Mittwoch, 9. Juni 2010

Schnitzkurs

Dann will ich euch mal erzählen, was ich in den letzten zwei Wochen so gemacht habe. Angefangen hat es natürlich wieder mit einem ganzen Tag im Bus. Alina und ich haben uns auf den Weg nach Mua gemacht. Im Kungoni Centre for Cultural Art haben wir einen einwöchigen Schnitzkurs bei einem malawischen Schnitzer gemacht. Das Ganze ist natürlich etwas anders abgelaufen, als es geplant war und als es wohl in Deutschland von statten gehen würde. Aber ich habe dann doch tatsächlich ungefähr 20 Stunden mit Schnitzen verbracht. Natürlich gab es keine Werkstatt, wie man sie sich im europäischen herkömmlichen Sinne vorstellen würde. Wir saßen draußen unter einem Baobab Baum auf einer Strohmatte und haben unsere Werkstücke mit den Füßen festgehalten. Und dann konnte es losgehen. Und wieder Erwarten haben wir uns gar nicht so schlecht angestellt. Ich habe drei ganz passable Werkstücke zustande bekommen. Die zum Schluss sogar noch eine Oberflächenbehandlung bekommen haben. Es hat sich auf jeden Fall sehr gelohnt mal diese Erfahrungen zu machen. Aber an einer Werksbank lässt es sich doch ein Wenig entspannter arbeiten. So schön es auch ist, ab und an zu sitzen, tut der Rücken nach acht Stunden auf einer Strohmatte doch weh.




Der Kurs hat nicht im eigentlichen Kulturzentrum, sondern im Nachbardorf stattgefunden, bis dahin war ein kleines Stück zu laufen. Am ersten Morgen wurden wir gefragt, ob wir denn auch Nsima mögen, da wir das für die typische malawische Frage „Du bist hier in Malawi, isst du dann auch unser Nationalgericht?“ gehalten haben, waren wir doch überrascht, als wir dann zum Mittag eingeladen worden sind. Aber da der Weg zu weit war und unsere Mittagspause zu kurz, haben wir immer bei unserem Schnitzlehrer gegessen. Und da ist mir aufgefallen, dass es für mich mittlerweile total normal geworden ist, auf dem Fußboden zu sitzen und mit den Fingern zu essen. Trotzdem weiß ich die Erfindung des Tisches wohl zu schätzen. Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich den dann auch wieder häufiger benutzen.




Und das bin ich beim Schnitzen:




Fotos von meinen Werkstücken kann ich euch leider nicht zeigen, nur meine nicht ganz fertige Maske. Da hat mir der Lehrer doch ein Bisschen geholfen. Aber so Gesichter sind ja auch mal richtig schwer.

2 Kommentare:

  1. Was waren das denn für Werkstücke und wo sind sie geblieben?
    Die Maske sieht ja echt toll aus.
    Haben außer Alina und Dir noch mehr Leute an dem Kurs teilgenommen?
    M.

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  2. Die Werkstuecke sind Mitbringsel fuer Dahausegebliebene, deshalb noch nicht vorzeigbar und werden noch nicht verraten. *gg*
    Ausser mir und Alina hat niemand am Kurs teilgenommen, weil wir den eher privat mit dem Schnitzer organisiert haben.

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