Mittwoch, 7. April 2010

Einmal Urlaub und zurück

So, jetzt kommt hier für euch ein kurzer Reisebericht von mir. Am Samstag den 27. März haben wir gemeinsam mit Alinas Familie und Peter Kasungu verlassen. Ganz malawi-untypisch sind wir mal nicht im Bus gereist, sondern im Pickup, den sich Alinas Eltern für ihren Urlaub gemietet hatten.

Unsere erste Station war Cape Maclear. Dort haben wir in einer Lodge namens Fat Monkey übernachtet. Da in der ersten Nacht leider keine Zimmer frei waren, haben wir sechs Kinder in Zelten und die Eltern im Auto geschlafen. Von der Lodge haben wir zum Glück ein Zelt für acht Personen bekommen, denn sonst wäre es in Peters 2-Mann-Zelt ziemlich eng geworden *g*. Die Lodge liegt direkt am See und wir haben uns dort ziemlich wohl gefühlt.

Den Sonntag (28. März 2010) haben wir ganz entspannt mit Nichtstun verbracht. Wir waren im See baden und lagen am hauseigenen Strand.

Am Montag (29. März 2010) haben wir uns Schnorchel und Taucherbrillen ausgeliehen und sind mit natürlich auch gemieteten Kajaks zu einer nahe gelegnen Insel gefahren und haben dort geschnorchelt, in der Sonne gelegen und im See geplanscht. Ich habe mich am Nachmittag mit dem Affen der Lodge angefreundet. Er ist die ganze Zeit auf mir herumgeturnt, hat mich geküsst, doch als er mich angepinkelt hat, habe ich ihn erst einmal allein gelassen. Aber er war echt ein putziges kleines Kerlchen.

Den Dienstag (30. März 2010) haben wir dann mal wieder zum Teil im Auto verbracht. Wir sind vom See in den Nationalpark nach Liwonde gefahren. Alina hat dort mit ihrer Familie in einem Dorm geschlafen, Peter, Lilli und ich haben es uns aus Kostengründen lieber in Peters Zelt gemütlich gemacht. Wir haben dann noch eine Tour mit dem Auto durch den Park gemacht und dabei Impalas und Warzenschweine gesehen. Die Elefanten haben leider noch auf sich warten lassen.

Aber am Mittwoch (31. März 2010) konnten wir dann ganz viele Tiere bestaunen. Wir haben Elefanten, Hippos, verschiedene Arten von Wild, Warzenschweine und interessante Vögel gesehen. Ich hätte ja gerne noch Krokodile und Schlagen gesehen. Aber die haben sich nicht blicken lassen, nicht einmal bei der Kanu-Safari, die wir gemacht haben. Aber ich kann jedem nur empfehlen, mal eine Kanu-Safari in einem Nationalpark zu machen, dabei kann man echt super Hippos und andere Tiere beobachten und man kommt auch ganz nah dran. Richtig schön war auch das Treehouse, eine Holzausguck, der in ein paar Bäume gebaut ist, von dem man einen großen Teil des Nationalparks überblicken kann.

Der Donnerstag (01. April 2010) war dann mal wieder ein Reisetag. Wir sind von Alinas Eltern aus dem Nationalpark bis in den nächsten Ort mitgenommen worden und dort haben Peter, Lilli und ich uns dann von ihnen verabschiedet und sind wieder auf malawische Art weiter gereist, während die anderen nach Lilongwe gefahren sind. Wir drei anderen sind mit einem Minibus erst nach Limbe und dann nach Blantyre gefahren. Das Wetter spielte leider nicht so sehr mit, so dass wir bei Regen durch die uns überfordernde große Stadt Blantyre laufen mussten um zum Busdepot zu kommen. Wir sind es echt nicht mehr gewohnt, mehrstöckige Häuser zu sehen oder dichtbefahrene Straßen zu überqueren. Aber wir haben den Bus dann doch heil erreicht. Um 18 Uhr hat sich dann der Bus auf den Weg Richtung Norden gemacht.

Nach 10 ½ Stunden sind Lilli, Peter und ich dann wieder ausgestiegen. Wir haben endlich unseren Traum erfüllt und sind mit einem Nachtbus gefahren. So wirklich spektakulär war das Erlebnis jetzt nicht, aber so hatten wir wenigstens noch den ganzen Freitag (02. April 2010) Zeit um gemütlich am See zu chillen. Unsere Runde wurde komplettiert von Jona aus Chipunga. Auch ein paar andere Freiwillige haben sich noch zweiweise zu uns gesellt und wir hatten noch ein paar schöne Tage am See.

Am Montag den 05. April 2010 sind wir (Lilli, Peter, Jona und ich) dann, über Mzuzu, wo wir noch kurz auf dem Markt waren und vorher Pizza gegessen haben, zurück nach Kasungu gefahren. Jona besucht uns für eine Woche, weil er einen Backkurs bei Peter macht, damit er den Farmangestellten in Chipunga ein Bisschen was beibringen kann.

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