Freitag, 16. April 2010

Kochen in Malawi

Auf Wunsch einer einzelnen Dame werde ich heute mal unsere Kochgeräte, sprich verschiedene Herdvarianten, vorstellen.

Normalerweise, naja, also wenn Strom da ist, benutzen wir diesen tollen Kocher, der na, wer hätte es gedacht, seine Energie aus der Steckdose bekommt, als mit Strom funktioniert.


Ja, ich weiß, er liegt auf der Seite. ich habe vergessen ihn vorm hochladen zu drehen und das Internet ist so langsam, dass ich es nicht nochmal schaffe, das Bild hochzuladen. Pepani! Und ja, er könnte mal wieder geputzt werden, aber er wird eben viel benutzt und wird bei uns schnell mit Essen bespritzt. Der Vorteil an diesem Herd ist, dass man die Temperatur regeln kann, naja, es gibt immerhin diese Temperaturregelräder an den Platten. Der Nachteil ist, dass wir ihn bei Blackout nicht benutzen können.

Das zweite Dingens zum Essen warm machen haben wir auf dem Markt erworben und ich habe euch schon mal davon erzählt.

Dieses tolle Ding nennt man hier M´baula, Charcole-Kocher oder einfach Kohle-Kocher. Und wie der Name schon sagt, benutzt man dafür Kohle. Zum Anheizen cheaten wir aber gerne mal mit Holz und Papier, die Malawier lieber mit Spiritus. Aber die malawische Methode riecht ziemlich unangenehm, wie wir festgestellt haben, als wir sie das letzte Mal ausprobiert haben. Unsere Methode hat gerade den Nachteil, dass das Holz in der Regenzeit feucht ist, auch wenn es in der Küche liegt. Und auch unser Papier ist manchmal so feucht, dass man es gleich fühlen kann. Ein Nachteil am M´baula ist, dass er nur eine Kochstelle hat. Der größte Vorteil ist, dass er ziemlich schnell heiß wird.

Und jetzt zum Highlight. Er ist schon seit unserem Einzug hier im Haus, hat aber bis vor kurzem nicht funktioniert: unser Old-School-Herd mit Backofen. In einer Spontanaktion haben wir das Ding mal gründlich gereinigt und seitdem Peter uns ein neues Rost für die Feuerstelle hat machen lassen, funktioniert das Dingens auch wieder. Das Problem ist nur, dass man circa 1 ½ Stunden bevor man kochen möchte, mit dem Befeuern anfangen muss. Und es werden Unmengen an Feuerholz benötigt. Der Vorteil aber ist, dass wir auf mehreren Platten gleichzeitig kochen können und keinen Strom benötigen. Und es ist ja so schön warm davor …
Und jetzt moechte ich mich noch dafuer entschuldigen, dass ich im Moment (obwohl mein Laptop wieder funktioniert) nicht so haeufig schreibe. Aber meistens liegt es nicht an mir, sondern daran, dass das Internet in letzter Zeit ziemlich schlecht ist... Also habt bitte ein Nachsehen mit mir.

2 Kommentare:

  1. Vielen herzlichen Dank, ich habe mich sehr gefreut. Musste doch gleich heute morgen ins Net gehen, konnte nicht bis abends warten. Der alte Herd ist genial. Während der "Schneekatastrophe" 1979 wäre so mancher froh gewesen, wenn er so ein Ding gehabt hätte. In einigen Bauernküchen gab's die jedenfalls damals noch.
    Vielleicht sollte ich dem nächsten Paket etws Grillanzünder beifügen, obwohl ich finde, dass der auch ziemlich nach Spiritus stinkt. Ich habe unseren kürzlich aus dem Küchenschrank verbannt, weil der Geruch mir jedesmal beim Öffnen in die Nase stieg.Jetzt ist er wieder in einer gesonderten Schublade. Vom Grillen war in der letzten Zeit schon mehfach die Rede, aber dann ist es doch nie dazugekommen.
    Liebe Grüße, M.

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  2. Hallo, wir benoetigen keinen Grillanzuender, hier gibt es Parafin (was auch stinkt) und wenn die Regenzeit vorbei ist, brennt wohl auch das Holz und das Papier besser. Aber trotzdem danke fuers Angebot.

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