Mittwoch, 16. Dezember 2009

Carpentry Club (14.12.2009)

Erstens kommt es anders und zweitens als man gedacht hat. Tja, das Sprichwort hat sich mal wieder bestätigt. In der letzten Woche habe ich von meinem Supervisor eine Liste mit Namen bekommen. Mit zehn angekündigten Schülern und Schülerinnen würde ich schon fertig werden, hatte ich doch schon vor langer Zeit die erste Unterrichtsstunde vorbereitet. Am Montag bin ich dann mal wieder zur Assambly in die Demonstration School gegangen und durfte dann auch selbst den Tischler-Club ansagen. Freundlicher Weise wurde dann alles noch einmal auf Chichewa übersetzt. Doppelt hält ja bekanntlich besser. Nachdem wir morgens in der Stadt gewesen waren und danach leckere Chips mit Eggs und Salat gegessen hatten, habe ich mich rechtzeitig auf den Weg zu meiner Werkstatt gemacht. Leider hat es da gerade geregnet und ich sah schone meine Werkstatt wegschwimmen. Aber auch das konnte mir meine Vorfreude aufs Tischlern nicht nehmen. Ich habe dann auch die Werkstatt auf den ersten Unterricht vorbereitet. Als erstes wollte ich mit ein bisschen Theorie anfangen, denn man muss ja erst wissen, was man gerade in der Hand hat, bevor man damit arbeiten kann. Ich habe also ein paar Werkzeuge auf einer Hobelbank verteilt und vor längerer Zeit ja auch schon ein paar Bilder gemalt dazu. Um 13:05 Uhr habe ich die Glocke der Demonstration School gehört und mich darauf eingestellt, meine „Klasse“ in Empfang zu nehmen. Die nächste dreiviertel Stunde tat sich aber leider nichts. Gerade als ich mir überlegt hatte, alles Sachen wieder in ihren Kisten zu verstauen kamen die ersten Schüler in meine Werkstatt. Der Unterricht in der Demo ist ausnahmsweise mal länger gegangen. Nachdem ich ein paar der Jungs, die da in meiner Werkstatt standen, nach ihren Namen gefragt habe, wurde mir klar, dass keiner von ihnen auf meiner Liste stand. Also durften sie sich in eine neue Liste eintragen. Danach habe ich tatsächlich mit zehn Schülern, leider alles nur Jungen, ein Bisschen Unterricht gemacht. Außer dem Hammer und dem Schraubendreher waren keine Werkzeuge bekannt. Aber so habe ich wenigstens ganz viel, was ich ihnen beibringen kann *g*. Nach etwas mehr als einer halben Stunde habe ich den Unterricht dann beendet, weil ich das Gefühl hatte, das die Konzentration und Motivation auf beiden Seiten, also bei mir und bei den Schülern, anfing nachzulassen. Leider sind ja ab Freitag erst einmal wieder Ferien, aber ich habe mir überlegt, am Freitag noch eine Stunde Carpentry-Club zu machen. Heute habe ich dafür schon Material vorbereitet. Vielleicht werde ich die zehn Jungs sowieso in zwei Gruppen aufteilen, weil ich nicht so viel Werkzeug und Hobelbänke habe. Ich bin sowieso gespannt, wer beim nächsten Mal dabei ist. Auf jeden Fall hat mir die Arbeit mit den Kindern echt Spaß gemacht. Und ich freue mich schon auf die nächste Stunde.

2 Kommentare:

  1. Wie alt sind denn Deine Schüler? Ichwünsche Dir für Freitag viel Erfolg. M.

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  2. Die Jungs sind so zwischen zwoelf und sechzehn, wuerde ich mal sagen. Ich weiss aber herlich gesagt nicht einmal, aus welchen Klassen die sind. Aber vielleicht finde ich das heute heraus.

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