die erste Zeit waren unsere Gartenwerkzeuge relativ simpel. Wir hatten unsere Hände, Löffel und Gabeln. Und damit kamen wir eigentlich auch super zurecht. Nur muss man hier alles auf kleine Häufchen pflanzen, weil sonst alles vom starken Regen weggeschwemmt wird oder ersäuft. Und es war schon recht mühsam das alles ohne richtiges Werkzeug hinzubekommen. Also haben wir uns gestern auf dem Markt ein kleines Hackenvorderteil gekauft, den Stiel werde ich später noch selber in der Werkstatt bauen, nur habe ich zurzeit meine Schlüssel verliehen und komme nicht an mein Werkzeug. Heute haben wir das Hackendings dann ohne Stiel benutzt, was auch ohne größere Probleme ging. So langsam nimmt unser Garten immer mehr Gestalt an und wenn die Sonne nicht zu doll scheint, oder es nicht gerade regnet, sind wir häufig in unserem Garten anzutreffen. Oft haben wir Besuch von kleinen Nachbarskindern, die auch gerne helfen wollen. Heute habe ich mich mal eigecremt, als ich in den Garten gegangen bin, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme. Und siehe da, ich habe an einer ganz neuen, nicht eingecremten Stelle einen schönen dollen Sonnenbrand bekommen. Mein unterer Rücken ist krebsrot und tut mittlerweile auch weh, weil ich vorhin die ganze Zeit darauf lag. Aber das geht ja auch ganz schnell wieder vorbei. Und ich bin ja auch selber Schuld. Ich habe im Garten noch daran gedacht, dass mein T-Shirt die ganze Zeit hochrutscht und ich bestimmt Sonnenbrand bekommen werde. Das hat mich aber nicht dazu veranlasst mir etwas anderes anzuziehen oder mich ein zu cremen, also habe ich jetzt den Sonnenbrand auch verdient.

Etwas, was mir an der Regenzeit gerade nicht so gut gefällt ist, dass unser Haus undicht ist. Im Spaßzimmer regnet es mittlerweile vier Stellen durch, genau wie in meinem Zimmer. Aber ich habe überall etwas untergestellt und so lange es nicht ins Bett tropft, will ich zufrieden sein.
Fotos gibt es wahrscheinlich spaeter, denn das Internet ist heute ganz langsam

Montag, 28. Dezember 2009

Die Garten-Polizei

*freu* Unser Zaun um unseren Garten ist endlich fertig! *freu*
Heute waren Lilli und ich ganz fleißige Gärtnerinnen. Angefangen haben wir damit, unser Beet von Unkraut zu befreien, denn seitdem unser Gärtner alles umgegraben hat, ist ja schon wieder eine ganze Zeit vergangen. An einigen Stellen ist das Unkraut auch schon wieder ziemlich hoch gewesen, an einigen Stellen konnte man die Erde vor Unkraut kaum noch sehen. Und da in der Regenzeit jetzt alles sehr schnell wächst, muss man seinen Garten ein Bisschen mehr pflegen. Wir konnten sogar schon anfangen einige Pflanzen aus unseren Baby-Beeten in die großen Beete zu verpflanzen. Morgen sollen wir auch noch eine Tür für den Garten bekommen und eine Beschädigung, die gestern ein Transporter verursacht hat, soll auch noch behoben werden. In Rumphi habe ich mir ein neues T-Shirt gekauft, dass ich zur Gartenarbeit angezogen habe und somit zur Garten-Polizei geworden bin. Und wie es sich für richtige Gärtnerinnen gehört haben wir auch tolle Sonnenhüte getragen. Meinen habe ich beim Wichteln bekommen. Leider krümelt der ein Bisschen. Aber nach harter Gartenarbeit ist man ja sowieso dreckig und geht duschen (und jetzt in der Regenzeit haben wir ja auch fast immer Wasser dazu). Wenn ich Zeit finde, werde ich noch kleine Schildchen machen, auf denen wir dann lesen können, was wir angepflanzt haben, denn viele junge Pflanzen sehen relativ gleich aus. Morgen wird weiter gegärtnert, wenn wir Zeit finden.
Und jetzt noch ein Foto von den zwei fleißigen Gärtnerinnen: Und noch ein Foto vom neuesten Babygecko, den ich heute bei uns im haus gefunden habe: Und ein aelteres Foto von mir beim Feuer machen mit unserem tollen Kocher:

Einmal Rumphi und wieder zurück! (23. Bis 26.12.09)

Am 23.12. sind wir nach Rumphi gefahren um mit ganz vielen anderen Freiwilligen Weihnachten zu feiern, weil wir ja leider nicht nach Chitipa konnten. Um noch im hellen anzukommen, sind wir früh losgefahren. Nach einigen Schwierigkeiten saßen und standen wir dann endlich in einem Bus nach Mzuzu. Leider war es kein Direktbus, warum wir dann auch erst nach fünf Stunden am Busdepot in Mzuzu angekommen sind. Dort sind haben wir dann ganz viele andere Freiwillige getroffen. Wir haben uns dann zu einer großen Gruppe zusammen geschlossen und haben gemeinsam einen Minibus genommen, der war dann auch voll belegt. Die Fahrt nach Rumphi dauerte dann nur noch eine Stunde. Im Haus der Freiwilligen war schon viel los. Zum Abendessen sind wir dann in mehreren Gruppen in mehrere Restaurant gegangen, weil in einem nicht genug Platz für uns gewesen wäre. Und das haben wir gegessen …
Am 24.12. haben wir dann Namen für den Julklapp gezogen. Unsere Aufgabe bestand darin, „hübsche“ Klamotten für jemand anderen zu finden, dazu sind wir dann alle auf den Klamottenmarkt in Rumphi gegangen. Abends durften wir dann alle unsere Geschenke auspacken. Leider habe ich mein richtiges Packet immer noch nicht. Wahrscheinlich kann ich es auch erst im nächsten Jahr aus Lilongwe abholen. Aber Vorfreude ist ja die schönste Freude! Die Wichtel-/ Julklapp-Geschenke waren ein echter Augenschmaus. Mein Kleid war leider ein Wenig zu eng. Die Fotos von dem Abend habe ich leider noch nicht. Vielleicht kann ich später noch ein paar zeigen. Am 24. haben wir dann noch alle zusammen schön gefeiert. Die Weihnachtsstimmung wollte natürlich immer noch nicht so recht aufkommen. Aber das ist ja auch nicht weiter verwunderlich, wenn man die ganze Zeit in kurzen Sachen herumlaufen kann.

Am 25.12 haben wir uns dann alle erst einmal ausgeruht. Viele waren in der Umgebung spazieren. Rumphi sieht auch nochmal ganz anderes aus als Kasungu. In der Nähe des Hauses der Freiwilligen gibt es einen richtigen Dschungel. Ich war mit ein paar anderen an einem Fluss und da haben wir ganz viele Affen in freier Wildbahn gesehen. Leider hatten wir nicht das Glück auch Krokodile sehen zu können. Aber vielleicht sehe ich die ein anderes Mal.
Den 26.12. haben wir dann für die Rückfahrt genutzt. Wir haben sofort einen Bus nach Mzuzu bekommen und auch von da sind wir ganz gut weiter gekommen. Am Nachmittag waren wir dann wieder in Kasungu.

Jetzt ist Weihnachten überstanden!

Dienstag, 22. Dezember 2009

Froehliche Weihnachten

Mit dem Video werde ich mich mal fuer die Weihnachtstage verabschieden, weil ich nicht weiss, ob ich die naechsten Tage wieder ins Internet komme. Ich wuensche alle schoene Weihnachtstage und dann ein frohes neues Jahr!

Happy Birthday

Herzlichen Glueckwunsch zum Geburtstag lieber Jan !

es waechst

Hier mal wieder ein paar Fotots von unseren Pflanzen. Der Garten ist fast fertig und wir werden wahrscheinlich heute mit dem Umpflanzen beginnen.
Der Mais: links von vorgestern und rechts von gestern.
Alle Pflanzen vorgestern:
Alle Pflanzen gestern:

Montag, 21. Dezember 2009

Weihnachten

Unsere Plaene fuer Weihnachten sahen eigentlich so aus, dass wir mit meinem Supervisor nach Chitipa, seiner home-town, fahren sollten. leider gab es im Norden Malawis in der letzten Zeit viele Erdbeben, weswegen die Freiwilligen aus Karonga heute ihre Einsatzplaetze verlassen mussten und wir anderen Freiwilligen auch nicht so weit in den Norden reisen duerfen. Leider wissen wir jetzt noch nicht, wie dann unser Weihnachtsfest aussehen wird. Als Notfallplan koennten wir noch mit den anderen Freiwilligen im Rumphi feiern. ich hoffe, dass wir demnaechst genauere Informationen bekommen koennen.

Besuch aus Lilongwe (19. und 20.12.2009)


Von Samstagnachmittag bis Montagmorgen hatten wir volles Haus. Die fünf Freiwilligen aus Lilongwe waren auf dem Weg in den Norden und haben bei uns Zwischenstation gemacht. Wir haben gemeinsam gegessen und dann noch ein paar Spiele gespielt. Bei sieben Leuten ist unser Haus echt voll. Zum Glück habe ich vor einiger Zeit ein paar Stühle repariert und mit aus meiner Werkstatt mit in unser Haus genommen. Auch mit dem Geschirr hat es gerade so geklappt. Und weil wir immer noch Alina Hochsprungmatten im Spaßzimmer liegen haben, gab es auch genug Platz zum Schlafen für alle.

Kalipentala-Club (18.12.09)

Gestern Abend hatten wir einen ganz tollen und faszinierenden Sonnenuntergang. Guckst du hier:

Heute bin ich mal wieder früh aufgestanden um rechtzeitig zur Assambly in der Demonstration School zu sein. Leider wurde heute die Nationalhymne wieder auf Chichewa gesungen und ich kann sie bis jetzt nur auf Englisch. S wird wirklich Zeit, dass wir wieder Unterricht bekommen, denn sonst habe ich nicht das Gefühl, dass ich viel dazu lerne. Bei der Assambly habe ich mal wieder meinen Tischler-Club ankündigen lassen. Nachdem es am Montag so gut geklappt hatte, hatte ich heute keine Bedenken. Ich habe mich dann aber schon mal vorher erkundigt, wenn die Schüler Schulschluss haben, damit ich nicht wieder so lange warten muss. Kurz vor 13 Uhr habe ich dann meine Mittagspause beendet und bin in meine Werkstatt gegangen. Da habe ich dann alles vorbereitet. Heute wollte ich nochmal alle Werkzeuge wiederholen und gucken, was bei den Kindern so hängen geblieben ist. Und danach sollten sich selbst aktiv mit der praktischen Arbeit anfangen.
Mit ein Bisschen Verspätung trafen dann die ersten Schüler ein. Ein paar waren schon am Montag da gewesen und ein paar waren neu. Im Laufe der Zeit wurden es dann insgesamt 11 Schüler. Diesmal waren sogar zwei Mädchen dabei. Die Theorie klappte ganz gut, die Werkzeuge wurden größten teils erkannt und richtig benannt. Ich war sehr positiv überrascht. Ein wenig irritiert war ich, als zwei Lehrer der Demonstration School auf einmal in meiner Werkstatt auftauchten. Ich mag es nicht besonders gerne, wenn meine Autorität untergraben wird und das Gefühl hatte ich kurzzeitlich. Einer der Lehrer war Mr. Lwinga, der auch länger blieb und mir dann nur noch assistierte und mich den Unterricht leiten lies. Nach der theoretischen Wiederholung durften meine Schülerchen dann anfangen ihre Bretter auszuhobeln und einen Kitchenstick, also einen Löffel zum Nsima kochen, auszusägen. Leider habe ich nicht genug Werkzeug und Platz für alle 11 gehabt. Aber sie haben sich irgendwie ganz schnell arrangiert. Ich glaube, sie sind es hier gewohnt, dass nicht jeder eine Säge oder einen Hobel bekommen kann. Interessant ist auch die Art und Weise, wie hier die Säge gehandhabt wird. So wie ich es gelernt habe, ist es aber auch manchmal nicht einfach, mit diesen Sägen hier umzugehen.
Nach 1 ½ Stunden habe ich dann die Werkzeuge und die angefangenen Werkstücke eingesammelt und den Unterricht beendet. Da ich heute erfahren habe, dass die Ferien doch erst Mitte nächster Woche anfangen, habe ich mit meinen Schülern für nächste Woche Montag wieder verabredet. Eigentlich wollte ich den Club ja immer nur eine Stunde machen, aber heute habe ich festgestellt, dass dann die Zeit ziemlich knapp wird. Deshalb werde ich mal gucken, ob ich ihn auf zwei Stunden ausdehnen kann.
Auf jeden Fall hat es wieder richtig viel Spaß gemacht und Werkstattgeräusche sind wie Musik in meinen Ohren.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Fußball-Club für Mädchen (16.12.09)


Heute Morgen habe ich mir den Gang zur Assambly in der Demonstration School gespart, denn die letzten Male habe ich dort nie den Lehrer angetroffen, der für die Fußbälle zuständig ist. Ich habe lieber ausgeschlafen (bis 8 Uhr) und bin dann in meine Werkstatt gegangen, weil ich dort mit einem Lehrer des Colleges verabredet war, der mich jetzt aber auch zum dritten Mal versetzt hat. Aber so habe ich in den letzten Tagen und heute es geschafft, ein Bisschen Werkzeug auf Vordemann zu bringen und Material für den nächsten Tischler-Club vorzubereiten. Nachdem ich genug gewartet habe – ich finde 1 ½ Stunden sind genug – bin ich zur Demonstration School gegangen um vielleicht doch noch den Fußball-Lehrer zu treffen. Leider kam ich nicht während einer Pause, aber trotzdem hatte ich Erfolg. Ich habe dann auch gleich erfahren, dass die Schüler heute länger Unterricht haben, was mir über eine halbe Stunde Warterei ersparen sollte. Beim Mittag musste ich mich dann ein Bisschen beeilen, weil ich mich ein Bisschen in der Zeit verkalkuliert habe. Als ich dann in der Demo ankam, war der Unterricht gerade beendet. Leider habe ich dann noch keine Fußball-Mädchen gesehen. Aber der Sportlehrer, hat dann ein paar zusammen getrommelt, die Interesse hatten. Auf eine Liste habe ich ja verzichtet. Es kommen sowieso nie die Schüler, die auf der Liste stehen. Mit einem Ball uns circa zehn Mädchen habe ich mich dann auf dem Weg zum Fußball-Platz gemacht. Obwohl ich mich eigentlich ganz gut vorbereitet habe, musste ich ein Bisschen improvisieren. Hier ist eben viel nicht planbar. Nach und nach kamen immer mehr Mädchen dazu und auch ein paar Jungs haben uns zugeguckt. Und ich habe dann tatsächlich eine Stunde lang Fußball-Training gemacht. Da der Sportunterricht in der Mittagshitze stattfindet, war ich schon nach dem Aufwärmen durchgeschwitzt. Aber als ein paar Wolken vor die Sonne zogen, war es eigentlich ganz angenehm. Eigentlich haben die Mädchen auch bei allen Übungen gut mitgemacht. Leider gab es manchmal größere Verständigungsprobleme. Und ganz gegen meine Gewohnheit, musste ich manchmal meine Stimme erheben, was aber eigentlich nur daran liegt, dass so ein Fußballfeld ein Wenig größer ist und man weiter auseinander steht, als bei normalen Gesprächen. Und es hat tatsächlich Spaß gemacht und auch hier freue ich mich auf die nächste Stunde. Leider sind ja ab Montag erst einmal wieder Weihnachtsferien. Aber die Demo macht ja wieder am 28.12.09 auf. Nur muss ich sehen, ob ich es da schaffe, dann die Clubs zu machen. Denn eigentlich haben wir bis zum 3.1.2010 frei. Aber wenn ich hier in Kasungu bin, werde ich wohl die Zeit finden …

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Carpentry Club (14.12.2009)

Erstens kommt es anders und zweitens als man gedacht hat. Tja, das Sprichwort hat sich mal wieder bestätigt. In der letzten Woche habe ich von meinem Supervisor eine Liste mit Namen bekommen. Mit zehn angekündigten Schülern und Schülerinnen würde ich schon fertig werden, hatte ich doch schon vor langer Zeit die erste Unterrichtsstunde vorbereitet. Am Montag bin ich dann mal wieder zur Assambly in die Demonstration School gegangen und durfte dann auch selbst den Tischler-Club ansagen. Freundlicher Weise wurde dann alles noch einmal auf Chichewa übersetzt. Doppelt hält ja bekanntlich besser. Nachdem wir morgens in der Stadt gewesen waren und danach leckere Chips mit Eggs und Salat gegessen hatten, habe ich mich rechtzeitig auf den Weg zu meiner Werkstatt gemacht. Leider hat es da gerade geregnet und ich sah schone meine Werkstatt wegschwimmen. Aber auch das konnte mir meine Vorfreude aufs Tischlern nicht nehmen. Ich habe dann auch die Werkstatt auf den ersten Unterricht vorbereitet. Als erstes wollte ich mit ein bisschen Theorie anfangen, denn man muss ja erst wissen, was man gerade in der Hand hat, bevor man damit arbeiten kann. Ich habe also ein paar Werkzeuge auf einer Hobelbank verteilt und vor längerer Zeit ja auch schon ein paar Bilder gemalt dazu. Um 13:05 Uhr habe ich die Glocke der Demonstration School gehört und mich darauf eingestellt, meine „Klasse“ in Empfang zu nehmen. Die nächste dreiviertel Stunde tat sich aber leider nichts. Gerade als ich mir überlegt hatte, alles Sachen wieder in ihren Kisten zu verstauen kamen die ersten Schüler in meine Werkstatt. Der Unterricht in der Demo ist ausnahmsweise mal länger gegangen. Nachdem ich ein paar der Jungs, die da in meiner Werkstatt standen, nach ihren Namen gefragt habe, wurde mir klar, dass keiner von ihnen auf meiner Liste stand. Also durften sie sich in eine neue Liste eintragen. Danach habe ich tatsächlich mit zehn Schülern, leider alles nur Jungen, ein Bisschen Unterricht gemacht. Außer dem Hammer und dem Schraubendreher waren keine Werkzeuge bekannt. Aber so habe ich wenigstens ganz viel, was ich ihnen beibringen kann *g*. Nach etwas mehr als einer halben Stunde habe ich den Unterricht dann beendet, weil ich das Gefühl hatte, das die Konzentration und Motivation auf beiden Seiten, also bei mir und bei den Schülern, anfing nachzulassen. Leider sind ja ab Freitag erst einmal wieder Ferien, aber ich habe mir überlegt, am Freitag noch eine Stunde Carpentry-Club zu machen. Heute habe ich dafür schon Material vorbereitet. Vielleicht werde ich die zehn Jungs sowieso in zwei Gruppen aufteilen, weil ich nicht so viel Werkzeug und Hobelbänke habe. Ich bin sowieso gespannt, wer beim nächsten Mal dabei ist. Auf jeden Fall hat mir die Arbeit mit den Kindern echt Spaß gemacht. Und ich freue mich schon auf die nächste Stunde.

Montag, 14. Dezember 2009

Garten und Baby-Beete

Erst einmal allen einen schönen dritten Advent !!! Ja Mama, ich weiss, ich bin wiedr zu spaet. Aber Sonntags komme ich nun mal nicht ins Internet.

So langsam nimmt unser Garten Gestalt an. Auf jeden Fall ist unser Gärtner fleißig am Arbeiten. Er ist die letzten Tage dabei gewesen, erst Löcher zu graben und dann die Pfosten für unseren Zaun einzugraben. Meistens klopft er im Laufe des Vormittags bei uns an die Tür um uns Bescheid zu geben, dass es jetzt zu heiß zum Arbeiten wird und er am nächsten Tag wiederkommen wird. Leider warten wir auch immer noch auf das Gras für unseren Zaun. Mein Supervisor hatte sich eigentlich um alle gekümmert. Aber das Gras wurde immer noch nicht zu uns gebracht. Wir rechnen aber jeden Tag damit.
Aber bis jetzt haben wir auch nur kleine Baby-Beete in unserer Küche in alten Dosen und Pötten angelegt. Erst haben wir sie nicht in Erde gesetzt, sondern nur in feuchtes Toilettenpapier. Hier wächst alles rasend schnell. Unsere Bohnen, die wir eigentlich essen wollten, haben einfach über Nacht gekeimt und werden deshalb nicht mehr gegessen, sondern in kleine Baby-Beete gepflanzt. Auch alle anderen Samen, die wir gekauft haben keimen über Nacht. Nach einem Tag konnte man bei vielen Pflanzen schon große Keimlinge sehen.
Jetzt warten wir auf mehr Regen und unser Gras, damit wir alles im Garten aussähen können. Eben sind mal wieder ein paar Tropfen runter gekommen. Nur leider beginnt in Kasungu die Regenzeit recht spät. Also, eigentlich hat sie ja schon angefangen. Nur leider kommt der Regen immer noch nicht so regelmäßig wie erhofft. Aber angeblich ist auch das hier relativ normal. Leider haben aber viele Malawier schon einiges angebaut und haben jetzt nicht genügend Wasser um es zu bewässern.
Ich hoffe, dass der Regen ordentlich einsetzt, wenn unser Gras da ist. Und ich hoffe, dass das Gras bald kommt …

Gras soll heute kommen und Regen war die letzten zwei Tage da. Und jetzt noch ein paar Bilder unserer Pflanzen.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

(7.12.09) Ein Name für Baby-Lwinga und sonst so …

Seit dem letzten Wochenende hat das baby-girl von Mr. Lwinga endliche einen Namen von uns bekommen. Wir haben ihn eigentlich ganz spontan überlegt und er wurde auch schon freudig angenommen. Das baby-girl heißt jetzt Wilina, also eine Mischung aus Wibke und Alina.

Von Sonntag auf Montag hatten wir ein volles Haus. Nur gut, dass wir die Matratzen, die wir für expressive arts gekauft habe, noch bei uns im Haus lagen. So konnten auch die Freiwilligen aus Rumphi ein gemütliches Nachtlager aufschlagen.

Morgen muss ich mal wieder in meine Werkstatt und ein paar Studenten beaufsichtigen, die mit meinem Akkuschrauber arbeiten wollen. In der letzten Zeit kommt es immer mal wieder vor, dass ich ein Wenig Arbeit bekomme. Und Donnerstag sollen wir wieder nach Lilongwe um Material zu besorgen. Bis jetzt haben wir leider nur das Geld für ein paar Sportutensilien. Aber der Principal müsste auch bald Geld für meinen Bereich bekommen und dann kann ich vielleicht tatsächlich richtig loslegen. Und in der Demonstration School sind auch seit heute die Ferien vorbei und deshalb waren wir mal wieder bei der Assambly. Jetzt kann ich auch mit meinem Fußball- und meinem Tischler-Club anfangen. Naja, beim Fußball wird es sich am Mittwoch zeigen, wie viele dann kommen werden und beim Tischlern am Freitag. Ich bin ja ganz gespannt. Diese Woche könnte echt stressig werden. Mein Wochenplan sieht auf jeden Fall danach aus. Morgen bekommen wir auch noch Besuch von den Koordinatorinnen unserer Organisation.

Und zum Abschluss wünsche ich allen noch einen schönen zweiten Advent.

Montag, 7. Dezember 2009

letzte Woche 3. und 5.12.09

(3.12.09) Trip to Lilongwe
Am Mittwoch habe ich spontan vom Principal erfahren, nur weil ich zufällig etwas von ihm wollte, dass wir am Donnerstag car and driver bekommen könnten um nach Lilongwe zu fahren und die ersten Dinge von unserer Bestellliste zu kaufen. Tja, einige Sachen passieren hier eben ganz spontan. Leider konnten wir keine Zeit erfahren, wann es losgehen sollte, aber der driver would be around. Also haben wir uns mit meinem Supervisor für 7:30 Uhr verabredet, weil das TTC um diese Uhrzeit seine Tore öffnet. Zu unserer großen Überraschung saßen wir dann auch schon um 7:45 Uhr im Auto und waren auf dem Weg nach Lilongwe. Nach einer zügigen Fahrt, mit nur kurzen Zwischenstopps für Essen und trinken, sind wir nach knapp zwei Stunden in unserer Zielstadt angekommen. Dort haben wir dann eine Koordinatorin unserer Organisatorin getroffen, der wir unsere Dokumente übergeben konnten und im Gegenzug haben wir dann das Geld für die Beschaffungen ausgehändigt bekommen. Damit sind wir dann durch verschiedene Läden losgezogen und haben alles besorgt, was wir schon bekommen konnten. Leider gab es einige Sportutensilien nicht vorrätig, als haben wir sie erst einmal bestellt. Aus dem Grund müssen wir wohl noch einmal eine Fahr nach Lilongwe unternehmen. Zum Abschluss haben wir noch Obst und Gemüse für uns auf dem Markt eingekauft. Die Auswahl ist um einiges größer als hier in Kasungu. Jetzt haben wir ganz tolle Orangen, Ananas, Wassermelone und Avocado. Ich hoffe ja immer noch darauf, dass wir im Laufe der Regenzeit hier auch eine größere Auswahl an frischen Sachen bekommen.

(5.12.09)
Heute habe ich mich heute von einem Arzt pieken lassen. Hier ist heute Tag der offenen Tür vom „Theatre for a change“. Und aus dem Grund kann man hier im Collage sich kostenlos auf Aids testen lassen. Und das haben wir alle dann auch mal gemacht. Dass ich kein Aids habe, hat mich jetzt nicht besonders verwundert. Ich habe zwar vorher noch keinen Test machen lassen, aber ich glaube, vorm Blutspenden ist das, neben vielen anderen Sachen, auch schon mal mit getestet worden. Und außerdem hatte ich eigentlich nie unprotected sexual intercourse. Und ich gehe aus mal davon aus, dass die Spritzen, die benutz worden sind, wenn mir Blut abgenommen worden ist und so auch in Ordnung waren.

Alina lässt sich heute die Haare von einer Malawierin machen. Leider wird das teurer als erwartet. Ich bin auch immer noch am überlegen, ob ich mal etwas mit meinen Haaren machen lassen soll. Dreads werden es aber wohl nicht werden. Vielleicht lass ich mir Cornrows oder normale Rastas machen, die man wieder entfernen kann, ohne die Haare abschneiden zu müssen. Ich habe nur im Moment noch Angst davor, dass die Haare davon kaputt gehen könnten. Naja, mal sehen. Ich habe ja noch fast neun Monate Zeit.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Jetzt aber wirklich …

(30.11.2009)

Ja, die Regenzeit ist wohl tatsächlich gekommen. Die letzten drei Tage hat es jetzt geregnet. Am Samstag gab es hier bei uns zwar nur ein paar Tropfen, aber in nicht allzu weiter Ferne gab es ein ordentliches Gewitter und Regen.


Gestern war es morgens um sieben Uhr schon drückend heiß und wir waren total durchgeschwitzt, als wir in der Kirche angekommen sind, die wir gestern mit Einheimischen besucht haben. Zwischenzeitlich waren die Temperaturen kaum auszuhalten. Aber der regen hatte sich schon langsam angekündigt. Und als wir dann von der Kirche nach Hause gegangen sind, fielen die ersten Tropfen. Es hat dann fast den ganzen Nachmittag geregnet und wir waren kurz davor, die Regenzeit jetzt offiziell einzuläuten.


Heute Morgen gab es dann wieder strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel. Beim Weg in die Stadt lief dann der Schweiß in Strömen und wir mussten uns eine Erfrischung gönnen, als wir im ersten Shop waren. Mittags wurde der Himmel immer dunkler. Und nachdem ich meine Mittagsstunde beendet hatte, brach ein riesiges Gewitter los und es gab sintflutartige Regenfälle. Nach nur zwanzig Minuten hatte sich um unser Haus ein riesiger reisender Bach gebildet, wo bis gestern noch eine trockene Wasserrinne war. Auch die Shortcuts zum TTC waren kaum noch begehbar. Zum Glück habe ich eine Regenjacke und Gummistiefel, ansonsten wäre ich wohl nicht trockenen Fußes zum Principal gekommen. Tja, das wird wohl jetzt die nächsten Monate so weiter gehen. Aber hier trocknet auch alles immer wieder sehr schnell. So konnte man heute Morgen keine Spuren von dem gestrigen Regen sehen. Und ich glaube, auch morgen wird alles recht schnell wieder trocken sein.

Montag, 30. November 2009

Es weihnachtet sehr

Da am Sonntag der erste Advent war haben wir im Zuge einer kompletten Wohnungsumgestaltung auch gleich unser Spaßzimmer weihnachtlich dekoriert.
Eigentlich haben wir uns ganz wohl in unserem Haus gefühlt, so wie es war, als wir hier eingezogen sind. Doch irgendwie wollten wir nicht Alles einfach so von unseren Vorgängern übernehmen, also kamen wir vor einiger Zeit auf die Idee, und neu einzurichten. Und heute haben wir unseren Plan in die Tat umgesetzt. Wir haben festgestellt, dass wir im Chaos machen echt unschlagbar sind. Aber wir haben es auch geschafft, alles wieder so herzurichten, dass wir uns jetzt noch viel wohler hier fühlen können. Immerhin verbringen wir so machen Abend in unserem Spaßzimmer. Und da ich vor nicht allzu langer Zeit Weihnachtsdekoration im Schrank entdeckt habe und in einem der letzten Pakete noch einen Adventskranz und einen Räucherelch bekommen habe, wurde es nun Zeit, alles auszupacken und unser neu eigerichtetes Zimmer zu dekorieren. Bis jetzt ist bei uns aber noch nicht so viel Weihnachtsstimmung zu merken, auch wenn in der Stadt vor einem Laden schon ein aufblasbarer Weihnachtsmann gestanden hat, als wir am Donnerstag einkaufen waren. Es ist wohl leicht nachvollziehbar, dass man schwer in Weihnachtsstimmung kommt, wenn man nachts gegen 22 Uhr noch anfängt zu schwitzen, nur weil man vom Computer aufgestanden ist um etwas zu trinken zu holen. Wir haben nämlich immer noch hochsommerliche Temperaturen. Es dürfen wohl so um die 35° C sein, tagsüber. Die Regenzeit hat auch noch nicht richtig angebrochen, auch wenn es heute mal wieder ein Bisschen Gewitter und Regen gab. Naja, mal sehen wie hier die Advents- und Weihnachtszeit so abläuft…

Heute waren wir noch in der Stadt und haben noch ein klein Wenig Weihnachtsdeko gekauft. Irgendwie ist es total surreal in Sommerklamotten schwitzend vor einem Geschaeft zu stehen, aus dem Weihnachtsmusik schallt. Aber wir werden uns schon daran gewoehnen.

Donnerstag, 26. November 2009

busy (25.11.2009)

Nachdem ich heute Morgen ausgeschlafen habe, bin ich nicht mehr zur Ruhe gekommen. Ich habe wieder den „Theatre for a change“ Studenten beim Erstellen von e-mail-Adressen und dem Senden der ersten Mail geholfen. Manchmal ist es ziemlich schwer, sich verständlich zu machen. Was wohl zu einem großen Teil daran liegt, dass weder ich, noch die Studenten Englisch als Muttersprache haben. Und dann kommt noch dazu, dass ich zwar mit dem Computer umgehen kann, aber manchmal hier die Computer nicht das tun, was sie eigentlich sollten.
Später habe ich dann meine Werkstatt auf Vordermann gebracht, indem ich mich auf ganz malawische Art und Weise von meinen Spänen entledigt habe, sie nämlich kurzerhand in zwei Eimern verbrannt habe. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, die Reste wegzufegen, die Arbeit wartet morgen noch auf mich. Ich musste nämlich ganz schnell zum Japanischunterricht, der von dem japanischen Freiwilligen hier gegeben wird und an dem Alina und ich seit heute teilnehmen. Leider haben wir die erste Stunde verpasst, aber ich glaube, so groß ist der Vorsprung der anderen noch nicht. Heute haben wir uns auch neben Begrüßungen und Vorstellung eher mit der japanischen Kultur beschäftigt. Takayoshi hatte eine anschauliche Power Point Präsentation vorbereitet und ein Bisschen zu Fotos erzählt.
Aber der eigentliche Grund, warum ich heute so beschäftigt war, war das Proposal, das wir gestern abgegeben haben. Von unserer Organisation wird ein Teil unserer Wünsche noch für dieses Jahr genehmigt. Das Problem ist nur, dass wir alles in Eigenregie bis zum 15.12.2009 besorgt und abgewickelt haben müssen. Aber das wird schon klappen. Heute hatten wir deshalb mit meinem Supervisor zwei Meeting und auch morgen müssen wir uns wieder treffen und dann auch noch einmal zum Principal. Vielleicht sollte ich später nicht als Tischler arbeiten, sondern in den Managementbereich gehen. Hier habe ich nach diesem Jahr bestimmt schon ganz viele Erfahrungen darin gesammelt. Ein zweites Problem, bei den bewilligten Materialien ist, dass sie alle nicht für mein Department sind, sondern nur für das Expressive Arts Department von Alina. Aber vielleicht können wir bei dem Principal noch ein gutes Wort einlegen, nur bekommt er leider sein Geld für das TTC erst in Dezember. Aber so lange ist das ja auch nicht mehr hin. Die Zeit rennt hier manchmal einfach viel zu schnell. Aber, wenn man so busy ist, wie wir in den letzten Tagen, dann ist das ja auch kein Wunder, oder ?

Mittwoch, 25. November 2009

Fuer Mama

Eigentlich sollte das Video per mail kommen, das hat aber nicht geklappt. Aber, heute war das Internet und mein Blog gnaedig mit mir und siehe da. Hier ein nachtraegliches Geburtstagsgeschenk

neue Fotos Nkhata Bay

Hier noch zwei Fotos vom Wochenende. Das ist nochmal der Strand, mit mir, See und Einbaum.

Und das war unser Dorm, in dem wir zu zehnt geschlafen haben.

Es ist geschafft (24.11.09)

Heute haben Alina und ich vormittags mit unseren Supervisorn getroffen, nachdem mehrere von uns geplante Meetings mal wieder abgesagt worden sind. Mr. Lwinga hatte tatsächlich alle Preise besorgt und dank unserer guten Vorarbeit ging es dann auch relativ zügig, unser Proposal fast fertig zu stellen. Leider fehlten noch ein paar Kleinigkeiten. Also haben wir noch ein Treffen für den frühen Nachmittag verabredet, bis zu dem wir die restlichen Preise besorgen wollten. Und wir haben auch das tatsächlich heute geschafft. Da der Principal dann zur erwarteten Zeit noch nicht in war, hatten wir auch noch genügend Zeit alles in unser Dokument einzufügen und es auszudrucken. Leider kam der Principal so spät wieder, dass Alina und ihr Supervisor nicht dabei sein konnten, als wir dem Principal unser Proposal vorgestellt haben. Aber mein Supervisor und ich haben das auch ganz gut zu zweit hinbekommen. Der Principal hat alles abgesegnet und jetzt heißt es für uns wieder warten, denn jetzt muss alles noch von unserer Organisation genehmigt werden. Das Geld für alles fällt ja leider nicht vom Himmel. Aber bin mal ganz vorsichtig zuversichtlich. Bitte drückt uns alle die Daumen, dass alles so läuft, wie wir es uns erhoffen.

Außerdem habe ich heute noch den Studenten vom „Theatre for a change“ beim Erstellen für e-mail-Adressen für den Online-exchange mit der Universität in Aberdeen, Schottland geholfen. Das war zwar ein Wenig anstrengend, doch hat auch viel Spaß gemacht. Morgen werde ich dabei noch einmal assistieren. Immerhin habe ich schon ein paar Erfahrungen mit dem Umgang mit Computern. Bei einigen Studenten hat man nämlich das Gefühl, dass sie zum ersten Mal die Möglichkeit haben, einen Computer zu benutzen. Aber solche Menschen gibt es ja auch in Deutschland, nicht wahr? Ich nenne hier mal keine Namen *gg*. Heute Nachmittag war dann auch wieder ein Treffen des „Theatre for a change“ und ich hatte wieder sehr viel Spaß. So langsam lerne ich auch immer mehr Studenten kennen und kann mir auch Namen und die dazugehörigen Gesichter merken. Und die Activities sind auch immer total lustig. So langsam wird auch die Verbindung zur HIV- und Aidsprävention hergestellt, worüber man ja auch nie genug wissen kann. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf morgen und auf die nächste Woche.

Es ist zwar ein Bisschen schade, dass ich so wenig Sachen im Tischler-Bereich machen kann, aber auch mit den anderen Sachen bin ich gut beschäftigt. Und wenn alles mit dem Proposal klappt, bin ich ja auch hier in Kasungu bald als Tischler unterwegs.

Montag, 23. November 2009

Malaria oder Bilharziose ???

Das Wochenende haben wir Kasungu-Freiwilligen mit ein paar anderen Freiwilligen in Nkhata Bay am See verbracht. Freitag haben wir uns so früh wie möglich in einen Bus nach Mzuzu gesetzt, wo wir dann nach vier Stunden Fahrt angekommen sind. Nach einem kurzen Spaziergang auf dem Busdepot haben wir uns in einen Minibus nach Nkhata Bay gesetzt, der schnell voll wurde und los fuhr. Ein Bus mit acht Azungus kann ja auch nur gut sein. Nach und nach haben wir Freiwilligen uns dann in der Big Blue Star Lodge versammelt. Schnell waren wir dann auch schon im Wasser. Der Strand war zwar nicht besonders groß und leider voller Steine, aber wir hatten trotzdem viel Spaß. Abends haben wir dann auf dem Markt gegessen, bevor wir gemütlich am Strand gesessen haben. Alina, Lilli und ich kamen dann auf die Idee, dass wir unseren ersten Sonnenaufgang im Malawi sehen wollten. Also haben wir bis fünf Uhr am Strand gesessen um den Sonnenaufgang über dem See mitzubekommen. Im Gegensatz zu den anderen beiden war ich die ganze Zeit über wach. Für zwei Stunden war ich dann noch im Bett.
Am Samstag haben wir dann viel Zeit am Strand verbracht und uns auch Nkhata Bay angesehen. Beim Baden haben wir auch versucht mit den hier typischen Einbaum-Kanus zu fahren. Bei den Einheimischen sieht das so leicht aus, aber als wir dann auf dem Stamm saßen, mussten wir feststellen, dass man doch einiges an Balance braucht um auch sitzen zu bleiben. Aber ich habe es tatsächlich geschafft. Kathi und ich sind, als wir mit anderen Freiwilligen in der Stadt waren, von einer Bucht in die Bucht von unserer Lodge geschwommen, während die anderen unsere Sachen mitgenommen und zu Fuß zurück gegangen sind. Den Abend habe ich dann mit ein paar anderen ganz ruhig verbracht.
Sonntag Morgen ging es dann zurück. Nach einem großen Frühstück mit Chips, Salat, Toast und Omelette haben wir uns dann mit den Chipunga-Leuten in einen Minibus gesetzt, der und dann nach einer knappen Stunde Warten nach Mzuzu zurück gebracht hat. Hier haben wir Kasungus plus Ayla gleich einen großen Bus bestiegen. Leider mussten wir 3 ½ Stunden darauf warten bis der Bus endlich losfuhr. Und dann waren wir nach 3 ¾ Stunden Fahrt, einem kurzen Fußweg und in stockfinsterer Nacht angekommen.
Meine Füße sind jetzt total kaputt, viele rote Punkte. Entweder das waren Mücken oder Bilzharziose-Viecher. Aber ich bleibe trotzdem gesund!!! Und notfalls gibt es ja noch das Karantaenezimmer zuhause ... Das Foto ist von den Farben ein Wenig schlecht, weil ich das noch gestern Nacht gemacht habe, aber die ganzen Punkte kann man ja gut erkennen.

Happy Birthday Mama !!!


Freitag, 20. November 2009

Abmeldung

So, da bald Wochenenede ist, moechte ich mich nur mal kurz abmelden. Wir werden das Wochenende am See verbringen und uns mit ein paar anderen Freiwilligen treffen. Ab Montag bin ich dann wieder da... Also, schoenes Wochenende euch allen !!

Fotos

So, hier nun ein paar Fotos...
Das erste hier soll ein watch lizzard sein, also irgendwas richtung Waran. Das Ding ist circa einen Meter lang und wurde von Einheimischen getoetet. Ich glaube, son Ding kann ganz schoen gefaehrlich werden.
Das Foto zeigt eine Gruppe bei der malawischen Nacht, leider habe ich kaum gute Fotots davon, weil sowohl Alinas, als auch meine Kamera noch ein paar Minuten auf Grund von Akku-shortage nicht mehr benutzt werden konnten ...
Hier ist nochmal ein Foto von unserem Kasungu-mountain-Tag. Links vor der Besteigung und rechts danach. Und fuer Otte: das in der Mitte ist die Alina

Und hier ein Raetselfoto, dass ich nach dem Schlossaustauschen aufgenommen habe. Wo liegt der Unterschied dieser beiden Schloesser, wenn man mal von der Farbe absieht ? Und wer den Unterschied gefunden hat, wird vielleicht auch wissen, warum ich so viel Spass (*Achtung Inronie !!*) beim Austauschen der Schloesser hatte.

Und zu guter letzt nochmal einen unserer Mitbewohner. Ist der nicht suess ??

Donnerstag, 19. November 2009

Arbeit und malawische Nacht

Juhuu, Arbeit. Vorgestern, als ich mich mal wieder zeitweise im Computerraum aufgehalten habe kam Mr. Banda zu mir, ich weiss nicht wirklich, welche Aufgabe er hier hat und fragte ob ich beschaeftigt waere. Da ich nicht wirklich etwas zu tun hatte, bin ich ihm in sein Buero gefolgt. Da hat er mir dann drei Schloesser in die Hand gedrueckt und jemanden angerufen, der mir zeigen sollte, welche Schloesser ich auswechseln soll. Ich habe dann ein Bisschen Werkzeug geholt und habe die Schloesser ausgewechselt. Manchmal bin ich hier echt ueberrascht, wie schnell einige Sachen gehen. Son bisschen Arbeit ist echt schoen. In den naechsten Tagen werde ich noch ein Bild zu diesem Thema einstellen…
Gestern Morgen haben wir endlich unsere Verstaerkung, in Form von Lilly, einer weiteren deutschen Freiwilligen bekommen. Eigentlich wollte sie nach Mali, doch weil es da zu gefaehrlich fuer Deutsche ist, konnten die Freiwilligen nicht dorthin ausreisen. Und da hier noch eine Stelle frei war, ist Lilly zu uns gekommen. Wir haben ihr hier dann hier die ersten Sachen gezeigt und abends sind wir zu einer malawischen Nacht gegangen, die fuer Besucher aus Norwegen und das TTC in der Assambly Hall veranstaltet wurde. Wir haben uns die Taenze, Poems und Lieder angeguckt und viel Spass gehabt. Auch dazu kann ich vielleicht noch spaeter ein paar Fotos zeigen. Leider hat Alina die ganzen Fotos noch auf der Camera. Aber vielleicht komme ich in den naechsten tagen dazu euch ein paar zu zeigen.

Dienstag, 17. November 2009

Theater for a change

Montagnachmittag waren Alina und ich das erste Mal bei „Theater for a change“. Leider haben wir die ersten Stunden letzte Woche verpasst. Da es zwei verschiedene Gruppen gab, haben Alina und ich uns aufgeteilt. Ich war beim Dumisani, mit dem wir schon ein paar Sachen zusammen gemacht haben und Alina war bei der Flora. Ich war ziemlich gespannt, was so passieren würde, denn ich wusste nur, dass es um HIV und Aids Prävention geht. Als erstes haben wir uns mit ein paar interaktiven Spielen aufgewärmt und gelockert, bevor es dann an die richtige Arbeit ging. Naja, das „Theater for a change“ ist dazu da, dass die Studenten über HIV und Aids aufgeklärt werden und im Umgang mit einander und sich selbst gestärkt werden und somit besser vor Aids geschützt werden. Nach dem Aufwärmen wurde die letzte Stunde nochmal rekapituliert, somit konnte ich mir dann auch ein Bild davon machen, auf welchem Stand die anderen sind und was ich so verpasst habe. Danach wurde das Ziel des Tages vorgestellt, das sein sollte, die Grundregeln des Miteinander in einem gruppendynamischen Prozess zu erarbeiten. In Bezug auf dieses Thema haben wir dann verschiedene Aktivitäten gemacht, wobei sehr viel Wert darauf gelegt wurde, dass man neben dem Geist auch den Körper einsetzt. Zum Schluss wurden die Regeln dann auf Papier gebracht und vorgestellt, bevor wir uns nach einem weiteren Gruppenspiel verabschiedet haben. Heute geht es dann weiter und ich freue mich schon darauf, denn so komme ich ein Wenig mehr mit Studenten in Kontakt und kann mehr über HIV/Aids Prävention in diesem Land lernen. Und ehrlich gesagt machen die Aktivitäten und Spiele auch ganz viel Spaß.

Samstag, 14. November 2009

Gender-Workshop 13. und 14.11.09

An allen staatlichen TTCs werden zur Zeit Gender-Workshops angeboten um die Chancen von Frauen und Männern anzugleichen und auf Gender issues aufmerksam zu machen. Und da Alina und ich zur Zeit zu den members of staff vom TTC Kasungu gehören und hier gestern und heute so ein Workshop stattfindet, dürfen wir daran teilnehmen. Da wir von dem anderen Workshop vorgestern ein wenig enttäuscht waren, sind wir mit geringen Erwartungen zu dem Workshop gestern gegangen. Aber auch gestern wurden unserer Erwartungen nicht erfüllt, sie wurden übertroffen. Bis zum Mittag war das Programm äußerst interessant und informativ. Und es bestand auch nicht aus einem langen Vortrag, sondern wir konnten in kleinen Gruppen alles selbst erarbeiten. So muss ein Workshop sein. Nach dem Mittag fiel uns dann die Partizipation ein wenig schwerer, weil wir uns gerne noch ausgeruht hätten, aber es wäre schade gewesen, wenn wir etwas verpasst hätten, außerdem wäre das ziemlich aufgefallen *gg*. Es ist schon interessant, wenn Lehrer unter sich sind, wobei mir aufgefallen ist, dass es kaum Unterschiede zu einer deutschen Schulveranstaltung gibt. Sobald Lehrer unter sich sind, kann die Atmosphäre auch mal wie in einer Schulklasse voller Schüler werden. Aber wir hatten auch unseren Spaß.

Heute war dann der zweite Teil. Nachdem eine ausfuehrliche Zusammenfassung von den Ereignissen gestern gegeben worden ist, haben wir uns heute mit den Stereotypen in Aufgabenstellungen in Shulbuechen auseinander gesetzt und spaeter einen Workplan erstellt, mit dem die Gender-issues hier im TTC bekaempft werden sollen. Da wir die Mittagspause ausfiel, durften wir frueher gehen und haben so noch ganz viel vom Wochenende ueber.

Freitag, 13. November 2009

Alinas Geburtstagsparty (11.11.09) und Workshop (12.11.09)

Am 10.11. konnte die kleine Alina endlich ihr Teen-Dasein beenden. Und das neue Lebensjahr musste natürlich entsprechend gefeiert werden. Nachdem wir am Dienstag schon Pizza-Essen waren, sollte am Mittwoch die große Party starten. Schon mittags haben die Vorbereitungen begonnen. Mehrfach von Stromausfällen unterbrochen haben wir gekocht und gebacken. Wir hatten uns für eine überschaubare Menge Menschen entschieden und nur sechs Malawier, einen Japaner und einen Deutschen eingeladen, die auch alle, bis auf eine Malawierin, zugesagt haben und dann auch kamen. Während Alina und ich noch bei den Vorbereitungen waren, versammelten sich schon die ersten Gäste in unserem Spaßzimmer. Wir wären ja auch schon lange fertig gewesen, wenn nicht der Strom immer nur für ein paar Minuten da gewesen wäre. Aber dann mit etwas Verzögerung konnten wir uns ganz unseren Gästen widmen. Und wir haben festegestellt, dass Geburtstag auf der ganzen Welt ähnlich gefeiert werden. Da die Feier an einem Tag mitten in der Woche stattgefunden hat und Malawier sowieso oft früh ins Bett gehen und wir auch ziemlich geschafft waren, waren wir nicht allzu spät im Bett. Außerdem mussten wir am Donnerstag ja wieder fit sein.

Am Donnerstag durften wir an einem Workshop zum Thema “School health & nutrition” teilnehmen. Leider haben wir nur die Hälfte verstanden, weil das meiste auf Chichewa war. Aber die englischen Handouts waren auch schon sehr informativ. Wir müssen unbedingt an unseren Chichewa-Kenntnissen arbeiten. Um ein paar praktische Sätze zu lernen, hängen wir jetzt ganz viele Zettelchen in unsrem Haus auf. Und es funktioniert tatsächlich. Mein längster Satz auf Chichewa ist wohl “Ayi sindine wokwatiwa koma ndili ndi chibwenzi dzina lake Ove”. Und jetzt dürft ihr mal raten, was das bedeutet !

Am Freitag und Samstag haben wir dann noch einen Workshop zum Thema “Gender”, der hoffentlich auf Englisch sein wird. Ansonsten könnte die Zeit von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags für uns ziemlich lang und anstrengend werden.

Donnerstag, 12. November 2009

Alinas Geburtstag

Am 10.10. war Alinas Geburtstag. Und zur Feier des Tages sind wir in eines der wenigen Restaurants hier in Kasungu gegangen und haben Pizza gegessen. Erst sassen wir draussen, aber als durch einen Windstoss eine Neonroehre neben uns auf den Boden kenallt war und sich Regen ankuendigte, sind wie lieber nach drinnen gegangen. Bei diesem restaurant muss man gleich fragen, ob alle Zutaten da sind fuer Pizza, sonst kann es naemlich sein, dass man nach 45 Minuten Wartezeit erfaehrt, dass es gar keine Pizza gibt. Man wird auch immer gleich darauf aufmerksam gemacht, dass man eine Stunde auf sein Essen warten muss, weil alles frisch zubereitet wird. Gerade als die drei leckeren Pizzen bei uns auf dem Tisch standen kam dann auch bei schoener Blackout. Wir waren ja so froh darueber, dass wir unsere Pizza schon auf dem Teller hatten. Und jetzt hier endlich das versprochene Foto von mir in meinem malawischen Kleid.

Montag, 9. November 2009

Regenzeit

Jetzt ist es wohl bald endlich so weit. Und Alina und ich haben es bis jetzt nicht geschafft, rechtzeitig unseren Garten instand zu setzen. Aber das ist eigentlich auch nicht so schlimm. Ich hoffe, dass es jetzt bald alles hier richtig grün wird und man ganz viele frische Früchte auf dem Markt bekommt. Die Mangos an unserem Baum sind auch schon reif und wir müssten bald mal wieder welche Pflücken. Am Samstag hat es eine ganze Zeit geregnet und es hat sich auch ein Wenig abgekühlt. Mittlerweile ist es wieder trocken und es riecht so schön nach Sommerregen. Seit gestern ist kein Regen mehr gefallen. Vielleicht habe ich mich doch zu frueh gefreut. Immerhin schaffen wir es so vielleicht noch ein bisschen in unserem Garten zu werkeln.

Samstag, 7. November 2009

Carpentry Club (6.November 2009)

Erstmal möchte ich mich für meine Schreibfaulität entschuldigen. Manchmal überfällt sie auch mich *gg*.

Nachdem ich die letzten Tage dazu genutzt habe, meine Werkstatt auf Vordermann zu bringen, sollte es heute endlich so weit sein. Ich habe mich auf meine erste Unterrichtsstunde vorbereitet, indem ich ein paar Werkzeuge gezeichnet habe und mir überlegt habe, womit man denn am besten anfängt. Von Hanna hatte ich erfahren, dass es ganz sinnvoll wäre mit Sägeübungen und so weiter anzufangen, also habe ich Material dafür vorbereitet.

Der Tag hätte heute so schön werden können. Die Sonne schien schon, als ich aufgestanden bin und ich konnte in kurzen Sachen zur Demonstration School zur Assambly gehen. Ach ja, ist ja immer so, ich bin ja in Afrika und wir haben noch Trockenzeit… Bei der Assambly wurde noch mal daran erinnert, dass heute der Carpentry-Club starten würde und dass ich in der ersten Pause kommen würde, damit alle Interessierten sich in meine Liste eintragen können. Überpünktlich saß ich dann auch wieder in der Schule und habe mir schon Gedanken gemacht, ob es wieder so viele werden würden, wie beim Fußball. Aber jetzt hatte ich ja die Klassen eingeschränkt. Ich wollte nur welche aus Standard seven and eight. Der Headteacher hat daraus leider six and seven gemacht. Trotzdem war ich noch guter Dinge, denn bei Hanna hatten sich auch nur insgesamt 15 Schüler und Schülerinnen gemeldet. Aber …. Zu früh gefreut. Mein platz in der Liste reichte nicht aus. Zum Schluss hatte ich 44 Namen notiert (immerhin nicht so viele wie beim Fußball *g*). Dann habe ich mit ein paar Schülern zusammen die Werkzeugkisten in meine Werkstatt gebracht. In “nur“ zwei Stunden habe ich es geschafft, alles einmal aus- und wieder sortiert einzuräumen und eine Werkzeugliste anzulegen. Dann habe ich erst einmal Mittagspause gemacht um mich zu stärken und zu erholen.

Leider konnte ich nicht richtig abschalten, denn ich hatte ja das Problem mit den vielen Schülern noch nicht gelöst. Theoretisch ist für zwölf Leute Platz an den Hobelbänken in der Werkstatt, für ungefähr sechs gibt es dann auch genug Werkzeug. Also habe ich beschlossen, nur die Standard seven Schüler zu “unterrichten”, denn das sind neun und das wird schon irgendwie klappen. Also hätte ich die anderen 35 Schüler davon überzeugen müssen, nach Hause zu gehen und sie auf später vertrösten.

Aber, weil ich ja hier in Malawi bin, kam natürlich alles ganz anders. Ich bin extra früher in die Werkstatt gegangen und habe schon mal die Werkzeuge und Material rausgesucht. Und wie passen jetzt 44 Schüler in meine kleine Werkstatt? Ganz einfach, indem sie nicht kommen. Nachdem ich vergebens eine ¾ Stunde gewartet habe, bin ich lieber nach Hause gegangen. Man gut, ich habe zwei mal den Club in der Demonstration School ankündigen lassen *g*. Vielleicht wird es ja nächste Woche etwas.

Zwei interessante Sachen sind heute noch passiert. Ich habe den Tischler des TTCs kennengelernt. Ja, ihr lest richtig, es gibt tatsächlich einen. Er wohnt in Kasungu und kommt nur her, wenn es Arbeit gibt. Ist ja auch schön, dass ich baden nach zwei Monaten mal kennenlerne. Aber ab nächster Woche werden wir wohl zusammen arbeiten. Und das Material muss ich, laut ihm, besser selber besorgen oder über den DED besorgen lassen, denn beim Principal kann man ewig darauf warten.

Und das zweite Neue ist, dass es heute geregnet hat. Heute Morgen dachte ich schon, dass es nach Regen aussieht. Natürlich habe ich das eher mit einem Schmunzeln gedacht, den immerhin bin ich in Afrika. Aber als ich heute Mittag dann in die Werkstatt gegangen bin, kamen tatsächlich ein paar Regentropfen vom Himmel und außerdem hört man die ganze Zeit lautes Donnergrollen. So langsam kommt wohl die Regenzeit. Ich freue mich ja schon riesig darauf, endlich zu erfahren, wie das ist.

Dienstag, 3. November 2009

Geld

Heute scheint mir das Internet mal wieder schneller zu sein, also habe ich den Versucht gestartet, ein Hoerspiel runterzuladen. Ich weiss grade nicht, ob ich diesen versuch bereuen soll. Immerhin habe ich sonst eigentlich gerade nichts zu tun. Also warum nicht mal drei Stunden im Computerraum rumhaengen ?
Vorhin war ich schon beim Principal um das Geld fuer meine Werkstattschloesser wieder zu bekommen. Leider habe ich die Rechnung zuahuse vergessen. Also werde ich morgen einen neuen Versuch starten, um an mein geld zu kommen. Immerhin wurde mir das Geld schon bewilligt.

Geld hier in Malawi ist sowieso ein interessantes Thema. Mein Supervisor hat ein Bett fuer die neue Freiwillige, die in zwei Wochen zu uns kommt gebaut. Das Bett hat 4650 malawische Kwacha gekostet, was umgerechnet ungefaehr 23,25 € entspricht. In Deutschland koennte man damit ungefaehr eine halbe Gesellenstunde oder eine Lehrlingsstunde bezahlen (auf jeden Fall haben wir so immer in der Berufsschule kalkuliert). Aber wir haben festgelstellt, dass es hier eigentlich nicht viel bringt, in Euro umzurechenen. Es ist viel sinnvoller zu gucken, was man fuer 4650 Kwacha sonst bekommen koennte.
So bezahlt man zum Beispiel:

- eine Packung Kippen fuer K 200 (1 €)
- einen zwei Meter langen Stoff fuer K 400 (2 €)
- eine grosse Schale voll Kartoffeln fuer K 200 (1 €)
- zwei Haende voll Ocra fuer K 60 (0,30 €)
- eine Kabazafahrt in die Stadt oder zureueck K 70 (0,35 €)
- ein Brot K 100 (0,50 €)
- ein Ei K 30 (0,15 €)

(Wenn ich Zeit und Lust habe, wenn ich zuhause bin, werde ich Mal Fotos von den Mengen machen, die man fuer bestimmte Preise bekommt)

In Deutschland wird meist darauf geachtet, dass man anderen Leuten nicht zeigt, wie viel Geld man hat oder gerade bei sich traegt. Hier in Malawi sieht man oefter Leute mit ganzen Buendeln Geldscheinen in der Hand herumlaufen. Das ist ja aber auch kein Wunder, denn man bezahlt ja auch immer hohe Betraege. So kommt es schon haeufiger vor, dass man im Supermarkt an der Kasse mal ueber 2000 Kwacha bezahlen muss. Viele Sachen, die man in Supermaerkten kauft, kommen nicht aus Malawi, sondern sind importiert aus Suedafrika oder anderen afrikanischen Laendern und deshalb entsprechend teuer. Wie verziechten hier zwar auf viel, aber von einigen „Luxusguetern“ moechte man doch nicht die Finger lassen. Die „Luxusgueter“ sind in unserem Fall echte Milch (kein Milchpulver, das aber auch nicht gerade billig ist), Nudeln (die wir aber relativ selten essen) und Ketchup (auf den wir allerdings auch mittlerweile haeufiger verzichten).

Montag, 2. November 2009

Essen in Malawi 1.11.2009

Nicht nur mein Essverhalten hier in Malawi hat sich grundlegend zu dem in Deutschland verändert, sondern anscheinend auch mein Geschmack.
In Deutschland war ich zugegebenermaßen ein ziemlicher Fast-Food-Junkie, was hier in Malawi, und vor allem in Kasungu, (leider) nicht möglich ist. Seitdem wir unser Haus bezogen haben, sieht man mich täglich in der Küche stehen und kochen. Meistens teile ich mir die Arbeit mit Alina, mit der ich mich jetzt richtig gut verstehe, doch da sie diese Woche in Mua ist, bin ich ganz allein. Es bringt echt Spaß hier zu kochen und außerdem ist es die billigste Variante, sich selbst zu versorgen und abwechslungsreicher als jeden tag nur Brot zu essen. Aber, ob ich in Deutschland täglich am Herd stehen werde, ist fraglich…

Und jetzt zum veränderten Geschmack. In Deutschland habe ich Tomaten nur ungern gegessen, Käse nur, wenn er geschmolzen auf Pizza war und mit Bananen konnte man mich jagen. Mittlerweile gehören Tomaten zu meinem Lieblingsessen und jeden Tag mit auf den Teller und das nicht in Form von Ketchup, wie ich es gerne in Deutschland bis zum Umfallen zelebriert habe. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Tomaten hier richtig frisch sind und auf jeden Fall viel besser schmecken, als in Deutschland.
Der Grund, warum ich hier voll auf Käse abfahre, kann aber nicht der gleiche sein, denn Käse und auch Milch sind hier schwer zu bekommen und recht teuer, was zum einen wohl an der weitverbreiteten Lactoseintoleranz der Malawier liegt und zum anderen daran, dass es hier kam Milchkühe gibt. Ich glaube eher, das liegt daran, dass Milchprodukte hier so schwer zu bekommen sind und man sie deshalb viel mehr schätzt. Und mit Käse verbinde ich auch hier hauptsächlich Pizza. Und die könnte ich gut mal wieder essen.
Und jetzt zu den Bananen. In Deutschland hatte ich eine akute Bananenintoleranz. Nicht einmal getrocknet im Müsli habe ich sie gegessen. Schon vor dem Geruch und der Konsistenz habe ich mich geekelt. Dann habe ich hier aus versehen Bananenkuchen gegessen und die Bananen nicht heraus geschmeckt. Und jeder hier behauptet, dass die Bananen in Malawi ja auch viel besser schmecken würden, als sonst wo. Und dann am Donnerstag, als wir mit Mr. Lwinga erst bei der Tischlerei und dann in der Stadt waren, hat Alina sich überreden lassen, Bananen zu kaufen. Bis heute lagen die Bananen bei uns in der Küche auf der Arbeitsplatte und Alina will sie nicht essen, weil sie genauso wenig wie ich, Bananen mag. Jetzt ist Alina für eine Woche weg und ich werfe nicht gerne Essen weg und ich weiß nicht, ob sich die Bananen eine Woche lang halten (sie sehen schon jetzt nicht mehr gut aus). Naja, und da ich ja von meinem veränderten Geschmacksinn gesprochen habe, liegt wohl nahe, dass ich eine Banane probiert habe und sie nicht ganz so abstoßend fand, wie ich gedacht habe. Tja, das wird bestimmt nicht mein Lieblingsessen, aber eine halbe Banane kann ich schon mal essen…

Und jetzt noch eine Sache, die nicht unbedingt nur was mit Verhalten oder Geschmack zu tun hat, sondern eher mit Überzeugung. Seitdem ich in Kasungu bin, bin ich Vegetarier. Ich habe zwar noch ein Mal Fisch gegessen und würde es in der gleichen Situation eventuell auch noch mal machen, denn ich wurde von einer Lehrerin hier eingeladen und hätte es als zu unhöflich gefunden, wenn ich abgelehnt hätte. Nicht jeder Malawier wurde schon mal mit einem Vegetarier konfrontiert und manchmal ist es schwer zu erklären, warum man keine Tiere isst. Ich finde es ethisch nicht korrekt, andere Lebewesen zu essen. Auch möchte ich nicht daran Schuld sein, dass andere Lebewesen getötet oder schlecht gehalten werden. Konsequenter Weise müsste ich mich also vegan ernähren, was aber in der Praxis nicht immer einfach umzusetzen ist. Hier in Malawi werden aber wohl fast alle Tiere artgerecht gehalten. Immerhin laufen die Hühner hier frei rum. Und mit frei ist hier fast komplett frei gemeint, denn wenn sie wollen, könnten sie mich sogar in unserem Haus besuchen… Uns so viele andere tierische Produkte nehmen wir hier gar nicht zu uns, wenn man mal von der Milch und den Eiern im Brot absehen.
Tja, Kreske, ich glaube, ich werde somit wohl genauso intolerant wie du. Dann können wir ja, wenn ich dich besuchen komme, gemeinsam Sambal-Olek-Brot essen :-).

Trip to Salima 30.10.2009

Freitag bin ich mit Kratzen im Hals und Schnupfen aufgewacht. Erst habe ich überlegt, den Tag im Bett zu verbringen, aber dann wollte ich den Trip mit der fünften Klasse der Demonstration School nach Salima nicht verpassen. Pünktlich um 6:30 Uhr standen Alina und ich vor der Demonstration School, zu unserer Freude parkte auch schon ein Bus auf dem Assambly-Platz. Unsere letzten Zweifel daran, ob der Ausflug wirklich stattfinden sollte, waren zerstreut. Jetzt würde es tatsächlich an den Malawi-See gehen. Mit nur 1 ½ Stunden Verspätung ging es dann, mit 82 Schülern und drei Lehrern und natürlich Alina und mir, tatsächlich los. Erst musste natürlich noch ein Gebet gesprochen werden, damit uns auch nichts passieren würde und ein paar Lehrer nutzen noch schnell die Gelegenheit mit uns in die Stadt zu fahren. Nachdem alles ausgestiegen waren, die nicht mit nach Salima wollten und ein paar Snacks gekauft worden waren, brauchten wir nur noch 4 ½ Stunden um den See zu erreichen. Zwischenzeitlich habe ich mich schon gefragt, ob der Busfahrer wirklich weiß, wo er hin soll. Die Fahrt schien kein Ende nehmen zu wollen. Aber malawische Schüler wissen sich auf einer so langen Fahr zu beschäftigen. Die ganze Zeit haben sie laut gesungen. Leider sind meine Chichewa-Kenntnisse zu schlecht um irgendetwas verstehen zu können.

Endlich am See angekommen, wurde dieser erst einmal bestaunt, weil viele Kinder noch nie da gewesen sind, und dann zu Mittag gegessen. Alina und ich hatten uns natürlich nicht genug eingepackt. Wir haben auch nicht geahnt, dass wir ein ganzes Menü hätten mitbringen sollen. Aber wir hatten schon auf der Busfahrt Chips (Kartoffeln) und Salat gekauft und gegessen, also hatten wir sowieso keinen Hunger. Danach durften die Kinder und wir dann baden gehen. Da ich meinen Schnupfen so geschickt gelegt habe, musste das für mich leider ausfallen :-(. Aber ich konnte es mir nicht nehmen lassen, mal die Zehen ins Wasser zu halten. Was mir gleich auffiel, neben den für uns untypischen Badeklamotten war, dass Mädchen und Jungen zunächst getrennt im Wasser plantschten. Zum Schluss waren die Kinder dann aber nicht mehr komplett nach Geschlechtern getrennt im Wasser. Nach einiger Zeit hatten die Lehrer beschlossen, dass genug gebadet worden war, schließlich waren wir nicht (nur) zum Spaß hier. Alle Kinder haben sich wieder angezogen und es wurde der Hafen besucht und die gerade eingelaufene Ilala betrachtet. Wir hatten sogar das Glück, dass wir kurz an Board gehen durften. Wenn Alina und ich mal Zeit und Geld haben, wollen wir auch mal mit der Ilala in See stechen.

Nachdem alle Kinder wieder eingesammelt worden waren, ging es wieder zurück nach Kasungu. Die Rückfahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Und als wir ankamen war schon halb 9. Eigentlich hätten wir zwei Stunden früher zurück sein sollen. Aber das ist eben Malawi.

Der Mond und ich

So langsam nähern wir uns mal wieder dem Vollmond. Ich merke schon die letzten Nächte, dass ich wieder schlechter schlafe. Und Donnerstag Abend ist uns etwas aufgefallen, was mich immernoch total fasziniert. Bei uns ist der Mond so hell, dass alles mitten in der Nacht Schatten wirft. Als ich gestern Abend den Küchenabfall zum Kompost bringen wollte, dachte ich, dass mir ein Hund oder Huhn folgt. Aber als ich mich umgedreht habe, habe ich nur meinen Schatten gesehen. Ich dachte erst, dass er noch vom letzten Sonnenlicht wäre, aber dafür war es eigentlich schon zu dunkel und er fiel in die falsche Richtung. Und heute haben wir das Phänomen mal genauer unter die Lupe genommen. Und wir haben tatsächlich festgestellt, dass der Mond für unsere Schatten verantwortlich ist. Es ist nicht wirklich dunkel draußen in den letzten Nächten. Und der Mond scheint meistens ungehindert direkt auf uns herab. Wolken haben wir hier ja sowieso nicht so stark wie in Norddeutschland. Freitag, als wir aus Salima wieder gekommen sind, brauchten wir auch keine Taschenlampe für den Rückweg vom Bus zum Haus. Auf jeden Fall bin ich total begeistert und fasziniert vom Mond. Ich fände ihn noch ein Wenig toller, wenn er mich schlafen lassen würde… Leider kann man das Phänomen nicht fotografieren, dafür sind unsere Fotoapparate sind stark genug. Und ein Video zu machen, ist leider auch nicht möglich.

Tischler - Kirche

(29.10.2009)

Heute morgen haben wir meinen Supervisor pünktlich von zuhause abgeholt und sind dann mit ihm zusammen ins Krankenhaus gegangen. Gestern hat seine Frau ein Baby-girl bekommen. Und Alina und ich haben die Ehre, ihr einen Namen geben zu dürfen. Bis jetzt haben wir aber noch keine Idee. Es sollte am besten ein Name sein, der mit uns verbunden werden kann. Aber er sollte nicht so „kompliziert“ wie Wibke sein. Denn außerhalb von Deutschland stellt mein Name ein großes Problem bei der Aussprache dar. Hier in Malawi heiße ich entweder Vipka, Vipik oder sonst irgendwie total verdreht. Danke Mama, für diesen internationalen Namen *JJ* Das Baby war kleiner als wir erwartet habe und das Krankenhaus voller alle, die ich schon mal besucht habe. In einem großen Saal hatten nicht alle frisch gebackenen Mütter ein Bett zur Verfügung. Viele lagen einfach mit Matratzen auf dem Fussboden. Aber auf den ersten Blick sah alles einigermaßen sauber aus. Die staatlichen Krankenhäuser hier haben wohl noch einiges an Hilfe nötig.
Vom Krankenhaus sind wir an einer Kirche vorbei zu einem Father nach Hause gegangen. Er hat eine Tischler-Schule aufgebaut, die mir Mr. Lwinga zeigen wollte. An den ersten Maschinen, die ich gesehen habe, würde ich nicht unbedingt freiwillig arbeiten. Sie sahen eher aus, wie aus dem vorletzten Jahrhundert. In der Ausbildungswerkstatt sah es dann schon besser aus und dort wurde auch gearbeitet. Ich habe mich gleich zuhause gefühlt, als ich den Dickenhobel und die Kreissäge gehört habe J. Man hätte mich gerne gleich dabehalten zum arbeiten. Aber wir wollten noch in den Heilpflanzengarten, der zum Krankenhaus der Kirche des Fathers (na, mitgekommen ?*gg*) gehört. Hier wurde uns dann einiges über die Pflanzen und ihre heilende Wirkung erzählt. Es war auch alles sehr interessant, nur leider wurde unsere Zeit knapp, weil Alina zum Unterricht ins TTC musste. Wir haben uns dann ganz schnell Kabazas geschnappt und haben uns auf den Weg gemacht. Der Rest des Tages war dann nicht mehr so spektakulär.
Ich bin tatsächlich mit meinen Planungen ein Wenig weiter gekommen und habe heute gesehen, dass es fünf statt zwei Fußbällen gibt. Und heute Abend haben wir wieder mit unserem Kohle-Kocher gekocht, nachdem mitten beim Kochen der Strom mal wieder weg war. Mittlerweile brauche ich keine fünf Minuten mehr, bis der Kocher einsatzbereit ist. Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich auch nur noch mit Kohle kochen. Das bringt richtig viel Spaß.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

gule wankulu 2




gule wankulu 1


Gule Wankulu 27.10.2009

Oh Wunder, wir waren tatsächlich bei echten Gule Wankulu-Tänzen. Nachdem wir mehrfach versetzt worden waren haben wir es am 27.10.2009 wirklich geschafft. Pünktlich standen wir vor Mr. Lwingas Haus, der leider nicht da war, aber, oh Wunder, gerade zurück kam. Wir konnten es kaum glauben, dass endlich der lang ehrsehnte Tag gekommen sein sollte. Freudig haben wir uns dann zu dritt (Mr. Lwinga, Alina und ich) auf den Weg zu einem Dorf, direkt vor den Toren unseres Campus, gemacht. Nachdem wir vorgestellt worden sind, durften wir uns zu den Zuschauern gesellen und sogar Fotos machen. Wir konnten es kaum erwarten, dass es losgehen sollte.

Bei dem Fest, dem wir beigewohnt haben, wurden drei neue Chiefs in ihr Amt eingeführt. In Malawi wird sowas noch sehr traditionell mit Tänzen und Gesang begleitet. Wir hatten sehr viel Spaß dabei, an der Zeremonie teilzunehmen und ich habe auch einige Sachen, die ich letzte Woche in Mua gelernt habe, wieder erkannt und konnte einen Teil meines Wissens an Alina weitergeben. Und wir waren nicht nur Zuschauer, wir habe auch, wie es hier üblich ist, den Chiefs und Tänzern Geld gespendet. Die Masken waren größtenteils ziemlich einfach, aber gut gemacht. Leider kannten wir nicht alle Bedeutungen des Dargestellten. Als alles vorbei war haben wir uns noch mit ein paar Malawiern unterhalten und waren noch ein Bisschen im Dorf unterwegs. Leider war diese Feier nur eine ganz kleine (aber fein) und wir hoffen darauf, dass wir nochmal bei einer größeren dabei sein können. Wir sind ja noch zehn Monate hier …

Ansonsten habe ich jetzt angefangen meine Werkzeuge in meine Werkstatt zu bringen und mich einzurichten. In den nächsten Tagen werde ich da mal ordentlich aufräumen und alles herrichten. Außerdem werde ich mit meinem Supervisor zusammen ein Bett für die neue Freiwillige bauen. Und morgen sollen wir uns eine Kirche und Tischlerei in der Stadt angucken und das frischgeborene Baby von Mr. Lwinga und seiner Frau. Die nächste Zeit werde ich ganz viel Organisatorisches erledigen, damit ich dann arbeiten kann. Auch mein Fußballclub soll ab Montag starten, wenn dann die Liste endlich raus ist. Und Freitag sollen wir mit einer Schulklasse der Demonstration School einen Ausflug nach Salima machen. Wir freuen uns schon auf alles und hoffen, dass auch alles klappt, so wie es geplant ist.

Und an dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die meinen Blog lesen und bei denen, die mir Mails schreiben. Und ich würde mich echt freuen, wenn ich noch von ein paar Leuten mehr hören würde. Ich möchte hier ja keine Namen nennen, nicht wahr Herr Schwabenprinz *g*.

Montag, 26. Oktober 2009

Kasungu Nationalpark 25.10.09

Heute sind wir rechtzeitig aufgestanden um pünktlich auf dem Parkplatz unseres Campus zu stehen. Wir drei Deutschen, der japanische Freiwillige und ein Malawier mit Freundin wollten heute den Nationalpark hier in Kasungu besuchen. Der Malawier hatte uns ein Auto organisiert, dass leider nicht erschienen ist. Nach über einer Stunde warten hat uns unser malawischer Freund dann ein Taxi gerufen, mit dem wir Azungus dann losgefahren sind. Die anderen beiden wollten dann so schnell wie möglich mit dem anderen Auto nachkommen (was sie aber leider nicht geschafft haben). Nach circa einer Stunde hatten wir dann das Tor des Parks erreicht, dann haben wir nur noch eine halbe Stunde bis zur Lifupa Lodge, der Lodge unseres Mentors, gebraucht. Das Anwesen ist echt ganz ansehnlich. Es liegt direkt am See und wir haben gleich Hippos gesehen. Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass um die Mittagszeit die Elefanten ans Wasser kommen. Also haben wir uns erstmal ein Wenig umgesehen, wobei wir fast auf eine Schlange getreten sind.
Später sind wir noch auf deutsche Studenten getroffen. So gegen Mittag sind wir dann zurück zu unserem Ausgangspunkt gegangen und haben es uns auf der Terrasse in der Sonne gemütlich gemacht. Und wie versprochen sind die Elefanten aufgetaucht. Erst waren nur zwei Bullen zu sehen und einige Minuten später kamen noch zwei Kühe mit Kleinen. Jetzt haben wir tatsächlich unsere ersten wilden Tiere in freier Wildbahn gesehen. Es ist schon ein Wenig unwirklich so nah an (relativ) freilaufenden Elefanten und Hippos zu sein.
Und wir hatten auch zuhause mal wieder tierischen Besuch. Diesmal war es ein zweischwaenziger Gekko, der unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Uns so sah er aus.

Ich habe Feuer gemacht!

Heute Abend, gerade als wir kochen wollten, hatten wir mal wieder einen Blackout. Also habe ich mich nochmal an unserem Kohlekocher versucht. Vor einiger Zeit haben wir uns extra Abfallholz aus meiner Werkstatt mitgenommen, weil wir das letzte Mal beim Kocher befeuern gescheitert sind. Heute war ich erfolgreich. Ich habe Feuer gemacht!!! Leider scheint die Kohle aber nicht so gut zu sein, denn sie ist ganz schwer in Gang zu bekommen und auch das Holz wollte erst, obwohl es staubtrocken ist, nicht wirklich brennen. Aber mit etwas Geduld und viel Hingabe habe ich es tatsächlich geschafft, dass man den Kocher benutzen konnte. Auch als der Strom wieder da war, hatten wir den Ehrgeiz unser Essen noch auf die malawische stromlose Art zuzubereiten. Und es hat wunderbar funktioniert. Jetzt können wir tatsächlich auch endlich beim Blackout was anderes als Brot essen. Ich bin heute meine eigene Heldin des Tages!!

@ Otte: Man gewöhnt sich an alles. Das Getier wird einfach unter Schalen und Dosen eingesperrt oder mit DOOM unschädlich gemacht. Nachts bekomm ich von ihnen nicht viel mit, nur wenn man mal übern Flur läuft. In meinem Zimmer hatte ich noch keine Kakerlake, aber eine Ameisenstraße im Schrank. Nerviger als die kleinen Tiere sind die Hühner und Hunde. Die Hühner wecken einen gerne mal so gegen 5 Uhr, wohingegen die Hunde die ganze Nacht durch heulen, bellen und knurren. Sie klingen meistens nicht ihrer Größe entsprechend laut, sondern zehn Mal größer und gefährlicher. Und letztes Jahr wurde hier ja auch schon eine Freiwillige von einem Hund gebissen. Nachts sollte man immer Steine dabei haben, um Hunde abzuwehren.
Die Hühner gehen nachts in ihre Häuser schlafen, sind aber sehr früh schon wieder unterwegs. Hute morgen saß ein Hahn direkt vor meinem Fenster und war lauter als mein Hörspiel, dass ich angemacht hatte um noch ein Wenig Schlaf zu bekommen. Als ich mein Hörspiel wegen dem Hahn nicht verstehen konnte, bin ich hinaus gegangen um das Sch***-Vieh zu vertreiben.