3.9.2009 22:41 Uhr TTC Lilongwe, MalawiJa, ich habe mein Blog die letzten Tage sträflich vernachlässigt. Man möge mir diesen Fehler nachsehen. Ich habe versucht meine Wohnung leer zu räumen und zu renovieren. Das erste habe ich tatsächlich bis Mittwoch geschafft und beim zweiten habe ich dann noch Hilfe bekommen. Am Mittwoch Abend musste ich mich dann schweren Herzens von meiner Mutter und Ove verabschieden, die mich nach Hamburg zum Flughafen gebracht haben. An dieser Stelle möchte ich mich noch ml bei allen entschuldigen, bei denen ich mich zu kurz oder gar nicht verabschieden konnte. Ich weiß, ich bin manchmal zu verplant und hätte alles vielleicht ein Wenig besser organisieren können. Aber bitte glaubt nicht, dass ich aus böswilligkeit auf Verabschiedungen verzichtet habe.Jetzt sitze ich im Teachers Training College in Lilongwe und es war ein langer Weg bis hierher. Mittwoch bin ich aus Hamburg losgeflogen. Der Flug ging richtig schnell und dank meinem Fensterplatz konnte ich die ganze Zeit die Welt unter mir betrachten. In Frankfurt sollte ich dann einige Zeit Aufenthalt haben. Da ich aber gehofft habe, gleich auf die anderen zu treffen, wollte ich gleich zum Gate gehen. Das ging auch ohne Probleme, bis zur Rucksack- und Personenkontrolle. Hier durfte ich mich erst einmal hinsetzen und warten. Mir wurde aber nicht gesagt, warum und worauf ich warten soll. Aber ich bin ja geduldig und hatte Zeit. Dann nach circa zehn Minuten durfte ich weiter gehen, ohne, dass mir jemand gesagt hat, warum ich warten musste, das wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben... Naja, dann bin ich irgenwann zum Gate gekommen, wo ich auf die übrigen Freiwilligen getroffen bin. Nach einem großen Hallo wurden erst einmal die neuesten größten Neuigkeiten ausgetauscht. Außerdem verging die Zeit zum Boarden wie im Flug. Endlich konnten wir ins Flugzeug nach Johannisburg und es uns für zehn Stunden gemütlich machen. Mir sind dann auch bald die Augen zu gefallen. Sogar das Essen habe ich verpasst. Obwohl es recht eng war und ich sogar mein Handgepäck im Fußraum verstaut hatte, war die nach ganz erhohlsam. Aber es hat trotzdem etwas gefehlt ... Morgens gab es dann ein relativ leckeres Frühstück im Flugzeug. Und irgendwann kamen wir dann auch tatsächlich in Johannisburg an. Der Anflug war echt faszinierend. Wie immer hatte ich auch hier einen Fensterplatz. Man konnte verschiedene Wohngegenden und -arten sehen. Wellblechdächer und große Pools waren zu erkennen. Ein Wenig verwundert war ich darüber, dass alles so ordentlich, wie ein Gitternetz, aufgebaut ist. Der Flug von Johannisburg nach Lilongwe heute mittag war dann noch mal was ganz anderes. nach meinem Gefühl, war das der anstrengenste der drei Flüge. Ich konnte nicht mehr ganz so entspannt sitzen und wollte eigentlich nur noch ankommen. Viel sehen konnte ich dieses Mal leider nicht, weil direkt am Flügel saß. Aber der Flug dauerte dann auch nich allzu lange. In lIlongwe wurden wir dann am Flughafen abgeholt. Bis auf Horst haben wir auch alle unsere Koffer und Rucksäcke wieder bekommen. Er bekommt seine Sachen hoffentlich morgen. So ohne Ersatzklamotten und Kram ist das ja auch hier ein Wenig blöd. Heute Abend waren wir noch Essen und jetzt ist für heute auch langsam Bettzeit angesagt.
4.9.2009 19:33 Uhr TTC Lilongwe, MalawiHeute haben wir hier gefrühstückt. Leider war das Essen nicht so überwältigend gut. Es gab nur Weißbrot mit Honig, Marmelade oder Erdnussbutter. Und ich stehe nicht so auf süßen Kram am Morgen. Um kurz nach 8 Uhr wurden wir dann abgeholt und ins Weltwärts-house gefahren. Dort haben wir die erste Einweisung bekommen. Jetzt sind wir schon mal darüber aufgeklärt, wie lange das Vorbereitungsseminar dauert und was wir tun werden. Wir werden sogr doch die Landessprache lernen oder es versuchen. Mittag haben wir dann in einem Restaurant in einem der beiden Ballungsräume von Lilongwe gegessen. Ich habe, wie auch viele andere, das erste Mal Nsima mit Chicken gegessen. Mit den Händen zu essen war erst Mal richtig ungewohnt. Und so richtig routiniert kann das bei uns auch nicht ausgesehen haben. Aber geschmeckt hat es. Nachmittags sind wir dann noch ein Wenig durch die Gegend gefahren und den Anfang des Abends haben wir wieder im weltwärts-Haus gesessen. Wir haben es tatsächlich geschafft ins Internet zu gehen. Leider hatte ich meinen Laptop nicht dabei, also konnte ich beim Blog nicht aktualisieren. Aber sobald ich wieder da bin und Zeit habe, werde ich das natürlich nachholen.
5.9.2009 18:31 Uhr Weltwärts-Haus, Lilongwe, MalawiHeute hatten wir wieder leckeres, süßes Frühstück im TTC. Gegen 8 Uhr sind wir wieder abgeholt worden. Danach hatten wir unseren ersten Sprachunterricht. Unsere Lehrerin ist eine ganz nette Malawierin und wir hatten sehr viel Spaß und haben auch schon die Begrüßung gelernt. Zum Mittag sind wir dann wieder in ein Restaurant gefahren, ich durfte mit meinen Follfosten, dem Malawier Simon und noch einem Freiwilligen unsere erste Minibus-Erfahrung machen. Unsere Erwartungen wurden nicht erfüllt. Die Fahrt war ganz normal. Nach dem Essen sollten wir dann in unserer Kleingruppe mit dem Minibus zurück zum Weltwärts-house fahren. Wir standen eine ganze Zeit am Straßenrand, aber kein Bus hat angehalten, bzw. die, die angehalten haben waren zu voll für uns fünf Leute. Also wurden wir schlußendlich von einer Frau unserer Organisation abgeholt. und endlich durften wir beim PickUp auf der Ladefläche mitfahren. Nachdem wir kurz im haus gewesen sind, haben wir eine kleine Sightseeing-tour gemacht. Wir waren beim Banda-Denkmal und beim Mausoleum. Heute Abend haben wir dann ganz viel über unsere Einsatzplätze erfahren und jetzt haben wir endlich Freizeit. Mittlerweile ist es auch wieder stockdunkel und man hört ganz laut die Grillen zirpen. Und jetzt versuche ich die ganze Zeit ins Internet zu kommen.
Ove, ich vermisse dich !
Hey Wibi,
AntwortenLöschenschön, dass alles so reibungslos geklappt hat. Alles erdenklich Gute wünsche ich Dir besonders für die erste aufregende Zeit in einem Land vor unserer Zeit. Möge alles, was Du dir erhofft hast, dort in Erfüllung gehen! Lass mal ab und zu etwas von Dir hören - ich schaue auch regelmäßig im Blog vorbei.
Alles Liebe aus Deutschland,
Björn
Wenn das so weiter geht, schicke ich Dir Dosenwurst. Aber erstmal gucken, ob das erste Paket heil ankommt.
AntwortenLöschenLiebe Grüße, M.
Dunkles Brot gibt es auch in Dosen. Aber auf Pumpernickel stehst Du ja nicht so. Knäckebrot ist ja auch viel leichter und wird auch nicht schlecht. Du kannst ja langsam mal eine Wunschliste aufstellen. Ist ja bald Weihanchten bzw. erstmal Nikolaus.
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