Samstag, 20. November 2010

Nachtrag: Kamuzu Academy Malawi


Hier in Kasungu hat der ehemalige Präsident von Malawi viele Spuren hinterlassen. Nicht nur, dass er hier geboren ist und auch angeblich seine Großeltern hier in der Nähe noch in einem kleinen Dorf leben sollen, nein er hat auch noch ein paar tolle Dinge bauen lassen. Zum einen hat er angeblich den ersten Grundstein dieses Colleges gelegt und auch am Kasungu Mountain steht noch eine bescheidene Hütte von ihm. Und natürlich ist er auch für den Bau der Kamuzu Academy verantwortlich. Das ist ein Secondary-School-Internat für Schüler zwischen elf und 18 Jahren. Sie liegt in der Nähe von Mtunthama, einem ganz kleinen Dorf in der Nähe von Kasungu. Die ländliche Gegend soll den Kindern dabei helfen sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Die Gebäude sind englischen Hochschulen nachempfunden und die Bücherei ist ein verkleinertes Abbild irgendeiner tollen Bücherei in England (ich habe den Namen wieder vergessen). Da die Academy bei uns ganz in der Nähe liegt, haben wir ihr mal einen Besuch abgestattet. In Innere der Schulanlage zu kommen ist gar nicht so einfach, aber wir haben es geschafft. Wir wurden dann von einem Guard ein Wenig herumgeführt. Uns wurde voll Stolz erzählt, dass es jeden Tag Fleisch gibt und NIE Nsima. Die Kinder werden streng nach englischem Vorbild erzogen. Nicht umsonst wird die Academy, das Eton Malawis genannt. Wir haben einen kleinen Kulturschock bekommen, als wir dort so durch die Anlage spaziert sind. Durch Zufall haben wir da noch einen Verwandten einer Lehrerin hier am College getroffen.

Mittwoch, 17. November 2010

Nachbereitungsseminar

Ja, ich weiß, ich bin ganz schön spät…

Vor einiger Zeit hatte ich das Nachbereitungsseminar zu meinem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Malawi. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust meine Heimatstadt zu verlassen und mich auf den Weg in den Harz zu machen, vor allem nicht, als ich meine Bahntickets organisiert hatte. Ich sollte auf der Fahrt viermal umsteigen. Und angeblich würden wir in unbeheizten ehemaligen Pferdeställen unser Seminar haben. Na toll! Aber ich habe mich natürlich trotzdem aufgerafft, meine Sachen gepackt und bin losgezogen. Diesmal sollte es ja nur für eine Woche weggehen.

Natürlich war das Seminar dann doch ganz lustig. Wir haben nochmal einiges über entwicklungspolitische Zusammenhänge gehört und natürlich ganz viel von unseren persönlichen Erfahrungen erzählt. Besonders spannend fand ich, dass wir Freiwilligen ein Jahr in den verschiedensten Ecken der Welt verbracht haben. So waren welche aus meiner LAG (Lern-Arbeits-Gruppe) in Peru, Namibia, auf den Philippinen und sogar in der Mongolei. Die Erfahrungen haben sich dementsprechend unterschieden, aber wir haben auch viele Gemeinsamkeiten gefunden.

Aber nach Reflektion und Wissensvermittlung war auch das weitere Engagement ein großer Punkt. Uns wurden viele Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir uns auch in der Zukunft weiter für unsere Projekte, interkulturellen Austausch und alle möglichen anderen Themen, für die es sich lohnt, zu engagieren. Was ich so geplant habe, wird hier natürlich noch nicht verraten… Aber die Planung läuft.