Dienstag, 3. November 2009

Geld

Heute scheint mir das Internet mal wieder schneller zu sein, also habe ich den Versucht gestartet, ein Hoerspiel runterzuladen. Ich weiss grade nicht, ob ich diesen versuch bereuen soll. Immerhin habe ich sonst eigentlich gerade nichts zu tun. Also warum nicht mal drei Stunden im Computerraum rumhaengen ?
Vorhin war ich schon beim Principal um das Geld fuer meine Werkstattschloesser wieder zu bekommen. Leider habe ich die Rechnung zuahuse vergessen. Also werde ich morgen einen neuen Versuch starten, um an mein geld zu kommen. Immerhin wurde mir das Geld schon bewilligt.

Geld hier in Malawi ist sowieso ein interessantes Thema. Mein Supervisor hat ein Bett fuer die neue Freiwillige, die in zwei Wochen zu uns kommt gebaut. Das Bett hat 4650 malawische Kwacha gekostet, was umgerechnet ungefaehr 23,25 € entspricht. In Deutschland koennte man damit ungefaehr eine halbe Gesellenstunde oder eine Lehrlingsstunde bezahlen (auf jeden Fall haben wir so immer in der Berufsschule kalkuliert). Aber wir haben festgelstellt, dass es hier eigentlich nicht viel bringt, in Euro umzurechenen. Es ist viel sinnvoller zu gucken, was man fuer 4650 Kwacha sonst bekommen koennte.
So bezahlt man zum Beispiel:

- eine Packung Kippen fuer K 200 (1 €)
- einen zwei Meter langen Stoff fuer K 400 (2 €)
- eine grosse Schale voll Kartoffeln fuer K 200 (1 €)
- zwei Haende voll Ocra fuer K 60 (0,30 €)
- eine Kabazafahrt in die Stadt oder zureueck K 70 (0,35 €)
- ein Brot K 100 (0,50 €)
- ein Ei K 30 (0,15 €)

(Wenn ich Zeit und Lust habe, wenn ich zuhause bin, werde ich Mal Fotos von den Mengen machen, die man fuer bestimmte Preise bekommt)

In Deutschland wird meist darauf geachtet, dass man anderen Leuten nicht zeigt, wie viel Geld man hat oder gerade bei sich traegt. Hier in Malawi sieht man oefter Leute mit ganzen Buendeln Geldscheinen in der Hand herumlaufen. Das ist ja aber auch kein Wunder, denn man bezahlt ja auch immer hohe Betraege. So kommt es schon haeufiger vor, dass man im Supermarkt an der Kasse mal ueber 2000 Kwacha bezahlen muss. Viele Sachen, die man in Supermaerkten kauft, kommen nicht aus Malawi, sondern sind importiert aus Suedafrika oder anderen afrikanischen Laendern und deshalb entsprechend teuer. Wie verziechten hier zwar auf viel, aber von einigen „Luxusguetern“ moechte man doch nicht die Finger lassen. Die „Luxusgueter“ sind in unserem Fall echte Milch (kein Milchpulver, das aber auch nicht gerade billig ist), Nudeln (die wir aber relativ selten essen) und Ketchup (auf den wir allerdings auch mittlerweile haeufiger verzichten).

2 Kommentare:

  1. Kippen wirst Du doch wohl nicht kaufen, Eier sind auh viel gesünder. M.

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  2. Nein, Kippen kaufe ich natuerlich nicht, es war nur das erste, was mir eingefallen ist *gg*

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