Vielleicht habt ihr euch schon gewundert, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt. Seit Mittwoch (27.01.2010) ist der Computerraum bei uns im TTC geschlossen. Angeblich ist der Server von ganz gefährlichen Viren befallen und alles unbrauchbar. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Meinem Laptop geht es auch noch nicht besser ….
Die letzten Tage war ich zudem auch noch sehr schreibfaul und deshalb werde ich jetzt nur mal ein Bisschen was in Kurzform berichten.
Letzte Woche Montag war wieder Tischlerclub. Dienstag und Mittwoch habe ich fast alle meiner 14 Schlösser eingebaut. Montag und Dienstag ist „Theatre for a change“ ausgefallen und dann auf Mittwoch und Freitag verschoben worden. Freitag ist das dann aber doch ausgefallen.
Am Mittwoch war dann wieder der Fußball-Club. Die Schüler hatten mal wieder später knock off als normal. Aber ich bin ja geduldig. Es kamen dann auch insgesamt ganze sechs Mädchen zum Fußball spielen. Aber so konnten wir wenigstens ordentlich etwas machen. Wir haben dann rechtzeitig Schluss gemacht weil noch das Theatre auf mich gewartet hat. Jetzt weiß ich endlich, wie man both male and female condoms richtig benutzt, denn das war das Learning aim an dem Tag.
Am Donnerstag waren wir dann morgens in der Stadt und haben eingekauft und wollten eigentlich unsere Sachen beim Schneider abholen. Leider war der noch nicht fertig. Aber zu unserer großen Verwunderung hat er dann später alles wie verabredet, nur ein Bisschen verspätet, im TTC vorbei gebracht. Leider sind meine Schlafanzüge ein Bisschen klein geworden, aber das lässt sich noch umändern. Denn Rest des Tages habe ich dann noch ein Bisschen gearbeitet und abends Haben wir wieder Besuch von einer anderen Freiwilligen bekommen.
Freitag war dann wieder mein Carpentry-Club. Die Werkstatt ist fast aus allen Nähten geplatzt, denn es waren 30 Kinder da. Und das Arbeiten wurde dadurch ziemlich erschwert. Als es dann anfing zu regnen, mussten wir dann auch zusammen packen, weil ja nur ein Teil der Werkstatt überdacht ist.
Am Samstagmorgen bin ich dann mit Lilli und Clara nach Lilongwe aufgebrochen. Die beiden sollten am Sonntag weiter nach Mua und ich dann wieder zurück. Wir haben erst unserer Sachen im Freiwilligenhaus abgestellt und sich dann durch alle möglichen Shops getigert. Die Auswahl hat uns fast erschlagen, das sind wir ja gar nicht mehr gewohnt. Abends war ich eigentlich zu einer Geburtstagsparty eingeladen, weswegen ich nach Lilongwe gefahren bin, aber die wurde dann doch kurzfristig wieder abgesagt. Also habe ich den Abend mit fünf anderen Freiwilligen verbracht.
Sonntag haben wir dann unsere Sachen gepackt und haben noch zusammen auf dem Markt gegessen, bevor die anderen sich auf den Weg nach Mua gemacht haben und ich zurück nach Kasungu gefahren bin. Den Rest des Wochenendes habe ich dann entspannt.
Montag (01.02.2010) habe ich dann ein Bisschen länger im Bett gelegen, bevor ich wieder an die Arbeit gegangen bin. Ich habe ein Schloss ausgetauscht und eine Tür eingepasst, bevor ich zum Mittagessen nach Hause gegangen bin. Später hatte ich dann wieder meinen Tischler-Club. Erst waren wieder zwanzig Kinder da. Aber dann nach und nach hat sich die Werkstatt immer mehr geleert. Ich habe keine Ahnung, wie das kam, auf jeden Fall waren zum Schluss nur noch zehn Kinder übrig. Und so war das Arbeiten ziemlich angenehm. Die Werkzeuge haben für fast alle gereicht und ich konnte mich gut um die einzelnen Kleinen kümmern. Ich hoffe, dass die nächsten Male auch nicht viel mehr Kinder kommen. So macht das Ganze nämlich mehr Sinn. Abends hatten wir dann wieder „Theatre for a change“. Leider kommen jetzt die Themen, die nicht ganz so relevant sind für uns. Jetzt geht es nämlich darum, wie die Mitglieder ihren Klassenkameraden das im Workshop gelernte weiter vermitteln können. Aber es macht trotzdem Spaß, immerhin kommt man so ganz gut mit den Studenten in Kontakt.
Am Dienstag den 2. Februar 2010 habe ich hauptsächlich bei uns zuhause aufgeräumt und sauber gemacht. Am Nachmittag war dann wieder „Theatre for a change“. Wir hatten Besuch aus Lilongwe, die sich unseren Workshop ansehen wollte. Ansonsten hat es viel Spaß gemacht wie immer und ich bin echt froh darüber, dass ich die Möglichkeit habe, daran teilzunehmen. Weil wir keine Lust hatten zu kochen danach, sind wir das erste Mal mit in die College Mensa gegangen. Wir haben extra schon unsere Teller eingepackt und wurden von vielen neugierig beäugt. Und eine Studentin glaube erst, dass ich mir einen Witz erlaube habe, als ich gesagt habe, dass ich mit zum Essen komme. Es gab Nsima ndi nyemba, was es wohl relativ häufig gibt. Aber dafür müssen die Studenten auch nichts für ihr Essen bezahlen. Und ehrlich gesagt, hat es auch ganz gut geschmeckt. Wir werden bestimmt nochmal da essen. Immerhin sparen wir uns so das Kochen und haben weniger Abwasch *gg*.
Mittwoch musste ich den Fußballclub wegen schlechtem Wetter ausfallen lassen, denn malawische kleine Mädchen sind Schönwetterfußballerinnen. Naja, viele müssen auch noch ziemlich lange nach Hause und sollen dann nicht pitschnass ankommen.
Hallo Wibke,
AntwortenLöschenhabe wieder mit Interesse Ihre Berichte gelesen. Es liest sich alles richtig abenteuerlich und spannend. Woraus besteht das Essen Nsima ndi nyemba? Ich hoffe, dass Sie sich inzwischen wieder von der "Malaria" erholt haben!!!!
Ganz herzlichen Gruß Traute Delfs
Hallo Töchterchen, war wirklich ein toller Bericht, aber nun ist er fast schon wieder eine Woche alt!!! Bitte um Fortsetzung. Oder geht Euer Computer immer noch nicht wieder?
AntwortenLöschenLiebe Grüße, M.
Hallo,
AntwortenLöschenMalaria ist ueberstanden.
Nsima besteht eigentlich nur aus Meisbrei (ufa) und Wasser. Und Nyemba sind Bohnen. Ich werde auch demaechst mal Fotos machen.
Das Internet funktioniert wieder super, nur war ich die letzten Tage nicht zuahause, deshalb kommt der laengere Bericht auch erst in den naechsten Tagen.