Freitag, 21. Januar 2011

Die Bürowelt und ich

Ähm, zugegebenermaßen bin ich sehr schreibfaul geworden. Aber ich hatte in der letzten Zeit auch nicht besonders viel zu erzählen.

Aber… jetzt möchte ich euch natürlich über meine erste Praktikums-„Woche“ bei einem Architekten hier in der Nähr berichten.

Angefangen hat es natürlich mit einer ausführlichen Bürobegehung. Alle Mitarbeiter (eine Sekretärin, zwei Architekten und eine Bauzeichnerin) sitzen in einem Büro an, durch raumteilende Regale abgetrennten, einzelnen Arbeitsplätzen. Da ein Architekt im Urlaub ist – was die Voraussetzung für mein Praktikum ist – darf ich seinen Platz einnehmen. Auf Grund der begrenzten Größe der Firma (sagt man das auch beim Architekten so?) müssen die Angestellten ihren Papierkram größtenteils selbst erledigen. In großen Architekturbüros würde ein Architekt wohl hauptsächlich zeichnen und entwerfen. In diesem kleinen Büro haben die Architekten meist auch die Bauaufsicht, schreiben Rechnungen, machen die Aktenablage und alles was so anfällt. Eigentlich sind sie von Anfang bis Ende eines Projekts hautnah dabei. Das Gute daran ist, dass man viele unterschiedliche Sachen machen kann, nicht den ganzen Tag im Büro sitzt und vor allem viel Abwechslung hat.

Tja und ich durfte in meinem drei ersten Tagen auch fast alles machen. Natürlich durfte ich ein paar Schriftstücke in Akten einsortieren, habe Rechnungen kontrolliert, Bautagebücher abgetippt, aber auch einen Flurplan abgezeichnet und darf mir jetzt ein paar Gedanken für einen Gebäudeentwurf machen. Zum Glück musste ich aber nicht die ganze Zeit nur im Büro sitzen. So habe ich gestern ein Baugrundstück, das von dem ich auch den Flurplan gezeichnet habe, besichtigt und heute habe ich, meinen Chef begleitet, als er ein fast fertiges Objekt besichtigt hat, um sicher zu gehen, dass sie Restarbeiten abgeschlossen und eventuelle Mängel beseitigt werden, bevor die Gebäude demnächst wieder dem Eigentümer übergeben werden sollen.

Am meisten Pluspunkte habe ich aber mir meiner Kinderspielzeug-Sticker-Druck-Maschine gesammelt. Nachdem wir beim Aktenordnerbekleben den letzten verfügbaren Klebestift aufgebraucht haben, mussten wir uns erst mit flüssiger Klebe zufrieden geben. Doch wer kennt es nicht, diese macht das Papier wellig und oft lösen sich die Ecken des Papieres wieder ab. Also bin ich von der Sekretärin um Rat gefragt worden. Für Dinge dieser Art benutze ich ja immer meine super Sticker-Druck-Maschine, was ich ihr dann auch gesagt habe. Ihr Interesse war geweckt und ich sollte heute das Wunderding mitbringen. Das habe ich natürlich getan. Von allen Mitarbeitern und dem Chef wurde das fortschrittliche Gerät bestaunt und ich wurde beauftragt, so etwas für die Firma zu finden. Damit habe ich dann einen Teil meines Vormittages verbracht. Und ich bin sogar fündig geworden. Es gibt tatsächlich im Internet kein besseres Gerät als die Kinderspielzeug-Sticker-Druck-Maschine.

So, das war also der erste Bericht über meine ersten Praktikumstage beim Architekten.