Dienstag, 26. Mai 2009

Mein Arbeitstag und UÄRX

Arbeitswelt, du hast mich wieder. Aber bald ist es ja geschafft. Nur mit knapper Not bin ich heute Einstein entkommen. Fast hätte er heute mit mir zusammen arbeiten sollen. Aber Bärbel war dann doch gnädig zu mir und hat ihn beschäftigt und mit vom Leib gehalten. Meine Frühstückspause habe ich alleine bei einem tollen Gewitter in einer dunklen Wohnung verbracht. Da die Wohnung gerade eine Rundumerneuerung bekommt, gab es leider keine Lampen und an eine Baulampe hatte ich beim Ausladen nicht gedacht. Das Gewitter war ziemlich heftig, es klang kurz so, als wäre ein Blitz in der Nähe eingeschlagen. Außerdem schien das Unwetter direkt über meinem Aufenthaltsort zu ziehen, denn Donner und Blitz kamen fast gleichzeitig. Ich habe mich darüber gefreut, dass ich drinnen arbeiten konnte. Zum im Regen stehen hatte ich auch keine Lust.
Nachdem ich mit meinen Arbeiten in der Wohnung fertig war, habe ich noch Bärbel und einen anderen Gesellen unterstützt, zumindest geistig, denn da es ziemlich schwül warm war, hielt sich meine Begeisterung für großartige Fenster-Schleppaktionen doch in Grenzen.

Nach der Arbeit musste ich noch Einkaufen, um mich mit dem Nötigsten zum Überleben zu versorgen. Anfangs schien mich mein Hunger zum Kauf von größeren Mengen Fressalien zu verleiten. An der Kasse jedoch, verging mir schlagartig der Appetit. Vor mir stand ein junger, nicht mehr ganz so junger, Mann, dem die Hose ein wenig tief saß. Ich konnte also einen direkten Blick auf das sogenannte Bauarbeiter-Dekolleté werfen. Bei attraktiven Männer kann das ja eventuell noch reizvoll sein, aber das traf nicht im geringsten auf diesen Herren zu. Als er sich dann noch vorwärts bewegte um seine Einkäufe auf das Förderband zu legen, wurde unweigerlich noch mehr blasse, pickelige Haut freigelegt. Bei diesem Anblick überkam mich eine schleichende, leichte Übelkeit und ich musste meinen Blick abwenden. Ich war froh, als er bezahlt hatte und aus meinem Gesichtsfeld verschwand. Ich glaube, dass nicht nur mir dieses zur Schau stellen von nackter Haut aufgefallen ist, sondern auch einige andere, ich will mal sagen, peinlich berührte Blicke, sich von diesem Herren in besten Jahren abwandten, als sie seinen halb entblößten Allerwertesten sahen.

Als ich zuhause ankam hatte ich mich von dem Schock erholt und konnte den restlichen Tag genießen.

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